NachrichtenAktienRigetti Computing (RGTI)-Aktie fällt nach Quartalszahlen trotz Umsatzüberraschung um 4%

Rigetti Computing (RGTI)-Aktie fällt nach Quartalszahlen trotz Umsatzüberraschung um 4%

Autor: Coincentral·

Wichtige Erkenntnisse

  • Rigetti übertraf im zweiten Quartal mit 5,14 Millionen US-Dollar den Analystenkonsens und erzielte deutlich mehr Umsatz als im Vorjahresquartal, vor allem durch Verkäufe von On-Premise-Quantensystemen.
  • Der operative Verlust weitete sich auf 28,1 Millionen US-Dollar aus, und das bereinigte EPS von minus 0,05 US-Dollar verfehlte die Konsensschätzung von minus 0,03 US-Dollar.
  • Das Unternehmen beendete das Quartal schuldenfrei und verfügte zum 30. Juni über 541,3 Millionen US-Dollar in Barmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und zur Veräußerung verfügbaren Investitionen.
  • Eine geplante Bundesfinanzierungsvereinbarung über 100 Millionen US-Dollar mit dem U.S. Commerce Department ist weiterhin nicht abgeschlossen.
  • Analysten erwarten für das kommende Quartal 3,92 Millionen US-Dollar Umsatz und für das Gesamtjahr einen Verlust von 0,18 US-Dollar je Aktie bei 25,33 Millionen US-Dollar Umsatz.
Rigetti Computing (RGTI)-Aktie fällt nach Quartalszahlen trotz Umsatzüberraschung um 4%

Rigetti Computing (RGTI) meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 5,14 Millionen US-Dollar und lag damit leicht über den Analystenschätzungen von 5,09 Millionen US-Dollar. Gegenüber den 1,8 Millionen US-Dollar im selben Quartal des Vorjahres ist das ein deutlicher Anstieg. Trotz der positiven Umsatzentwicklung fiel die RGTI-Aktie am Donnerstag im nachbörslichen Handel um 4,4%.

Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 24,2% verloren und damit den S&P 500 unterboten, der im selben Zeitraum um 12,8% zugelegt hat.

https://x.com/earnings_guy/status/2085457211824697801

Umsatzwachstum durch Verkäufe von Quantensystemen getrieben

Der Umsatzüberraschung lag vor allem ein beschleunigter Verkauf von Quantensystemen zugrunde. Die On-Premise-Quantensysteme von Rigetti, die jeweils Millionen von US-Dollar kosten können, sind zu einem wichtigen Umsatztreiber geworden. Quantencomputer-Hardware ist weiterhin ein noch junger kommerzieller Markt, in dem einzelne Systeminstallationen bei Forschungseinrichtungen und staatlich unterstützten Supercomputing-Zentren einen wichtigen Umsatzbeitrag leisten, statt von einem hohen Produktvolumen zu profitieren.

Das Unternehmen erklärte, es erfülle derzeit Bestellungen für Systeme auf Basis seines Novera-Prozessors, darunter einen bedeutenden Auftrag für ein Forschungszentrum in Indien. Rigetti plant außerdem die Lieferung eines Quantencomputers an das Pittsburgh Supercomputing Center im Rahmen eines Grants der National Science Foundation und baut damit auf einer bestehenden Partnerschaft mit Hewlett Packard Enterprise auf.

Verluste weiten sich weiter aus

Trotz des Umsatzwachstums verschlechterten sich die Verluste. Rigetti meldete für das zweite Quartal einen operativen Verlust von 28,1 Millionen US-Dollar, nach 20,4 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die steigenden Verluste spiegeln die hohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie Infrastruktur wider, die für Entwickler von Quantenhardware typisch sind, die weiterhin an fehlertoleranter Berechnung im großen Maßstab arbeiten.

Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei einem Verlust von 0,05 US-Dollar und entsprach damit dem Vorjahreswert, verfehlte jedoch die Zacks-Konsensschätzung von einem Verlust von 0,03 US-Dollar — ein negativer Ergebnisüberraschungseffekt von 66,67%.

Positiv ist, dass Rigetti das Quartal schuldenfrei beendete und zum 30. Juni über 541,3 Millionen US-Dollar an Barmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und zur Veräußerung verfügbaren Investitionen verfügte.

Zum Branchenvergleich: IonQ meldete für das jüngste Quartal einen Umsatz von 80,1 Millionen US-Dollar — etwa 15-mal so viel wie Rigettis Q2-Umsatz. Im nachbörslichen Handel verlor D-Wave Quantum 0,1%, während IonQ um 0,9% nachgab.

Bundesfinanzierungsvereinbarung weiterhin offen

Eine wichtige noch ausstehende Entwicklung ist eine im Mai angekündigte Absichtserklärung mit dem U.S. Commerce Department. Nach den vorgesehenen Bedingungen würde Rigetti 100 Millionen US-Dollar an Bundesmitteln im Austausch gegen eine Beteiligung erhalten. Das Unternehmen bestätigte am Donnerstag, dass die Vereinbarung bislang noch nicht abgeschlossen wurde.

Rigetti nutzt eine supraleitende Quantenarchitektur und verfolgt einen Chiplet-Ansatz, der nach Unternehmensangaben den Bau größerer Systeme erleichtern soll, ohne die Fehlerraten zu erhöhen.

Anfang dieses Jahres verzögerte Rigetti die Einführung seines Cepheus-1-108Q-Systems, während das Unternehmen daran arbeitete, bestimmte technische Meilensteine zu erreichen.

Mit Blick nach vorn liegt die aktuelle Konsensschätzung für das Ergebnis je Aktie im kommenden Quartal bei einem Verlust von 0,05 US-Dollar bei einem Umsatz von 3,92 Millionen US-Dollar. Für das gesamte Geschäftsjahr erwarten Analysten einen Verlust von 0,18 US-Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 25,33 Millionen US-Dollar.

Zacks bewertet RGTI derzeit mit Hold (Rank 3), was darauf hindeutet, dass die Aktie kurzfristig voraussichtlich in etwa im Einklang mit dem Markt performen wird.