NachrichtenAktienSamsung- und SK Hynix-Aktionäre fordern höhere Ausschüttungen angesichts des KI-getriebenen Gewinnsprungs

Samsung- und SK Hynix-Aktionäre fordern höhere Ausschüttungen angesichts des KI-getriebenen Gewinnsprungs

Autor: Economic Times Markets·

Wichtige Erkenntnisse

  • Aktionäre drängen Samsung und SK Hynix, Dividenden zu erhöhen und Rückkaufprogramme auszuweiten, da die derzeitigen Ausschüttungen das durch KI getriebene Gewinnwachstum nicht ausreichend widerspiegeln.
  • Beide Chiphersteller schütten nach ihren bestehenden Kapitalrückführungsrahmen derzeit rund die Hälfte ihres freien Cashflows an die Aktionäre aus.
  • Der Druck der Aktionäre fällt mit Südkoreas Corporate-Value-up-Programm von 2024 zusammen, das börsennotierte Unternehmen zu stärkeren Dividendenpolitiken und mehr Transparenz ermutigt.
  • SK Hynix und Samsung investieren zugleich massiv in HBM- und fortschrittliche Speicherproduktionskapazitäten, während Investoren größere Barausschüttungen verlangen.
  • Der weltweite HBM-Markt bleibt auf drei Anbieter konzentriert – SK Hynix, Samsung und Micron Technology –, was die strategische Bedeutung von Kapazitätsentscheidungen erhöht.
Samsung- und SK Hynix-Aktionäre fordern höhere Ausschüttungen angesichts des KI-getriebenen Gewinnsprungs

Investoren bei Samsung Electronics und SK Hynix erhöhen den Druck auf Südkoreas zwei größte Halbleiterhersteller, die Aktionärsrenditen zu steigern, da beide Unternehmen dank der stark steigenden Nachfrage nach künstlicher Intelligenz Rekordgewinne erzielen.

Aktionäre fordern höhere Dividenden und ausgeweitete Aktienrückkaufprogramme und argumentieren, dass die derzeitige Ausschüttungspolitik die durch den KI-Boom erzeugte Gewinndynamik nicht angemessen widerspiegle. Samsung, der weltweit größte Hersteller von Speicherchips, und SK Hynix, ein führender globaler Anbieter von High-Bandwidth-Memory-(HBM)-Chips, die für KI-Beschleuniger entscheidend sind, haben beide robuste Geschäftsergebnisse gemeldet, während Rechenzentrumsbetreiber und Technologieunternehmen um den Aufbau von KI-Infrastruktur konkurrieren.

Nach ihren bestehenden Kapitalrückführungsrahmen schütten Samsung und SK Hynix jeweils rund die Hälfte ihres freien Cashflows an die Aktionäre aus. Investoren sehen angesichts der aus KI-getriebenen Erträgen wachsenden Cash-Reserven Bedarf für eine aggressivere Rückgabepolitik. Die Forderung nach höheren Ausschüttungen kommt zu einem Zeitpunkt, an dem beide Unternehmen zudem erhebliches Kapital in den Ausbau von Produktionskapazitäten für Speicher der nächsten Generation und fortschrittliche Fertigungstechnologien investieren, was einen natürlichen Zielkonflikt zwischen Reinvestition zur Stärkung der Wettbewerbsposition und Rückführung von Kapital an die Aktionäre schafft.

Der Vorstoß für höhere Ausschüttungen steht in engem Zusammenhang mit breiteren Bemühungen, den sogenannten „Korea discount“ zu adressieren – ein langjähriges Phänomen, bei dem Aktien südkoreanischer Unternehmen zu niedrigeren Bewertungen gehandelt werden als vergleichbare globale Wettbewerber. Die Bewertungslücke wird historisch unter anderem auf komplexe Corporate-Governance-Strukturen, niedrige Dividendenrenditen und die Dominanz von Gründerfamilienkonglomeraten, den sogenannten Chaebols, zurückgeführt. Auch Halbleiterführer wie Samsung und SK Hynix blieben davon nicht verschont, trotz ihrer starken Positionen in den globalen Technologielieferketten.

Die südkoreanische Regierung hat 2024 ihr Corporate-Value-up-Programm gestartet, um börsennotierte Unternehmen zu höherem Shareholder Value zu bewegen. Sie fordert Firmen auf, robustere Dividendenpolitiken einzuführen, die Transparenz zu erhöhen und Renditen für Investoren zu priorisieren. Die gegen Samsung und SK Hynix gerichteten Aktionärskampagnen stehen im Einklang mit dieser nationalen Initiative.

Die Nachfrage nach KI-fähigen Speicherprodukten, insbesondere HBM, das zusammen mit GPUs in KI-Trainings- und Inferenzsystemen eingesetzt wird, war ein wesentlicher Gewinntreiber für beide Chiphersteller. SK Hynix hat sich als Hauptlieferant von HBM für große KI-Chiphersteller etabliert, während Samsung daran gearbeitet hat, die eigene HBM-Produktionskapazität auszubauen, um einen größeren Marktanteil zu gewinnen. Die weltweite HBM-Versorgungsbasis bleibt auf drei große Akteure konzentriert – SK Hynix, Samsung und das US-Unternehmen Micron Technology – was die strategische Bedeutung von Kapazitätsinvestitionen weiter erhöht, selbst wenn Anleger größere Barausschüttungen fordern.

Quelle: Economic Times Markets