NachrichtenKryptoDatenleck bei Revolut legt Bitcoin-Datensätze offen, während Angreifer Zahlung fordern

Datenleck bei Revolut legt Bitcoin-Datensätze offen, während Angreifer Zahlung fordern

Autor: Crypto Ninjas·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Angreifer sind von der Forderung nach Revolut-Kundeninformationen zur Veröffentlichung dieser Daten übergegangen und drohen mit weiteren Veröffentlichungen, falls das Unternehmen nicht zahlt.
  • Zu den möglicherweise offengelegten Dateien gehören Bitcoin-Transaktionsdaten, IBANs, Kontoauszüge, Abhebungsdaten, Identitätsdokumente, Adressen, Telefonnummern und Geburtsdaten.
  • Revolut erklärte, dass seine zentralen Systeme nicht kompromittiert worden seien und die betrügerischen Anfragen über eine gefälschte legitime E-Mail-Domain einer staatlichen Behörde versendet wurden.
  • Es wurde nicht berichtet, dass Kundengelder oder Private Keys gestohlen wurden. Die Verknüpfung von Identitäten mit Bitcoin-Aktivitäten könnte jedoch gezielte Phishing- oder Social-Engineering-Angriffe ermöglichen.
  • Revolut erklärte, die betreffende E-Mail-Adresse blockiert und staatliche Behörden, Strafverfolgungsbehörden, Datenschutzstellen sowie Finanzaufsichtsbehörden informiert zu haben.
Datenleck bei Revolut legt Bitcoin-Datensätze offen, während Angreifer Zahlung fordern

Berichten zufolge haben Hacker begonnen, persönliche Informationen von Revolut-Kunden zu veröffentlichen, und fordern eine Zahlung, um weitere Veröffentlichungen zu verhindern. Das Material kann Identitätsdokumente, Verifizierungs-Selfies, Kontoauszüge und Bitcoin-Transaktionsdaten enthalten.

Revolut erklärte, dass keine einzelnen Kundenkonten kompromittiert worden seien und dass seine Systeme sowie Kundengelder unbeeinträchtigt blieben. Das Unternehmen teilte mit, dass die Zahl der betroffenen Kunden gering sei und dass es diese Personen direkt kontaktiert habe, nannte jedoch keine genaue Zahl.

Angreifer beginnen mit der Veröffentlichung von Revolut-Kundendaten

Die Angreifer sind Berichten zufolge dazu übergegangen, nicht mehr nur nach Kundeninformationen zu suchen, sondern Daten von Revolut-Nutzern online zu veröffentlichen. International Cyber Digest erklärte, die Gruppe drohe mit der Veröffentlichung zusätzlicher Nachrichten, Kundendateien und interner Informationen, falls Revolut nicht zahle.

‼️ BREAKING: The threat actors who targeted Revolut with information-demand emails are now posting sensitive customer data, including that of high-profile clients such as tennis player Shevchenko and Römer, CEO of Gamdom/Skinscom. They want Revolut to pay up. They say they’ll… pic.twitter.com/obuVOOABx7 — International Cyber Digest (@IntCyberDigest) September 13, 2026

Das berichtete Material umfasst Identitätsdokumente und Verifizierungs-Selfies einiger prominenter Kunden. Die Angreifer werfen Revolut außerdem einen mangelhaften Umgang mit privaten Informationen vor und behaupten, sensible Daten seien in eine Gerichtsbarkeit außerhalb des Geltungsbereichs der britischen und europäischen Datenschutzvorschriften übertragen worden.

Revolut zufolge resultierte der Vorfall nicht aus einer direkten Kompromittierung der zentralen Systeme. Stattdessen soll eine unbefugte Partei eine legitime E-Mail-Domain einer staatlichen Behörde genutzt haben, um betrügerische Anfragen nach Kundeninformationen zu versenden. Revolut bezeichnete den Vorfall als sorgfältig geplanten externen Spoofing-Angriff.

Bitcoin-Transaktionshistorien unter den offengelegten Daten

Für Krypto-Nutzer ist die Berichten zufolge offengelegte Transaktionsinformation ein zentrales Problem. Die betroffenen Dateien können Bitcoin-Transaktionsdaten, Kontoauszüge, International Bank Account Numbers (IBANs), Abhebungsdaten und vollständige Zahlungshistorien enthalten.

Zu den möglicherweise offengelegten Informationen gehören außerdem Telefonnummern, Identitätsdokumente, Adressen, Namen und Geburtsdaten. Die Kombination aus Identitätsinformationen und Bitcoin-Transaktionshistorien stellt eine andere Art von Risiko dar als ein herkömmlicher Hack einer Kryptobörse.

Es wurde nicht berichtet, dass Kundengelder oder Private Keys gestohlen wurden. Die Verknüpfung der Identität einer Person mit ihren Bitcoin-Transaktionen könnte jedoch Finanzinformationen offenlegen und möglicherweise gezielte Phishing- oder Social-Engineering-Angriffe erleichtern.

Revolut: Kundengelder bleiben sicher

Revolut erklärte, das Unternehmen habe die betrügerischen Anfragen erkannt und die zugehörige E-Mail-Adresse blockiert. Zudem habe es die zuständige staatliche Behörde, Strafverfolgungsbehörden, Datenschutzbehörden und Finanzaufsichtsbehörden informiert.

Der Vorfall ereignet sich, während Revolut seine Kryptowährungs- und Digital-Asset-Dienstleistungen weiter ausbaut. Er unterstreicht die Bedeutung des Schutzes von Kundenidentitäten und transaktionsbezogenen Informationen, insbesondere wenn persönliche Daten direkt mit Kryptoaktivitäten verknüpft werden können.

Berichten zufolge bereiten die Angreifer weitere Veröffentlichungen von Kundendaten vor. Für Revolut-Nutzer, die BTC halten oder handeln, besteht das unmittelbare Problem laut dem Bericht daher nicht im Verlust von Vermögenswerten auf der Plattform, sondern im möglichen Missbrauch persönlicher Informationen, die mit ihren Kryptowährungsaktivitäten verbunden sind.

Originalquelle: CryptoNinjas