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SEC-Vorschlag über 75 Millionen Dollar und Senats-Rahmenwerk für Krypto gehen unterschiedliche Wege

Autor: CoinLineup·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die SEC hat eine neue Verordnung für Krypto-Assets vorgeschlagen, die ein Sidley-Kundenhinweis als maßgeschneidertes Angebotsregime für die Ausgabe von Krypto-Tokens charakterisiert.
  • Das Senats-Banking-Committee hat ein Abschnitt-für-Abschnitt-Rahmenwerk für Krypto-Gesetzgebung veröffentlicht, das noch durch das Komitee und beide Kammern des Kongresses muss.
  • Eine Behördenregel kann schneller umgesetzt werden als Gesetzgebung, aber ein vom Kongress verabschiedetes Gesetz trägt breitere Autorität und ist schwerer rückgängig zu machen.
  • Krypto-Lobbygruppen haben deutlich mehr für Republikaner als für Demokraten ausgegeben, und Ethikbedenken haben Reformbemühungen von Senatorin Gillibrand ausgelöst.
  • Coin Center hat den Digital Asset Market Clarity Act im Rahmen der breiteren Markstruktur-Debatte im Kongress unterstützt.
SEC-Vorschlag über 75 Millionen Dollar und Senats-Rahmenwerk für Krypto gehen unterschiedliche Wege

Zwei wichtige Krypto-Politikinitiativen entwickeln sich gleichzeitig in Washington. Der 75-Millionen-Dollar-Vorschlag der SEC und das Krypto-Rahmenwerk des Senats sind eigenständige Maßnahmen, die denselben Grundprobleme mit unterschiedlichen Ansätzen begegnen: wie digitale Assets in den Vereinigten Staaten reguliert werden sollen.

Was jede Initiative auf den Tisch legt

Der erste Schritt kommt von der U.S. Securities and Exchange Commission, der Behörde, die die Aktien- und Wertpapiermärkte beaufsichtigt. Die SEC hat eine neue Verordnung für Krypto-Assets vorgeschlagen. Wie andere SEC-Regulierungsverfahren müsste der Vorschlag in der Regel durch eine öffentliche Kommentierungsphase und eine weitere Prüfung durch die Kommission, bevor er in Kraft treten könnte. Zur berichterstattung siehe House Ways and Means Committee plant geschlossenes Krypto-Steuer-Briefing.

Eine Analyse der Kanzlei Sidley beschreibt den Plan als ein maßgeschneidertes Angebotsregime – einen individuell konzipierten Weg für die Ausgabe von Krypto-Tokens –, wie ein Sidley-Kundenhinweis darlegt. Die Berichterstattung über den Vorschlag rahmte ihn als lang erwartete Krypto-Regeln des Wertpapieraufsichtsbehörde, wie von Kitco berichtet.

Der zweite Schritt kommt aus dem Senat. Die Abgeordneten haben ein separates Krypto-Rahmenwerk vorgelegt, das in einem Abschnitt-für-Abschnitt-Dokument des Senats-Banking-Committees detailliert ist. Dies ist Gesetzgebung, keine Behördenregel. Als Gesetzgebung müsste sie zunächst durch das Komitee gelangen und beide Kammern des Kongresses passieren, bevor sie Gesetz wird.

Wie sich die beiden Ansätze unterscheiden

Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass es sich um zwei verschiedene Wege handelt. Der eine ist eine SEC-Regel, verfasst von Regulatoren. Der andere ist ein Senats-Rahmenwerk, verfasst von gewählten Abgeordneten. Dieser Unterschied ist wichtig: Eine Behördenregel kann schneller umgesetzt werden, aber ein vom Kongress verabschiedetes Gesetz trägt breitere Autorität und ist schwerer rückgängig zu machen als eine Verordnung, die eine Behörde unter einer künftigen Regierung revidieren könnte. Eine Branchenanalyse argumentierte in einer CryptoSlate-Aufschlüsselung, dass der rund 75-Millionen-Dollar-Krypto-Pfad der SEC nicht dasselbe Angebot ist, das der Kongress macht.

Das Fazit ist einfach: Zwei Teile der US-Regierung arbeiten gleichzeitig an Krypto-Regeln, und diese stimmen nicht vollständig überein. Das ist eine andere Situation als eine einheitliche, gemeinsame Politik.

Warum der gespaltene Ansatz für die Krypto-Branche wichtig ist

Wenn die SEC und der Senat unterschiedliche Wege verfolgen, erhalten Krypto-Entwickler und Investoren gemischte Signale. Es wird schwieriger zu bestimmen, welcher Regelsatz letztlich einen Token-Launch oder ein Handelsprodukt bestimmen wird. Ein maßgeschneidertes SEC-Angebotsregime könnte beispielsweise neben dem Markstruktur-Rahmenwerk stehen – oder mit diesem in Konflikt geraten –, das der Kongress schließlich verabschiedet.

Diese Debatte ist Teil eines breiteren Kampfes um Krypto im Kongress. Die Advocacy-Gruppe Coin Center hat sich öffentlich hinter eine separate Markstruktur-Gesetzgebung gestellt, in einem Brief zur Unterstützung des Digital Asset Market Clarity Act. Auch die politischen Fronten sind scharf gezogen; einige Abgeordnete wie Senator Bernie Sanders haben gelobt, sich vor den Wahlen 2026 mit Krypto auseinanderzusetzen.

Geld ist ebenfalls Teil der Geschichte. Krypto-Lobbygruppen haben deutlich mehr für Republikaner als für Demokraten ausgegeben, und Ethikfragen sind aufgetaucht, darunter das Engagement von Senatorin Gillibrand für eine Krypto-Ethikreform. Sogar Vertreter des Verteidigungsministeriums haben sich zu Wort gemeldet, etwa ein Kommandeur der US-Streitkräfte im Indo-Pazifik, der dem Senat erklärte, dass Bitcoin eine Realität ist.

Für gewöhnliche Krypto-Halter ändert sich über Nacht nichts. Doch wer Tokens besitzt oder kaufen möchte, sollte beide Wege beobachten – den Kommentar- und Verabschiedungsprozess der SEC auf der einen Seite und den Weg des Senats-Rahmenwerks durch den Kongress auf der anderen –, denn welcher davon verbindlich wird, wird bestimmen, wie US-Krypto-Produkte angeboten und verkauft werden.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine finanzielle oder Anlageberatung dar. Kryptowährungs- und digitale Asset-Märkte bergen erhebliche Risiken. Treffen Sie Entscheidungen erst nach eigener Recherche.