Revolut Bank erhält volle Banklizenz in Frankreich
Wichtige Erkenntnisse
- •Revolut Bank S.A. erhielt eine vollständige, von der EZB beaufsichtigte Banklizenz in Frankreich, deren endgültige Genehmigung am 10. August 2026 durch den EZB-Rat erteilt wurde.
- •Revolut betreut rund 30 Millionen Kunden in Westeuropa und liegt damit in der Kundengröße deutlich vor Wettbewerbern wie Deutschlands N26 und den niederländischen Bunq.
- •Das Unternehmen plant, über 1 Milliarde € in Westeuropa zu investieren, mehr als 600 neue Arbeitsplätze zu schaffen und bis 2027 einen regionalen Hauptsitz in Paris zu errichten.
- •RBSA wird zunächst Kunden in Frankreich betreuen, bevor das Unternehmen nach Deutschland, Irland, Italien, Portugal und Spanien expandiert, während die litauische Gesellschaft unter einem Dual-Hub-Modell weiterhin den restlichen EWR abdeckt.
- •Revolut, gegründet 2015, hält nun Banklizenzen in Europa und den Vereinigten Staaten und ist in 40 Märkten weltweit tätig.

Revolut Bank S.A. (RBSA) wurde eine volle Banklizenz in Frankreich erteilt, wie das Unternehmen am Montag mitteilte – ein bedeutender Meilenstein in der europäischen Expansionsstrategie des Fintech-Giganten.
Die Lizenz wurde nach einem gemeinsamen Prüfverfahren durch die Autorité de Contrôle Prudentiel et de Résolution (ACPR), die französische Bankenaufsicht, und die Europäische Zentralbank (EZB) vergeben. Die endgültige Genehmigung erfolgte durch den EZB-Rat am 10. August 2026. Die Genehmigung gewährt Revolut eine vollständige, von der EZB beaufsichtigte Banklizenz – eine umfassendere Berechtigung als die E-Geld- oder Spezialbanklizenzen, unter denen viele europäische digitale Herausforderer noch immer operieren.
Revolut betreut derzeit rund 30 Millionen Kunden in Westeuropa, von denen fast 8 Millionen allein im Jahr 2025 hinzukamen. Die neue französische Lizenz festigt die Position des Unternehmens als einer der größten Einzelhandelsbankanbieter der Region und bringt es in der Kundengröße deutlich vor Wettbewerbern wie Deutschlands N26 und den niederländischen Bunq. Um sein anhaltendes Wachstum zu unterstützen, plant Revolut, mehr als 1 Milliarde € in Westeuropa zu investieren und über 600 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Das Unternehmen beabsichtigt zudem, 2027 einen neuen regionalen Hauptsitz in Paris zu eröffnen – einer Stadt, die in den Jahren nach dem Brexit aktiv Finanzdienstleistungsunternehmen angelockt hat.
Unter der neuen Lizenz wird RBSA zunächst Kunden in Frankreich betreuen, bevor das Unternehmen seine Aktivitäten auf weitere Märkte ausweitet, darunter Deutschland, Irland, Italien, Portugal und Spanien. Die bestehende litauische Gesellschaft von Revolut, Revolut Bank UAB, wird weiterhin die Operationen im übrigen Europäischen Wirtschaftsraum unterstützen. Litauen dient Revolut seit 2018 als primäre EU-Bankbasis, nachdem das Unternehmen dort eine Spezialbanklizenz erhalten hatte – ein Weg, den zahlreiche Fintechs wählten, um nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU den weiterhin Zugang zu den EU-Märkten zu sichern. Sowohl die französische als auch die litauische Gesellschaft werden unter der Aufsicht der EZB operieren und bilden, so Revolut, ein „Dual-Hub"-Modell, das groß angelegtes Wachstum auf dem gesamten Kontinent unterstützen soll.
Nik Storonsky, Gründer und CEO von Revolut, erklärte, dass die Lizenz dem Unternehmen „das Fundament für die nächste Generation des Bankwesens" für seine Millionen von Kunden in Westeuropa biete. Er betonte, dass die etablierte Finanzbranche und die regulatorischen Rahmenbedingungen Frankreichs eine ideale Basis für die künftige Expansion des Unternehmens darstellten.
Revolut, gegründet im Jahr 2015, hat sich von einer digitalen Devisen- und Zahlungs-App zu einem der weltweit bekanntesten Fintech-Unternehmen entwickelt. Mit nunmehr gehaltenen Banklizenzen in Europa und den Vereinigten Staaten operiert das Unternehmen derzeit in 40 Märkten weltweit und erweitert kontinuierlich seinen globalen Fußabdruck im Bereich Einzelhandelsbanking, Zahlungen, Kryptowährungen und Vermögensverwaltung.