NachrichtenMakroNigeria beginnt im Oktober mit dem 90.000-km-Faser-Ausbau von Project Bridge

Nigeria beginnt im Oktober mit dem 90.000-km-Faser-Ausbau von Project Bridge

Autor: TechNext24·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Umsetzung von Project Bridge soll laut Kommunikationsminister im Oktober beginnen.
  • Das 90.000 Kilometer lange Glasfaserprojekt hat mehr als 900 Millionen US-Dollar an Finanzierungszusagen von Entwicklungspartnern erhalten.
  • Für den vollständigen Ausbau rechnet die Bundesregierung mit Kosten von 2 Milliarden US-Dollar, von denen knapp die Hälfte bereits gesichert ist.
  • Das Netz soll den Breitbandzugang für Millionen Nigerianer, insbesondere in ländlichen Gebieten, verbessern.
  • Nach Angaben der Regierung könnte das fertige System zu den zweit- oder drittlängsten Glasfasernetzen Afrikas gehören und bis nach Burkina Faso erweitert werden.
Nigeria beginnt im Oktober mit dem 90.000-km-Faser-Ausbau von Project Bridge

Die Bundesregierung Nigerias hat angekündigt, dass die Umsetzung von Project Bridge, ihres landesweiten 90.000 Kilometer langen Glasfasernetzes, im Oktober beginnen wird. Damit gibt es nun einen klaren Zeitplan für den lang erwarteten Ausbau des Infrastrukturprojekts.

Minister für Kommunikation, Innovation und digitale Wirtschaft Bosun Tijani nannte den Zeitplan am Donnerstag in Abuja auf dem National Innovation Hub Standards Framework Workshop, einer Veranstaltung zur Ausarbeitung von Plänen für große Innovationsprojekte im ganzen Land. Er sagte, die für den Start von Project Bridge erforderliche Finanzierung sei gesichert.

"President Bola Tinubu approved that we must deepen connectivity and we're investing in 90,000 kilometres of fibre optic network," sagte der Minister.

Das Projekt soll dazu beitragen, Nigeria auf den Weg zu einer Wirtschaft von 1 Billion US-Dollar bis 2030 zu bringen, getragen von der digitalen Wirtschaft. Es soll Millionen von Nigerianern, insbesondere in ländlichen Gemeinden, verbinden und die Breitbandversorgung angesichts der wachsenden Nachfrage nach Hochgeschwindigkeitsinternet ausbauen. Praktisch bedeutet ein Glasfaser-Backbone dieser Größenordnung, dass Netzbetreiber und Dienstanbieter mehr Kapazität erhalten, um schnellere und zuverlässigere Verbindungen bereitzustellen, insbesondere jenseits der großen Städte, in denen der Zugang weiterhin ungleich verteilt ist.

Fast zwei Jahre nach der ersten Ankündigung des 90.000-km-Glasfaserprojekts hat die Initiative mehr als 900 Millionen US-Dollar an Finanzierungszusagen von internationalen Entwicklungspartnern erhalten, darunter die World Bank Group, die African Development Bank und die European Bank for Reconstruction and Development (EBRD). Für die vollständige Umsetzung von Project Bridge wird die Bundesregierung voraussichtlich 2 Milliarden US-Dollar ausgeben; knapp die Hälfte davon ist bislang gesichert.

Nach Abschluss werde das Netz nach Angaben Tijanis zu den längsten Glasfasersystemen auf dem afrikanischen Kontinent zählen und in der Größenordnung der Infrastruktur in Egypt und South Africa liegen.

"By the time we are done, it's going to be either the third or second longest fibre optic network on the African continent, somewhere between what we have in South Africa and Egypt. And this is a project that is starting implementation in October. We have raised the funding for it," fügte er hinzu.

Der Minister betonte, dass der Ausbau des Glasfasernetzes Teil einer breiteren Strategie sei, die grundlegende Infrastruktur für Nigerias digitale Wirtschaft aufzubauen, zu einer Zeit, in der Technologie für die Produktivität in Branchen von der Landwirtschaft über das Gesundheitswesen bis hin zur Bildung entscheidend ist. Das Backbone soll auch auf Burkina Faso ausgedehnt werden.

Die Ankündigung reiht Project Bridge unter Initiativen ein, die vor Ende 2026 umgesetzt werden sollen, insbesondere bis Oktober.

Bereits vor einigen Wochen hatte die Bundesregierung erklärt, dass die Umsetzung des digitalen Postleitzahlenprojekts, einer Initiative, die jedem nigerianischen Gebäude einen eindeutigen alphanumerischen Code zuweist, am 1. Oktober in den 774 Local Government Areas des Landes beginnen werde. Das Projekt soll den Nigerianern helfen, Orte in Städten, Gemeinden und ländlichen Gebieten präzise zu identifizieren, und zudem verbessern, wie Waren, Dienstleistungen und digitale Plattformen Menschen im ganzen Land erreichen.

Ein weiteres Vorhaben ist die Errichtung von 3.700 Telekommunikationstürmen in ländlichen Gebieten. Wie Project Bridge zielt die Initiative darauf ab, unterversorgte Nigerianer ohne Netzabdeckung anzubinden. Sie soll 20 Millionen Menschen in diesen Gemeinden online bringen und zugleich den Erwerb von Smartphones sowie die Internetdurchdringung erhöhen.

Zusammen sollen die Projekte Nigerias Wirtschaft digital voranbringen und eine Phase verbesserter Infrastruktur für die nächste Stufe des technologischen Fortschritts einleiten.