NachrichtenAktienGalaxy Digital Aktien geben nach gemischten Q2-Zahlen um 5 % nach

Galaxy Digital Aktien geben nach gemischten Q2-Zahlen um 5 % nach

Autor: Coindesk·

Wichtige Erkenntnisse

  • Galaxy Digital meldete im zweiten Quartal einen Umsatz von 8,8 Milliarden US-Dollar und blieb damit unter dem Analystenkonsens von rund 9 Milliarden US-Dollar.
  • Der bereinigte Verlust je Aktie verringerte sich auf 0,09 US-Dollar — deutlich besser als der von Analysten erwartete Verlust von 0,28 US-Dollar und eine Verbesserung gegenüber dem Verlust von 0,49 US-Dollar im Vorquartal.
  • Das Helios-Rechenzentrum Phase I generierte über eine 15-jährige lease mit Lieferung von 200 Megawatt an CoreWeave seine ersten Erlöse; der vierteljährigeliche Umsatz soll ab Q3 rund 80 Millionen US-Dollar erreichen.
  • In diesem Quartal wurden keine neuen Rechenzentrumskunden oder Leases angekündigt, obwohl Galaxy weiterhin Gespräche über eine zusätzliche genehmigte Kapazität von 830 Megawatt führt.
  • Am 28. Juli wurde eine private Platzierung von Senior-Secured-Notes über 3,5 Milliarden US-Dollar zur Finanzierung von Helios Phase II abgeschlossen, wodurch Galaxys Gesamtverschuldung auf über 6 Milliarden US-Dollar stieg.
Galaxy Digital Aktien geben nach gemischten Q2-Zahlen um 5 % nach

Galaxy Digital Aktien geben nach gemischten Q2-Zahlen um 5 % nach

Die Aktien von Galaxy Digital (GLXY) fielen im Prämarkt-Handel um mehr als 5 %, nachdem das Unternehmen seine Ergebnisse für das zweite Quartal veröffentlicht hatte, die sowohl ermutigende operative Meilensteine als auch einen hinter den Analystenerwartungen zurückbleibenden Umsatz enthielten. Der Rückgang spiegelt die Spannung zwischen Galaxys beschleunigter Hinwendung zur KI-Infrastruktur und der kurzfristigen Unsicherheit im Kerngeschäft mit digitalen Vermögenswerten wider.

Das Unternehmen meldete einen Umsatz von 8,8 Milliarden US-Dollar, leicht unter den Street-Schätzungen von rund 9 Milliarden US-Dollar. Pro Aktie wies Galaxy einen unverwässerten und bereinigten Verlust von 0,09 US-Dollar aus — deutlich besser als der von Analysten prognostizierte Verlust von 0,28 US-Dollar und eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem im ersten Quartal verzeichneten Verlust von 0,49 US-Dollar je Aktie. Der Nettoverlust für den Berichtszeitraum verringerte sich auf 85 Millionen US-Dollar, verglichen mit 216 Millionen US-Dollar im Vorquartal.

Digital-Assets-Geschäft bleibt stabil

Die Sparte für digitale Vermögenswerte von Galaxy erwirtschaftete einen bereinigten Bruttogewinn von 66 Millionen US-Dollar, was einem Quartalszuwachs von 34 % entspricht, obwohl die Handelsumsätze um 7 % zurückgingen. Die Gewinnverbesserung trotz geringerer Volumina deutet auf stärkere Margen bei den Market-Making- und Counterparty-Aktivitäten des Unternehmens hin, wobei die Handelserlöse aus digitalen Vermögenswerten jedoch weiterhin empfindlich auf die Krypto-Marktbedingungen reagieren.

Helios-Rechenzentrum erzielt erste Erlöse

Ein herausragendes Highlight des Quartals war die Fertigstellung der ersten Phase des Helios-Rechenzentrums-Campus in West-Texas, die erstmals Erlöse generierte. Das Rechenzentrumsgeschäft erzielte einen bereinigten Bruttogewinn von 20 Millionen US-Dollar und einen bereinigten EBITDA von 11 Millionen US-Dollar — ein deutlicher Wendepunkt gegenüber dem bereinigten EBITDA-Verlust von 900.000 US-Dollar im ersten Quartal. Dieser Meilenstein positioniert Galaxy unter einer wachsenden Gruppe von Krypto-nativen Unternehmen — darunter Hut 8 und Core Scientific —, die Energieinfrastruktur für KI-Computing zweckentfremden.

Im Rahmen einer 15-jährigen lease-Vereinbarung lieferte Galaxy 200 Megawatt Bruttoleistung — entsprechend 133 Megawatt kritischer IT-Kapazität — an CoreWeave, einen der größten GPU-Cloud-Anbieter für KI-Workloads. Phase I des Helios-Campus wird voraussichtlich ab dem dritten Quartal rund 80 Millionen US-Dollar an vierteljährlichen Erlösen generieren, was eine deutliche Steigerung des Beitrags der Rechenzentrumssparte darstellen würde.

Keine neue Lease angekündigt

Trotz der operativen Fortschritte enthielten die Ergebnisse keine Ankündigungen neuer Rechenzentrumskunden oder Leases, was die Anlegerstimmung möglicherweise belastet hat. Galaxy erklärte, dass das Unternehmen weiterhin mit potenziellen Mietern über eine zusätzliche genehmigte Kapazität von 830 Megawatt bei Helios verhandle.

CEO Mike Novogratz hatte zu Jahresbeginn erklärt, dass er erwarte, die verbleibende Kapazität der 1,6-Gigawatt-Anlage in Texas bis zum Ende des Sommers vollständig vermietet zu haben. In diesem Quartal wurden zwar keine neuen Mieter vorgestellt, jedoch gab Galaxy bekannt, drei weitere Grundstücke in Texas für die künftige Rechenzentrumsentwicklung erworben zu haben. Das Tempo künftiger Lease-Ankündigungen wird ein wichtiger Indikator für Investoren sein, um zu beurteilen, ob Galaxy seine Pipeline in vertraglich gebundene Erlöse zu Konditionen umwandeln kann, die mit der CoreWeave-Vereinbarung vergleichbar sind.

Verschuldungsprofil wächst mit Finanzierung von Helios Phase II

Am 28. Juli schloss Galaxy Digital über seine Tochtergesellschaft Galaxy Helios Data Centers II LLC eine private Platzierung von Senior-Secured-Notes mit Fälligkeit 2031 im Volumen von 3,5 Milliarden US-Dollar ab, deren Erlöse für den Bau von Helios Phase II vorgesehen sind. Die Platzierung erhöhte die Gesamtverschuldung des Unternehmens auf über 6 Milliarden US-Dollar und steigerte die Zinsverpflichtungen des Unternehmens im Zuge des Ausbaus seiner Infrastruktur erheblich.

Quelle: CoinDesk