Charles Schwab nimmt Solana, Avalanche und Chainlink in Schwab Crypto auf
Wichtige Erkenntnisse
- •Solana, Avalanche und Chainlink sollen in den kommenden Monaten auf Schwab Crypto handelbar werden und ergänzen damit Bitcoin und Ethereum, die nach wie vor die einzigen aktuell verfügbaren Assets sind.
- •Schwab Crypto dient einer Brokerkundschaft von 39,9 Millionen aktiven Konten mit 13,04 Billionen US-Dollar an Vermögenswerten per 31. Juli.
- •Die Plattform erhebt eine Pauschalgebühr von 0,75 Prozent auf den Dollarwert jedes Trades und ist für Einwohner von New York und Louisiana nicht verfügbar.
- •Paxos stellt die Infrastruktur für Unterverwahrung und Trade-Ausführung für Schwab-Crypto-Konten bereit, die über die Charles Schwab Premier Bank angeboten werden.
- •Die Erweiterung erfolgt vor dem Hintergrund eines gelockerten US-Regulierungsumfelds, nachdem die SEC seit Anfang 2025 eine Reihe von Krypto-Durchsetzungsverfahren eingestellt hat.

Charles Schwab wird sein direktes Kryptowährungsangebot über Bitcoin und Ethereum hinaus erweitern: Solana, Avalanche und Chainlink sollen in den kommenden Monaten auf Schwab Crypto verfügbar werden.
Der Broker bestätigte am Donnerstag die drei geplanten Neuaufnahmen, fünf Monate nachdem er mit dem Rollout des direkten BTC- und ETH-Handels begonnen hatte. Schwab erklärte, SOL, AVAX und LINK seien als etablierte Krypto-Assets ausgewählt worden, die zur Kundennachfrage passen; im Laufe der Zeit seien weitere Kryptowährungen geplant.
Der Schritt bringt drei bedeutende Altcoins zu einem Broker, der per 31. Juli 39,9 Millionen aktive Konten und 13,04 Billionen US-Dollar an Kundenvermögen betreut. Die Erweiterung erfolgt zudem vor dem Hintergrund eines Wandels im US-Regulierungsumfeld: Die SEC hat seit Anfang 2025 eine Reihe von Krypto-Durchsetzungsverfahren eingestellt – eine Veränderung, nachdem Führungskräfte von Schwab jahrelang erklärt hatten, sie wollten klarere Regeln, bevor das Unternehmen Spot-Krypto direkt anbietet.
Über Bitcoin und Ethereum hinaus
Schwab Crypto wurde im Mai eingeführt, nachdem das Unternehmen seinen Spot-Krypto-Start erstmals im April im Detail beschrieben hatte. Bitcoin und Ethereum sind nach wie vor die einzigen aktuell verfügbaren Assets; SOL, AVAX und LINK sollen folgen und sind noch nicht handelbar.
Kunden können über Schwab.com, Schwab Mobile und thinkorswim neben Aktien und anderen Anlagen auch Krypto handeln. Schwab-Crypto-Konten werden über die Charles Schwab Premier Bank angeboten; Paxos – das auch die Krypto-Dienste von PayPal betreibt – stellt die Infrastruktur für Unterverwahrung und Trade-Ausführung bereit.
Die Plattform berechnet 75 Basispunkte, also 0,75 Prozent, auf den Dollarwert jedes Trades – eine Pauschalgebührenstruktur, die sich von den Maker-Taker-Gebührenmodellen der Kryptobörsen und dem Nullkommissionsmodell unterscheidet, das Retail-Apps wie Robinhood bewerben. Konten sind derzeit in den gesamten Vereinigten Staaten mit Ausnahme von New York und Louisiana verfügbar – das BitLicense-Regime von New York erfordert eine separate staatliche Genehmigung für Kryptodienste –, in US-Territorien oder anderen Jurisdiktionen besteht kein Zugang.
Solana erhält einen weiteren Brokerkanal
Solana eröffnet eine weitere wichtige Vertriebsroute über die traditionelle Finanzwelt. SOL ist kürzlich erstmals seit Februar über die Marke von 100 US-Dollar gestiegen und handelte am Freitag nahe 107 US-Dollar, mit einem Anstieg von rund 6 Prozent innerhalb von 24 Stunden.
Morgan Stanley hat Solana in seinem geplanten E*Trade-Krypto-Rollout ebenfalls neben Bitcoin und Ethereum platziert, was SOL einen Weg in konventionelle Brokerkonten eröffnet, ohne dass Nutzer ein Konto bei einer Krypto-nativen Börse eröffnen müssen. Schwabs Listungsoffensive setzt eine breitere Expansion an der Wall Street fort: US-Spot-Solana-Exchange-traded-Produkte nahmen Ende 2025 den Handel auf, und Vermögensverwalter haben auch für Avalanche- und Chainlink-Fonds Anträge gestellt.
Avalanche ergänzt Schwabs Angebot um eine weitere Layer-1-Blockchain, während Chainlink den Kunden direkte Exposition gegenüber Krypto-Infrastruktur statt einer weiteren General-Purpose-Blockchain bietet. LINK belegte kürzlich unter den Blockchain-Protokollen den vierten Platz in Fortunes Crypto 100 des Jahres 2026, hinter Bitcoin, Ethereum und Solana.
Weitere Assets geplant
Joe Vietri, Leiter der Digital-Assets-Sparte bei Schwab, erklärte, das erweiterte Angebot werde den Kunden mehr Möglichkeiten bieten, Krypto-Allokationen neben ihren bestehenden Investment- und Bankkonten aufzubauen. Schwab ergänzt das Handelsprodukt um Research, Bildungsinhalte, Marktkommentare und einen 24-stündigen Kundenservice.
Der Broker hatte bereits signalisiert, dass Bitcoin und Ethereum ein Ausgangspunkt und nicht die endgültige Asset-Liste seien. Sein im April vorgestellter Startplan sah eine künftige Unterstützung für weitere Kryptowährungen sowie später Ein- und Auszahlungsfunktionen für Kunden vor, die bestehende Kryptobestände von Börsen oder Self-Custody-Wallets auf die Plattform übertragen möchten.
SOL, AVAX und LINK sollen in den kommenden Monaten handelbar werden; Schwab behält sich vor, die Unterstützung für ein Asset aufgrund von Markt-, Regulierungs-, Betriebs- oder Risikointwicklungen zu verzögern, zu ändern oder zurückzuziehen. Über diese Starttermine hinaus bleiben für Kunden offene Fragen: der Zeitpunkt der Unterstützung von Ein- und Auszahlungen, welche weiteren Assets als Nächstes folgen und ob die Verfügbarkeit auf New York und Louisiana ausgeweitet wird.