NachrichtenRohstoffe & ForexAuf Grund gelaufener sanktionierter Tanker vor Oman hinterlässt 400-Quadratkilometer-Ölteppich

Auf Grund gelaufener sanktionierter Tanker vor Oman hinterlässt 400-Quadratkilometer-Ölteppich

Autor: Ship & Bunker·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der sanktionierte Tanker Caroline Bezengi lief nahe Oman's Al-Hallaniyat-Inseln auf Grund, einem ökologisch sensiblen Archipel, der für Korallenriffe und Buckelwal-Populationen bekannt ist.
  • Omanische Behörden schätzen, dass der Ölteppich etwa 390 Quadratkilometer umfasst, während eine Greenpeace-Satellitenanalyse darauf hindeutet, dass er bis zu 600 Quadratkilometer groß sein könnte.
  • Das Vereinigte Königreich setzte das Schiff wegen seiner Verbindung zu Russlands Schattenflotte auf die Sanktionsliste; diese besteht aus alternden Schiffen, die westliche Sanktionen und den G7-Preisdeckel umgehen sollen.
  • Der Tanker transportierte russisches Rohöl für asiatische Märkte und meldete erstmals am 8. Juni nahe Jemen Schäden.
Auf Grund gelaufener sanktionierter Tanker vor Oman hinterlässt 400-Quadratkilometer-Ölteppich

Ein Ölteppich eines vor Oman auf Grund gelaufenen sanktionierten Tankers hat sich Berichten zufolge auf rund 400 Quadratkilometer ausgebreitet.

Das Schiff, Caroline Bezengi, lief nahe den Al-Hallaniyat-Inseln in der Provinz Dhofar auf Grund, wie Oman's Environment Authority am Freitag in einer Mitteilung erklärte. Die Inseln sind ein abgelegener Archipel, der für seine marine Biodiversität bekannt ist, darunter Korallenriffe und Buckelwal-Populationen, was den Ort der Verschmutzung aus ökologischer Sicht besonders sensibel macht.

Die britische Regierung hat den Tanker wegen seiner Verbindungen zu Russlands Schattenflotte auf ihre Sanktionsliste gesetzt – einem losen Netzwerk alternder, oft nicht versicherter Schiffe, das verwendet wird, um russisches Rohöl auf eine Weise zu transportieren, die westliche Sanktionen und den G7-Preisdeckelmechanismus umgeht.

Laut der Oman News Agency umfasst der Ölteppich etwa 390 Quadratkilometer oder 150 Quadratmeilen. Die Umweltorganisation Greenpeace sagte am 5. August, eine Analyse von Satellitenbildern habe gezeigt, dass sich der Ölteppich auf etwa 600 Quadratkilometer ausgebreitet habe, was die häufige Lücke zwischen offiziellen staatlichen Einschätzungen und unabhängiger Umweltüberwachung in den frühen Phasen größerer Ölverschmutzungen verdeutlicht.

Das Schiff transportierte russisches Öl mit Bestimmungsort Asien und meldete erstmals am 8. Juni vor der Küste Jemens Schäden, wie Reuters gestern berichtete. Der Vorfall verdeutlicht die Umweltrisiken, die mit dem zunehmenden Volumen russischen Öls verbunden sind, das über ältere sanktionierte Schiffe auf Routen vom Golf zu asiatischen Märkten transportiert wird.