NachrichtenMakroDaily-Yonder-Analyse: Ländliche Countys sind stärker evangelikal, aber nicht unbedingt religiöser

Daily-Yonder-Analyse: Ländliche Countys sind stärker evangelikal, aber nicht unbedingt religiöser

Autor: Alternet·

Wichtige Erkenntnisse

  • Das evangelikale Christentum ist in der Mehrheit der ländlichen Countys der USA die vorherrschende christliche Tradition; rund 20 percent der Evangelikalen leben in nichtmetropolitanen Gebieten.
  • Ländliche Countys weisen keine messbar höheren Raten religiöser Zugehörigkeit auf als städtische oder vorstädtische Gebiete; die Unterschiede liegen innerhalb der Fehlermarge.
  • Die größten metropolitanen Countys meldeten mit etwa 50% die höchsten Raten religiöser Zugehörigkeit, leicht über der Rate von 48% in nichtmetropolitanen Countys.
  • Jüngste Behauptungen über ein breites christliches Wiedererstarken im ländlichen Amerika erscheinen übertrieben, da Umfragedaten keinen klaren ländlichen Vorteil bei religiöser Teilnahme zeigen.
  • Der U.S. Religion Census erfasst Gemeinden und Anhänger auf County-Ebene und ist daher nützlich für Vergleiche institutioneller Präsenz, aber nur begrenzt als Maßstab für persönlichen Glauben oder religiöse Bindung.
Daily-Yonder-Analyse: Ländliche Countys sind stärker evangelikal, aber nicht unbedingt religiöser

Eine Analyse des Daily Yonder berichtet, dass in ländlichen Gebieten der Vereinigten Staaten das evangelikale Christentum mit größerer Wahrscheinlichkeit die verbreitetste christliche Tradition ist. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass Bewohner ländlicher Regionen religiöser sind als Menschen in Städten oder Vororten.

Der Befund verkompliziert eine vertraute politische und kulturelle Behauptung über Religiosität im ländlichen Amerika, wo Darstellungen am Straßenrand wie große Kreuze im amerikanischen Süden und in anderen ländlichen Gegenden oft als Zeichen stärkerer religiöser Bindung gewertet werden. Die Unterscheidung ist wichtig, weil die verbreitetste christliche Tradition in einem County und der Anteil der Einwohner, die am religiösen Leben teilnehmen, verwandte, aber getrennte Messgrößen sind. Ein Ort kann eine stärker evangelikal geprägte religiöse Landschaft haben, ohne eine höhere allgemeine religiöse Zugehörigkeit aufzuweisen als große Metropolregionen.

Der Artikel weist außerdem darauf hin, dass Unterstützer von Präsident Donald Trump die religiöse Identität ländlicher Gebiete häufig mit urbanen Räumen kontrastiert haben, die sie als “3rd world country” oder “hellhole” cities bezeichnen, unter anderem in Social-Media-Beiträgen wie https://x.com/iAnonPatriot/status/2079633804273074615.

Trump hat Städte zudem kritisiert, indem er Behauptungen über “soaring” housing costs, “diseases … spreading like wildfire,” und Aussagen anführte, wonach “police can’t handle the surge in crime”, nachdem sie mit Migranten “flooded … with migrants ....” worden seien.

Gleichzeitig haben einige MAGA-nahe Kommentatoren behauptet, das Christentum erlebe unter der Gen Z einen Aufschwung, einschließlich der Aussage, junge Menschen besuchten in großer Zahl evangelikale Kirchen. Der Bericht des Daily Yonder sagt jedoch, jüngste Behauptungen über einen breiten “surge” schienen übertrieben zu sein, und Umfragedaten zeigten keinen klaren Vorteil ländlicher Gebiete gegenüber urbanen Regionen bei der religiösen Zugehörigkeit.

“In the majority of nonmetropolitan, or rural, counties, the most popular Christian tradition is evangelicalism, according to an analysis of data from the U.S. Religion Census, a county-level, once-per-decade dataset that reports the number of congregations and adherents in American faith groups. But that doesn’t necessarily mean that rural people are more religious than their urban and suburban counterparts,” berichtete der Daily Yonder.

Der Analyse zufolge stellen Evangelikale in nichtmetropolitanen Countys einen überproportionalen Bevölkerungsanteil. Rund 20 percent der Evangelikalen leben in ländlichen Countys. Sarah Alexander Melotte, die im Bericht zitierte Autorin des Daily Yonder, sagte, dieses Muster bedeute nicht, dass die religiöse Intensität in ländlichen Gemeinden höher sei.

“You might think that means nonmetropolitan residents are more religious, but that’s actually not the case,” sagte Melotte. Sie erklärte, dass die Analyse “religiosity” als den Anteil der Bevölkerung misst, der regelmäßig religiöse Gottesdienste besucht. Der U.S. Religion Census fungiert als Zählung von Gemeinden und Anhängern, nicht als individuelle Befragung zu Glauben, Begeisterung oder selbst beschriebener Bindung. Damit ist er nützlich für Vergleiche religiöser Zugehörigkeit und institutioneller Präsenz, aber nur begrenzt als Maß persönlicher Glaubensüberzeugung.

“The nation’s largest cities actually had the highest religious adherence rates, making up just about half of the population in metropolitan counties with populations greater than one million residents,” schrieb Melotte. “The overall religious adherence rate in nonmetropolitan counties was 48 percent, meanwhile.”

Melotte sagte, die Unterschiede seien gering und lägen innerhalb der Fehlermarge, sodass es wenig Grundlage für die Schlussfolgerung gebe, ländliche Amerikaner seien zwangsläufig religiöser als Bewohner von Städten oder Vororten. Die Daten deuten stattdessen darauf hin, dass ländliche Countys eher evangelikal geprägt sind, nicht aber insgesamt eindeutig religiöser.