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Putin unterzeichnet Russlands erstes umfassendes Gesetz für Kryptobörsen

Autor: CoinLineup·

Wichtige Erkenntnisse

  • Das Gesetz wird als Russlands erster umfassender Rahmen für Kryptowährungsbörsen und digitale Vermögenswerte beschrieben.
  • Die Gesetzesvorlage wurde nach der Verabschiedung durch die Staatsduma und der Unterschrift des Präsidenten auf Russlands offiziellem Rechtsinformationsportal veröffentlicht.
  • Wichtige Details bleiben ungeklärt, darunter das Inkrafttreten, die Durchsetzungsmechanismen und die Lizenzanforderungen.
  • Der Rahmen baut auf Russlands früheren Schritten aus dem Jahr 2024 auf, die Krypto-Mining und experimentelle grenzüberschreitende Nutzung digitaler Vermögenswerte legalisierten.
  • Das neue Gesetz bringt Kryptowährungsbörsen unter formelle Regulierung und könnte die Abläufe der Plattformen sowie das Onboarding der Nutzer beeinflussen.
Putin unterzeichnet Russlands erstes umfassendes Gesetz für Kryptobörsen

Der russische Präsident Wladimir Putin hat ein Gesetz unterzeichnet, das als Russlands erstes umfassendes Regelwerk zur Regulierung von Kryptowährungsbörsen beschrieben wird und einen formellen Rechtsrahmen für den Sektor der digitalen Vermögenswerte schafft.

Das Gesetz wurde auf Russlands offiziellem Rechtsinformationsportal als Dokument 0001202608040007 veröffentlicht, dem üblichen Kanal für in Kraft getretene Bundesgesetze. Die Maßnahme schließt einen Gesetzgebungsprozess ab, der begann, nachdem die Staatsduma, das Unterhaus des russischen Parlaments, den Krypto-Gesetzentwurf vor der Unterschrift des Präsidenten verabschiedet hatte.

Eine weitere Bestätigung kam von staatlichen und internationalen Nachrichtenagenturen. Xinhua berichtete, dass Russland einen Rechtsrahmen für digitale Vermögenswerte einführt. Anadolu Agency bezeichnete die Maßnahme ebenfalls als ersten umfassenden Rahmen für Kryptowährungen und digitale Vermögenswerte.

Umfang und Bedeutung

In diesem Zusammenhang bezeichnet ein „umfassendes Gesetz“ ein einzelnes Gesetz, das den Kryptosektor breit abdecken soll, statt eine enge Regelung für eine bestimmte Aktivität. Kryptowährungsbörsen — Plattformen, auf denen Nutzer digitale Vermögenswerte wie Bitcoin gegen andere Token oder gegen traditionelle Währungen kaufen, verkaufen und handeln — werden nun unter einem definierten Rechtsregime und nicht mehr in einer regulatorischen Grauzone operieren.

Auf hoher Ebene kann ein solches Gesetz prägen, wie Börsen arbeiten, welche Compliance-Pflichten sie erfüllen müssen und wie Nutzer auf Dienstleistungen zugreifen. Für alltägliche Inhaber oder Erstkäufer ist vor allem relevant, wie inländische Plattformen ihre Onboarding- und Compliance-Verfahren anpassen, sobald das Gesetz in Kraft tritt.

Die Maßnahme baut auf früheren schrittweisen Schritten Russlands auf. Im Jahr 2024 verabschiedete die Staatsduma Gesetze, die das Mining von Kryptowährungen legalisierten und die experimentelle Nutzung digitaler Vermögenswerte für grenzüberschreitende Zahlungen zuließen. Dies signalisierte eine allmähliche Abkehr von der historisch vorsichtigen Haltung der Bank von Russland, die eine breite inländische Verbreitung von Krypto lange abgelehnt hatte. Das neue Gesetz setzt diese Entwicklung fort, indem es die Börsenebene — den wichtigsten Zugangspunkt für Nutzer — einer formellen Regulierung unterstellt. Weltweit erscheint Russlands Rahmen neben einer Welle umfassender Kryptogesetzgebung in wichtigen Volkswirtschaften, darunter die MiCA-Verordnung der EU zu Märkten für Kryptowerte, die 2024 schrittweise in Kraft trat.

Noch ausstehende Details

Mehrere wesentliche Details des Gesetzes müssen noch anhand des vollständigen Gesetzestextes verifiziert werden. Zu den offenen Fragen gehören:

  • das Inkrafttretensdatum des Gesetzes
  • wie die Durchsetzungsmechanismen funktionieren werden
  • welche Aktivitäten genau unter den Rahmen fallen
  • ob ausländische und inländische Börsen unterschiedlich behandelt werden
  • spezifische Bestimmungen wie Lizenzanforderungen, steuerliche Behandlung und Durchsetzungsmechanismen

Russlands Kryptopolitik hat sich wiederholt mit internationalem Sanktionsdruck überschnitten. Wie der neue Rahmen mit diesem breiteren Umfeld zusammenwirkt, ist aus dem unterzeichneten Text noch nicht klar.

Weitere Bestätigungen werden voraussichtlich aus der offiziellen Veröffentlichung auf dem Rechtsportal, aus Materialien des Kremls zum Register der präsidialen Akte und aus glaubwürdigen Folgeberichten großer Nachrichtenorganisationen kommen. Die Unterzeichnung selbst sollte als gesicherte Tatsache gelten, während die spezifischen regulatorischen Details noch der Verifizierung bedürfen.