SEC setzt für den 17. September Roundtable an, da sich die US-Aktienmärkte in Richtung 24-Stunden-Handel bewegen
Wichtige Erkenntnisse
- •Die SEC veranstaltet am 17. September an ihrem Hauptsitz in Washington, D.C. einen öffentlichen Roundtable von 10 bis 16 Uhr ET, der live übertragen wird, um erweiterte Handelszeiten für US-Aktien zu untersuchen.
- •NYSE und Cboe haben bei der SEC Anträge für nahezu 24-stündigen US-Aktienhandel an Werktagen eingereicht, während Robinhood und Interactive Brokers bereits Overnight-Handelssitzungen anbieten.
- •Das erste Panel mit Vertretern von Robinhood, NYSE, BlackRock, Virtu Financial, Cboe, UBS und FINRA behandelt die Überwachung im Overnight-Handel, Schlusskurs-Prozesse, Clearing und Abwicklung, den Anlegerschutz sowie die Liquidität.
- •Ein zweites Panel mit Jane Street, State Street, Samsung, Charles Schwab, Nasdaq, Interactive Brokers und DTCC bewertet die Bereitschaft der Infrastruktur, einschließlich der Anforderungen der Regulation SCI, Failover-Planung, Cybersicherheit und Nachtschichten.
- •Der Roundtable legt keinen Starttermin für den 24-Stunden-Handel fest, doch die Diskussionen können künftige Regelgebungsverfahren oder Börsenanträge beeinflussen; die SEC hat sich auf keinen Zeitplan festgelegt.

Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC wird am 17. September einen öffentlichen Roundtable abhalten, um die Vorbereitungen auf erweiterte Handelszeiten an den US-Aktienmärkten zu untersuchen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen der Overnight-Handel, der Marktbetrieb, die Belastbarkeit der Systeme sowie die Herausforderungen auf dem Weg zu nahezu kontinuierlichem Handel.
Die SEC bestätigte die Agenda und die Teilnehmer am 1. September. Der Roundtable findet von 10 bis 16 Uhr ET am Hauptsitz der Behörde in Washington, D.C. statt und wird zusätzlich live im Stream übertragen.
Die Sitzung folgt auf einen wachsenden Schwung in der Branche. NYSE und Cboe haben bei der SEC Anträge eingereicht, den US-Aktienhandel an Werktagen auf nahezu 24 Stunden auszuweiten, und Retail-Broker wie Robinhood und Interactive Brokers haben bereits Overnight-Handelssitzungen für ihre Kunden eingeführt.
Overnight-Handel rückt in den Mittelpunkt
Das erste Panel wird untersuchen, wie Börsen und Broker-Dealer sich auf 24-Stunden-Märkte vorbereiten. Diskutiert werden die Überwachung im Overnight-Handel, Prozesse für Schlusskurse, Clearing und Abwicklung, der Anlegerschutz sowie die erwarteten Liquiditätsbedingungen.
Zu den Teilnehmern gehören Vertreter von Robinhood, NYSE, BlackRock, Virtu Financial, Cboe, UBS und FINRA. Laut SEC wird die Diskussion bewerten, welche Maßnahmen die Unternehmen bereits abgeschlossen haben und welche Arbeiten noch ausstehen, bevor der erweiterte Handel beginnen kann.
Die Initiative könnte US-Aktien an Märkte annähern, die bereits über erweiterte oder durchgehende Handelszeiten verfügen, wie etwa den 24-Stunden-Kryptowährungsmarkt. Sie spiegelt zudem das wachsende Interesse von Privatanlegern wider, auf Nachrichten zu reagieren, die außerhalb der traditionellen Handelssitzung von 9:30 bis 16 Uhr ET veröffentlicht werden.
Belastbarkeit und Infrastruktur bleiben entscheidend
Ein zweites Panel wird sich damit befassen, ob die Finanzinfrastruktur einen rund um die Uhr betriebenen Markt unterstützen kann. Themen sind unter anderem die Systembereitschaft, Anforderungen der Regulation SCI, Failover-Planung, Kapazität, die Kontinuität von Marktdaten, Cybersicherheit und die Besetzung von Nachtschichten.
Die 2014 verabschiedete Regulation SCI legt Standards für die Integrität und Belastbarkeit zentraler Marktsysteme fest. Ihre Ausweitung auf den durchgehenden Betrieb gehört zu den Fragen, die Aufsichtsbehörden und Unternehmen klären müssen.
Für das Panel sind Vertreter von Jane Street, State Street, Samsung, Charles Schwab, Nasdaq, Interactive Brokers und DTCC vorgesehen.
Anschließend wird die SEC die weiterreichenden Auswirkungen auf Liquidität, Kapitalbildung und Marktteilnahme prüfen. Die Behörde wird zudem künftige Schritte in Richtung eines 24/7-Handels und die dafür erforderliche Infrastruktur in Betracht ziehen.
Der Roundtable selbst legt keinen Starttermin für den 24-Stunden-Aktienhandel fest. Vielmehr bietet er ein öffentliches Forum, um die operationelle Bereitschaft, den Anlegerschutz und die möglichen Auswirkungen auf die Marktstruktur vor einer weiteren Ausweitung zu bewerten. Kommentare und Diskussionen der Veranstaltung können spätere Regelgebungsverfahren oder Börsenanträge beeinflussen, wobei sich die SEC auf keinen Zeitplan festgelegt hat.