SEC-Vorsitzender signalisiert, dass die Behörde Krypto-Marktregeln erlassen wird, falls das Clarity Act scheitert
Wichtige Erkenntnisse
- •SEC-Vorsitzender Paul Atkins hat signalisiert, dass die Behörde unabhängig Krypto-Marktregeln entwickeln wird, falls das Clarity Act den Kongress nicht passiert.
- •Das Clarity Act, als HR 3633 erfasst, benötigt die Zustimmung sowohl des Repräsentantenhauses als auch des Senats, während SEC-Regeln durch den internen Prozess der Behörde ohne legislative Abstimmungen erlassen werden können.
- •Der SEC-Regelbildungsprozess gemäß dem Administrative Procedure Act umfasst typischerweise Regelvorschläge, öffentliche Kommentierungsfristen und den endgültigen Erlass und erstreckt sich oft über Monate oder länger.
- •Branchenverbandsgruppen wie Coin Center haben das Clarity Act öffentlich als bevorzugten Weg zur Etablierung einer Marktstruktur für digitale Vermögenswerte unterstützt.
- •Sollte die Gesetzgebung scheitern, würden Krypto-Börsen, Token-Emitenten und andere Unternehmen unter SEC-definierten Regeln arbeiten statt unter einem durch den Kongress ausgehandelten Gesetz, was die Bestimmung von Registrierungs- und Aufsichtspflichten verändern würde.

Der Vorsitzende der U.S. Securities and Exchange Commission hat signalisiert, dass die Behörde bereit ist, eigene Krypto-Marktregeln zu entwerfen, falls das Clarity Act den Kongress nicht passiert. Dies stellt eine klare Wahl zwischen legislativen und behördlich geführten Wegen für die Aufsicht über digitale Vermögenswerte dar.
Eine bedingte Botschaft zur Krypto-Regelbildung
Die Äußerungen des SEC-Vorsitzenden, die mit der Digital Finance Address der Behörde verbunden sind, legten einen bedingten Rahmen dar: Falls das Clarity Act nicht verabschiedet wird, würde die SEC unabhängig vorgehen und Krypto-Marktregeln aus eigener Befugnis erlassen.
Die Unterscheidung ist bedeutsam. Das Clarity Act ist eine Gesetzgebung, die von beiden Kammern des Kongresses verabschiedet werden muss, während SEC-Regeln von der Behörde selbst durch ihren internen Regelbildungsprozess erlassen werden. Der eine Weg erfordert Abstimmungen im Repräsentantenhaus und im Senat; der andere nicht.
Das Clarity Act, im Kongress als HR 3633 erfasst, ist das Instrument, das Branchenbefürworter als bevorzugten Weg zur Etablierung einer Marktstruktur für digitale Vermögenswerte gefördert haben, wie aus dem Protokoll des House Rules Committee zu dieser Maßnahme hervorgeht.
Die gleiche bedingte Rahmung erschien in der früheren Berichterstattung über die Äußerungen von SEC-Vorsitzendem Paul Atkins, der die behördliche Regelgebung als Ausweichpfad bezeichnete, falls die Gesetzgebung ins Stocken gerät.
Auswirkungen eines Scheiterns des Clarity Act
Sollte das Clarity Act nicht verabschiedet werden, positioniert sich die SEC, die regulatorische Lücke durch Regelbildung zu schließen, anstatt auf ein neues Gesetz zu warten. Für Krypto-Unternehmen hat dieser Weg direkte Konsequenzen: Börsen, Token-Emitenten und andere Unternehmen würden unter einer Marktstruktur arbeiten, die von SEC-Regeln geprägt ist, anstatt unter einem im Kongress ausgehandelten Gesetz. Dies beeinflusst, wie Registrierungs- und Aufsichtsanforderungen definiert werden.
Der SEC-Regelbildungsprozess, der dem Administrative Procedure Act unterliegt, umfasst typischerweise die Veröffentlichung einer vorgeschlagenen Regel, die Eröffnung einer öffentlichen Kommentierungsfrist, die Prüfung der Eingaben und den Erlass einer endgültigen Regel. Dieser Prozess kann Monate oder länger dauern, was bedeutet, dass selbst dann, wenn die Behörde mit der Arbeit an Krypto-Marktstrukturregeln beginnt, der Weg zur endgültigen Umsetzung nicht unmittelbar wäre.
Investoren und Marktteilnehmer würden auf formelle SEC-Leitlinien oder vorgeschlagene Regeln als praktischen Indikator für das, was als Nächstes kommt, achten. Bis ein Regelvorschlag veröffentlicht wird, bleiben die Details ungewiss, und das Ergebnis hängt davon ab, ob der Kongress zuerst handelt.
Branchenverbände haben sich auf legislativer Ebene deutlich geäußert. Coin Center veröffentlichte ein Befürwortungsschreiben für das Digital Asset Market Clarity Act, was unterstreicht, welches Gewicht Befürworter auf die Verabschiedung des Gesetzentwurfs legen, anstatt auf behördlich geführte Regeln zurückzufallen.
Die regulatorische Debatte entfaltet sich vor dem breiteren Hintergrund von Amtsträgern, die sich zur Rolle von Krypto im Finanzsystem äußern, darunter der Vorsitzende der Federal Reserve, der kürzlich erklärte, die Fed rette Krypto nicht.
Die Debatte um das Clarity Act ist der Brennpunkt des Konflikts um die Marktstruktur. Der legislativen Zeitlinie kommt nun erhöhte Bedeutung zu: Das Scheitern des Gesetzentwurfs bedeutet nicht das Fehlen von Regeln – es bedeutet einen anderen Regelsetzer.
Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Kryptowährungs- und digitale Vermögenswertmärkte tragen erhebliche Risiken. Führen Sie immer Ihre eigene Recherche durch, bevor Sie Entscheidungen treffen.