SEC-Chef Atkins bezeichnet Krypto-Regulierungsvorschlag als historisch und drängt auf Abstimmung zum CLARITY Act
Wichtige Erkenntnisse
- •SEC-Vorsitzender Paul Atkins bezeichnete den Vorschlag „Regulation Crypto Assets" als historischsten Schritt der Behörde, um die USA zu einem globalen Zentrum für Krypto-Innovation zu machen.
- •Der Vorschlag vom 18. August sieht Registrierungsausnahmen von 5 Millionen US-Dollar über vier Jahre und 75 Millionen US-Dollar innerhalb von 12 Monaten vor sowie einen bedingten Safe Harbor, der bestimmte Krypto-Assets von der Einstufung als Investitionsverträge ausnehmen könnte.
- •Atkins drängte den Kongress, den CLARITY Act zu verabschieden, der mehr Klarheit in die Regulierung digitaler Assets bringen und die Zuständigkeitsgrenzen zwischen SEC und CFTC definieren soll.
- •Der neue Rahmen baut auf der Auslegungsmitteilung der SEC vom März auf, die Krypto-Assets in Kategorien wie digitale Rohstoffe, Stablecoins und digitale Wertpapiere einteilte.
- •Die öffentliche Kommentierungsfrist zum Vorschlag läuft bis zum 20. Oktober 2026.

SEC-Vorsitzender Paul Atkins hat das Bemühen der Behörde um klarere Krypto-Regeln bekräftigt, während sie ihren Vorschlag „Regulation Crypto Assets" vorantreibt, und den Kongress aufgefordert, bei einer umfassenderen Marktstruktur-Gesetzgebung schneller voranzugehen. Seine Äußerungen zeigen, dass sich die SEC unter Atkins offenbar stärker in Richtung einer Akkommodation von Kryptowährungen entwickelt, auch wenn die Behörde zugleich verbindlichere Vorgaben für Emittenten und Marktteilnehmer erarbeitet. Dieser Kurs stellt einen Kontrast zu dem Ansatz dar, der die Haltung der Behörde gegenüber dem Sektor in den Vorjahren prägte und weitgehend auf Durchsetzungsmaßnahmen und bestehende Wertpapiergesetze setzte – eine Strategie, die viele Krypto-Firmen im Unklaren darüber ließ, wie ihre Token eingestuft würden.
Die SEC stellt die Krypto-Regulierung ins Zentrum
Atkins beschrieb „Regulation Crypto Assets" als „bisher historischsten Schritt" der SEC auf dem Weg, die Vereinigten Staaten zum globalen Zentrum der Krypto-Innovation zu machen, und unterstützte die Bemühungen des Kongresses, den CLARITY Act an den Schreibtisch von Präsident Donald Trump zu bringen.
The Regulation Crypto Assets proposal is our most historic step yet to cement America as the Crypto Capital of the World—and is consonant with our belief that Congress should send the CLARITY Act to the President's desk. pic.twitter.com/Z9Pep2Wvph
— Paul Atkins (@SECPaulSAtkins) September 2, 2026 (X post)
Der am 18. August von der SEC vorgelegte Vorschlag würde eine spezielle Emissionsstruktur für Wertpapiere bei ausgewählten Investitionsverträgen mit Krypto-Assets einführen. Er enthält zwei vorgeschlagene Registrierungsausnahmen: 5.000.000 US-Dollar an Emissionen über vier Jahre sowie 75.000.000 US-Dollar innerhalb eines 12-Monats-Zeitraums.
Zudem schlug die SEC einen bedingten Safe Harbor vor, der nach Angaben der Behörde bestimmte Krypto-Assets von der Definition eines Investitionsvertrags ausnehmen könnte, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Laut der Behörde soll der Rahmen Unternehmern mehr Transparenz darüber geben, wo sie Kapital beschaffen können, und zugleich Anlegerschutzmaßnahmen verankern. Für Krypto-Startups würden solche Ausnahmen festgelegte Wege eröffnen, Kapital zu beschaffen, ohne die vollen Kosten und Belastungen einer traditionellen Wertpapierregistrierung – eine Frage, die für Token-emittierende Projekte zuvor ein Streitpunkt gewesen war.
Atkins möchte, dass der Kongress Klarheit schafft
Parallel zur Regelsetzung der SEC strebt Atkins eine längerfristige gesetzgeberische Lösung für das Fehlen einer gesetzlichen Grundlage des Kryptomarkts an. Er sagte, die SEC führe ihre Arbeit in einer Weise aus, die im Einklang mit seinem Grundsatz stehe, dass der Kongress den CLARITY Act an den Präsidenten weiterleiten müsse. Das Gesetz soll mehr Klarheit in die Regulierung digitaler Assets bringen und klarere regulatorische Zuständigkeitsgrenzen zwischen den bundesstaatlichen Finanzaufsichtsbehörden definieren – ein seit Langem bestehendes Spannungsfeld, insbesondere zwischen der SEC und der Commodity Futures Trading Commission darüber, welche Token als Wertpapiere und welche als Rohstoffe gelten.
Atkins hatte zuvor argumentiert, dass Gesetzgebung erforderlich sei, um langfristige Krypto-Regeln zu schaffen, die nicht einfach von einer künftigen Aufsichtsbehörde wieder gekippt werden können. In seiner Erklärung vom 18. August betonte er, dass das Handeln des Kongresses entscheidend sei, um eine Blaupause für eine dauerhafte Politik für digitale Assets zu schaffen.
Die SEC drängt auf klarere Krypto-Regeln
Der neueste Plan baut auf einer umfangreichen Auslegungsmitteilung der SEC vom März auf, die untersuchte, wie bundesstaatliche Wertpapiergesetze auf verschiedene Arten von Krypto-Assets, Gütern und Dienstleistungen anzuwenden sind. Diese Auslegung führte Kategorien wie digitale Rohstoffe, digitale Sammlerstücke, digitale Werkzeuge, Stablecoins und digitale Wertpapiere ein und behandelte zudem Aktivitäten wie Airdrops, das Wrapping von Token mit festem Wert sowie Mining.
Mit dem Vorschlag „Regulation Crypto Assets" macht die SEC einen bedeutenden Schritt in Richtung eines formalen, regelbasierten Rahmens. Die öffentliche Kommentierungsfrist läuft bis zum 20. Oktober 2026 und gibt Krypto-Unternehmen, Anlegern und anderen Marktteilnehmern die Gelegenheit, ihre Stellungnahmen einzureichen, bevor die Regeln in Kraft treten. Wie die Behörde dieses Feedback gewichtet und ob der Kongress den CLARITY Act voranbringt, wird die Beständigkeit des von Atkins befürworteten Rahmens prägen.
Quelle: Crypto Ninjas