Samsung und SK Hynix vor großen Liefervereinbarungen für Speicherchips während US-Besuch des südkoreanischen Präsidenten
Wichtige Erkenntnisse
- •Samsung und SK Hynix kontrollieren zusammen etwa 80% des globalen Marktes für High-Bandwidth-Memory-Chips, was Südkorea in Verhandlungen über KI-Lieferketten mit amerikanischen Unternehmen erheblichen Einfluss verschafft.
- •SK Hynix war der wichtigste Lieferant von HBM3E-Chips für Nvidias H100- und H200-GPUs, während Samsung daran arbeitet, seine HBM-Produkte der nächsten Generation bei großen KI-Kunden zu qualifizieren.
- •Präsident Lee soll separat mit Nvidia-CEO Jensen Huang und OpenAI-CEO Sam Altman zusammentreffen und an einem KI-Gipfel teilnehmen, an dem Führungskräfte von Samsung, SK Group, Hyundai, Broadcom und Anthropic vertreten sind.
- •Sowohl Samsung als auch SK Hynix betreiben große Produktionsstätten in China, darunter SK Hynix' DRAM-Werk in Wuxi und Samsungs NAND-Anlage in Xi'an, was angesichts der US-Exportkontrollen für fortschrittliche Chiptechnologie strategische Komplikationen schafft.
- •Die erwarteten Vereinbarungen sollen strategische Partnerschaften, Absichtserklärungen und langfristige Lieferverträge umfassen, zusätzlich zu nicht näher offengelegten US-Investitionen in KI-Rechenzentren.

Die beiden größten Halbleiterhersteller Südkoreas, Samsung und SK Hynix, bereiten sich darauf vor, während des bevorstehenden Besuchs von Präsident Lee Jae Myung in San Francisco an diesem Wochenende bedeutende Liefervereinbarungen für Speicherchips mit großen amerikanischen Technologieunternehmen anzukündigen.
Der präsidiale Politikberater Kim Yong-beom sagte Reportern, dass die Vereinbarungen langfristige Lieferverträge für Speicherchips mit globalen Technologiepartnern umfassen werden. Er deutete an, dass „sehr große und bedeutende Zahlen“ offengelegt werden dürften, nannte jedoch keine konkreten Beträge. Der Besuch wird als Bemühung dargestellt, die technologische und wirtschaftliche Partnerschaft zwischen Südkorea und den Vereinigten Staaten zu stärken.
Wichtige Treffen und Teilnehmer
Präsident Lee soll während seines Aufenthalts in San Francisco Gespräche mit Nvidia-CEO Jensen Huang und OpenAI-CEO Sam Altman führen. Außerdem wird er an einem KI-Gipfel teilnehmen, an dem prominente südkoreanische Wirtschaftsführer teilnehmen, darunter Samsung-Electronics-Chairman Jay Y. Lee, SK-Group-Chairman Chey Tae-won und Hyundai-Motor-Executive-Chair Euisun Chung.
Auf US-Seite werden auch Broadcom-CEO Hock Tan, Anthropic-CEO Dario Amodei und Lee Hae-jin von Naver Corporation bei dem Gipfel erwartet, der führende Vertreter aus der KI-Hardware- und Softwarelandschaft zusammenbringt.
Das Treffen mit Jensen Huang ist besonders bemerkenswert, da Nvidia eine zentrale Rolle in der Produktion von KI-GPUs spielt. SK Hynix war der wichtigste Lieferant von HBM3E-Chips, die in Nvidias H100- und H200-GPUs verwendet werden, während Samsung daran arbeitet, seine HBM-Produkte der nächsten Generation bei großen KI-Kunden zu qualifizieren. Langfristige Lieferzusagen beider koreanischer Hersteller könnten Nvidia und anderen KI-Hardwareunternehmen helfen, anhaltende HBM-Lieferengpässe zu bewältigen, die die Produktionsvolumina von GPUs begrenzt haben.
Die strategische Bedeutung von HBM-Chips
Im Mittelpunkt der erwarteten Vereinbarungen steht die High-Bandwidth-Memory-Technologie (HBM). Diese spezialisierten Chips sind integrale Komponenten in Grafikprozessoren (GPUs), die KI-Rechenzentren und große Sprachmodelle antreiben.
Samsung und SK Hynix kontrollieren zusammen etwa 80% des globalen Marktes für HBM-Chips, was Südkorea in Gesprächen über KI-Lieferketten mit amerikanischen Unternehmen erheblichen Einfluss verschafft. Der verbleibende Marktanteil liegt vor allem beim US-Unternehmen Micron Technology, das seine eigene HBM-Produktion beschleunigt ausbaut, um wettbewerbsfähig zu sein.
Das Korea Economic Institute of America erklärte, der Schwerpunkt der Gespräche werde auf Südkoreas Unterstützung für den Ausbau der KI-Infrastruktur in den Vereinigten Staaten und auf der Lieferung modernster HBM-Chips liegen.
Die Gespräche finden zudem vor dem Hintergrund einer umfassenderen Neuordnung der globalen Halbleiter-Lieferkette statt, die durch US-Exportkontrollen für fortschrittliche Chiptechnologie nach China vorangetrieben wird. Sowohl Samsung als auch SK Hynix betreiben bedeutende Produktionsstätten in China — darunter SK Hynix' DRAM-Werk in Wuxi und Samsungs NAND-Anlage in Xi'an — was strategische Überlegungen dazu schafft, wie sie konkurrierende US-amerikanische und chinesische Interessen ausbalancieren.
Erwartete Vereinbarungen und Investitionen
Die erwarteten Ankündigungen umfassen strategische Partnerschaften, Absichtserklärungen und langfristige Lieferverträge. Zusätzlich zu den Chip-Liefervereinbarungen sollen US-Technologieunternehmen strategische Investitionen in KI-Rechenzentren bekannt geben, wobei konkrete Details bislang nicht veröffentlicht wurden.
Präsident Lees Besuch in San Francisco ist Teil einer größeren Reise, die ihn weiter nach Südamerika führen wird, wo er an Gipfeltreffen mit regionalen Führungspersönlichkeiten teilnehmen soll.
Sollten sie bestätigt werden, würden diese Vereinbarungen eine deutliche Vertiefung der Beziehungen zwischen südkoreanischen Halbleiterherstellern und der US-Technologiebranche darstellen — zu einer Zeit, in der die weltweite Nachfrage nach KI-Infrastruktur rasch zunimmt und Staaten darum konkurrieren, den inländischen Zugang zu fortschrittlicher Chipproduktion zu sichern.
Quelle: CoinCentral