Ehemalige NASA-Astronauten starten „Vote for Freedom“-Kampagne für junge Wähler
Wichtige Erkenntnisse
- •Astronauts for America startete seine Kampagne „Vote for Freedom“ am 20. Juli, dem Jahrestag der Apollo-11-Mondlandung.
- •Die Kampagne konzentriert sich darauf, junge Wähler zu mobilisieren, insbesondere durch Besuche an etwa 60 Hochschulcampus in Swing States.
- •Die Organisatoren beschreiben die Initiative als überparteilich und auf zivilgesellschaftliche Beteiligung ausgerichtet, nicht als Unterstützung für eine der beiden großen Parteien.
- •Charles Bolden verband die Kampagne mit Sorgen über demokratische Normen unter Präsident Donald Trump.
- •Die Gruppe plant außerdem, Kongresskandidaten anhand ihres Bekenntnisses zur Verfassung zu bewerten.

Mehr als 100 ehemalige NASA-Astronauten haben eine Wahlkampagne gestartet, die sich an junge Wähler richtet. Sie warnen, dass sie die amerikanische Demokratie bedroht sehen, und rufen zur Teilnahme an der Wahl im November auf.
Die Gruppe mit dem Namen Astronauts for America begann ihre Kampagne „Vote for Freedom“ am 20. Juli, dem Jahrestag der Apollo-11-Mondlandung. Ihre Botschaft konzentriert sich auf die Einschätzung, dass das Land vor einer direkten Herausforderung seiner demokratischen Institutionen steht und dass Wähler, insbesondere jüngere Amerikaner, an die Urnen gehen sollten.
Charles Bolden, der unter Präsident Barack Obama NASA-Administrator war und vier Space-Shuttle-Missionen flog, verband die Initiative mit dem, was er als Präsident Donald Trumps „Angriff auf demokratische Normen“ bezeichnete.
„We may not make it if we don’t do something now,“ sagte Bolden. Er warnte außerdem, dem Land könne die Zeit ausgehen, politisch zu reagieren. „We may not have another presidential term to try to make a difference,“ sagte er.
Die Astronauten stellen ihre Kampagne in den Zusammenhang der Perspektive, die sie durch den Blick auf die Vereinigten Staaten und die Erde aus der Umlaufbahn gewonnen haben. Astronautin Cady Coleman, die sechs Monate an Bord der Internationalen Raumstation verbrachte, sagte, diese Erfahrung habe die politischen und geografischen Trennlinien aufgehoben, die am Boden häufig betont werden.
„During my spaceflights, I literally didn’t know and never asked about their politics,“ sagte Coleman. „But now we’re all together, and what we’re fighting for is something that’s common to all of us—we’re fighting for our country, for our democracy.“
Die Kampagne plant Besuche an etwa 60 Hochschulcampus in Swing States, mit dem Ziel, junge Menschen zum Wählen zu ermutigen. Diese Bundesstaaten können bei Präsidentschaftswahlen besonders großes Gewicht haben, weil das Electoral College und nicht die landesweite Stimmenmehrheit den Sieger bestimmt.
Die Organisatoren stellen die Initiative nicht als mit der Demokratischen Partei oder der Republikanischen Partei verbunden dar, sondern als zivilgesellschaftliche Kampagne, die auf Wahlen und demokratische Beteiligung ausgerichtet ist.
Linda Godwin, eine weitere erfahrene Astronautin, beschrieb die Sicht der Gruppe auf die Initiative in missionsbezogenen Worten. „Right now, we think our country is the mission,“ sagte sie.
Die Gruppe plant außerdem, Kongresskandidaten nach ihrem Bekenntnis zur Verfassung zu bewerten, wie aus den erklärten Plänen der Kampagne hervorgeht.
Ellen Ochoa, die erste Latina im All, betonte das Wählen als grundlegende Voraussetzung demokratischer Regierungsführung. „A democracy depends on people actually participating. Voting is the single most important thing you can do,“ sagte sie.
Die Astronauten haben die Kampagne mit einem Satz zusammengefasst, der an Neil Armstrongs Aussage zu Apollo 11 erinnert: „Going to the polls is one small step for you, and one giant leap for our country.“
100 Tage vor der Wahl präsentiert die Gruppe ihre Kampagne als dringenden Aufruf zu zivilgesellschaftlicher Beteiligung und zur Verteidigung demokratischer Normen.