NachrichtenAktienSanDisk (SNDK)-Aktie steht nach den Zahlen vor einem wichtigen Test

SanDisk (SNDK)-Aktie steht nach den Zahlen vor einem wichtigen Test

Autor: Blockonomi·

Wichtige Erkenntnisse

  • Visible Alpha erwartet für SanDisk einen Umsatz im vierten Geschäftsquartal von 8,71 Milliarden US-Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 35,45 US-Dollar.
  • Diese Schätzungen liegen über SanDisks Prognoseobergrenze von 8,25 Milliarden US-Dollar Umsatz und 33 US-Dollar bereinigtem Gewinn.
  • Der Umsatz im Rechenzentrumsbereich von SanDisk stieg im dritten Geschäftsquartal sequenziell um 233 % auf 1,47 Milliarden US-Dollar, vor allem dank TLC-Enterprise-SSD-Verkäufen.
  • Die SanDisk-Aktie fiel im Juli um 46,6 %, was die Sorge widerspiegelt, dass hohe NAND-Margen nicht anhalten könnten.
  • Anleger erwarten klarere Prognosen für das Geschäftsjahr 2027, einschließlich nachhaltiger Margen, Enterprise-SSD-Nachfrage und Details zu Kundenvereinbarungen.
SanDisk (SNDK)-Aktie steht nach den Zahlen vor einem wichtigen Test

Die Aktie von SanDisk (SNDK) steht nach den Ergebnissen vom Mittwoch vor einem wichtigen Test, da Anleger über einen weiteren erwarteten Umsatzschlag hinausblicken. Nach Angaben von Visible Alpha könnte das Unternehmen im vierten Geschäftsquartal einen Umsatz von 8,71 Milliarden US-Dollar und einen bereinigten Gewinn von 35,45 US-Dollar je Aktie melden.

Diese Schätzungen liegen über SanDisks Prognoseobergrenze von 8,25 Milliarden US-Dollar Umsatz und 33 US-Dollar bereinigtem Gewinn. Diese Lücke ist relevant, weil der Markt Speicherwerte bereits wegen knapperem NAND-Angebot und festerer Preise belohnt hat, sodass selbst ein solides Ergebnis nicht ausreichen könnte, wenn das Management nicht zeigt, dass die Gewinne anhalten können. Anleger wollen nun Belege dafür, dass starke NAND-Preise, die Nachfrage aus Rechenzentren und neue Liefervereinbarungen das Wachstum bis ins Geschäftsjahr 2027 stützen können.

SanDisk-Aktie muss die hohen Erwartungen übertreffen

Ein Umsatz in der Nähe von 8,71 Milliarden US-Dollar läge mehr als viermal so hoch wie die 1,90 Milliarden US-Dollar aus dem Vorjahreszeitraum. Dennoch könnten Ergebnisse innerhalb der ursprünglichen Spanne des Managements enttäuschen, da der Markt die Erwartungen bereits angehoben hat.

Optionen mit Verfall am Freitag preisten eine Bewegung von rund 14,9 % in beide Richtungen ein. Diese Spanne setzte die Aktie ungefähr zwischen 1.211 und 1.635 US-Dollar, basierend auf dem Schlusskurs vom Dienstag nahe 1.428 US-Dollar. Optionen messen erwartete Volatilität, nicht die Marktrichtung.

Im dritten Geschäftsquartal stieg SanDisks Umsatz im Rechenzentrumsbereich sequenziell um 233 % auf 1,47 Milliarden US-Dollar. Verkäufe von TLC-Enterprise-SSDs trieben einen Großteil dieses Wachstums, während der Umsatz im Endkundengeschäft im selben Zeitraum um 10 % zurückging.

Das Unternehmen erwartet außerdem, dass seine hochkapazitiven QLC-Stargate-Produkte im vierten Geschäftsquartal erste Umsätze beitragen. Anleger werden auf Auslieferungen von Enterprise-SSDs, NAND-Verkaufspreise, Bit-Wachstum, Produktionskosten und die Bruttomargenprognose achten, da diese Kennzahlen zeigen sollen, ob die jüngste operative Stärke über ein einzelnes Quartal hinaus trägt.

Juli-Abverkauf weckte Sorgen über den Zykluspeak

Die SanDisk-Aktie fiel im Juli um 46,6 %, bevor das Unternehmen eine bestätigte Nachfrageschwäche meldete. Auch Micron und andere Speicherwerte gaben nach, was zeigt, dass Anleger ihr Engagement im breiteren Speichersektor reduzierten.

Der Ausverkauf spiegelte die Sorge wider, dass hohe NAND-Margen nicht anhalten könnten. Die kurzfristigen Vertragspreise könnten im September-Quartal um 10 % bis 15 % steigen, doch ein schnelleres Angebotswachstum könnte die Preise in der zweiten Hälfte von 2027 unter Druck setzen.

Prognose für das Geschäftsjahr 2027 wird zum entscheidenden Test

Die Telefonkonferenz zu den Zahlen und der Investor Day am 13. August müssen klarere Ziele für das Geschäftsjahr 2027 liefern. Anleger wollen mehr Details zu nachhaltigen Margen, der Nachfrage nach Enterprise-SSDs, Kundenvereinbarungen und der Umsatztransparenz.

Evercore ISI schätzt, dass fünf Vereinbarungen rund 62 Milliarden US-Dollar an Mindestumsatz abdecken könnten, gestützt durch mehr als 11 Milliarden US-Dollar an Garantien und Vorauszahlungen. Anleger wollen Belege dafür, dass diese Zusagen den Cashflow schützen, falls NAND-Preise nachgeben.

Analysten werden außerdem Vertragsbedingungen zu Preisen, Volumina, Garantien und Kündigungsrechten prüfen. Diese Details sollen helfen, einzuordnen, wie stark SanDisks jüngste Dynamik auf konkrete Kundenverpflichtungen statt auf kurzfristige Marktbedingungen zurückzuführen ist. Starke Ergebnisse könnten die SanDisk-Aktie stützen, doch die Prognose muss zeigen, dass die Gewinne nachlassenender NAND-Knappheit robust bleiben können.