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Progressive Gruppen nehmen Gillibrand wegen Ethikbestimmungen im CLARITY Act ins Visier

Autor: Cryptonews AU·

Wichtige Erkenntnisse

  • Progressive Organisationen nehmen Sen. Kirsten Gillibrand ins Visier, während sie an der Aushandlung von Ethikformulierungen im CLARITY Act beteiligt ist.
  • Der CLARITY Act würde bundesweite Regeln für Märkte digitaler Vermögenswerte schaffen und benötigt 60 Stimmen, um den Senat zu passieren.
  • Sens. Ruben Gallego und Angela Alsobrooks unterstützten den Gesetzentwurf im Ausschuss, doch die Senatsführung benötigt weiterhin weitere demokratische Stimmen.
  • Überparteiliche Verhandlungen über ungelöste Ethikbestimmungen zu Amtsträgern und deren Familien laufen weiter.
  • Der Senat dürfte sich vor der Augustpause mit dem CLARITY Act befassen.
Progressive Gruppen nehmen Gillibrand wegen Ethikbestimmungen im CLARITY Act ins Visier

Drei progressive Organisationen, Indivisible, Demand Progress und das Revolving Door Project, haben am Dienstagabend ein Schreiben an jedes Büro der Demokraten im Senat geschickt, in dem sie Sen. Kirsten Gillibrand wegen der Verbindungen ihres Sohnes zur Kryptoindustrie kritisieren. Die Kampagne erhöht den Druck auf Gillibrands Bemühungen, einen Kompromiss zu ungelösten Ethikbestimmungen im CLARITY Act auszuhandeln, einem wichtigen US-Gesetzentwurf zur Marktstruktur für Kryptowährungen.

Der Schritt zeigt außerdem, dass Demokraten im Senat, die das Gesetz unterstützen, einem organisierten politischen Vorstoß progressiver Gruppen gegenüberstehen und nicht nur einer Meinungsverschiedenheit über politische Detailfragen. Der Streit über Ethikregeln ist besonders sensibel, weil der Gesetzentwurf bundesweite Regeln für Märkte digitaler Vermögenswerte schaffen würde, während Gesetzgeber zugleich darüber beraten, wie Interessenkonflikte von Amtsträgern, Ehepartnern und nahen Familienangehörigen begrenzt werden können.

LATEST: Sen. Gillbrand is facing tremendous blacklash from progressives over CLARITY Act ethics rules, per Axios. Progressive groups including Indivisible and Demand Progress have launched a blistering campaign against Sen. Gillibrand, claiming her family’s crypto ties expose… pic.twitter.com/Ad9rZw9pCF — Coin Bureau (@coinbureau) July 22, 2026

LATEST: Sen. Gillbrand is facing tremendous blacklash from progressives over CLARITY Act ethics rules, per Axios. Progressive groups including Indivisible and Demand Progress have launched a blistering campaign against Sen. Gillibrand, claiming her family’s crypto ties expose… pic.twitter.com/Ad9rZw9pCF

In dem Schreiben stellten die Gruppen Gillibrand, die dem Democratic Senatorial Campaign Committee vorsitzt, als anfällig für dieselbe Art von Kritik dar, die Demokraten gegen die Kryptoaktivitäten von Präsident Donald Trump gerichtet haben. Sie argumentierten, dass demokratische Angriffe auf Trumps Kryptoerträge an Schlagkraft verlieren, wenn eine der führenden Verhandlungsführerinnen der Partei bei der Gesetzgebung zu digitalen Vermögenswerten enge familiäre Verbindungen zur Branche hat.

Gillibrand hat wiederholt erklärt, gewählte Amtsträger und deren Ehepartner sollten es vermeiden, digitale Vermögenswerte auszugeben oder zu unterstützen.

CLARITY Act steht vor 60-Stimmen-Hürde

Der CLARITY Act ist der umfassendste in den Vereinigten Staaten vorgeschlagene Gesetzentwurf zur Marktstruktur für Kryptowährungen. Der Gesetzestext ist über den Kongress unter verfügbar. Marktstrukturgesetze sollen klären, wie digitale Vermögenswerte reguliert werden, einschließlich der Rollen der Bundesbehörden, die Wertpapiere, Rohstoffe und Handelsplätze beaufsichtigen. Um den Senat zu passieren, würde das Gesetz 60 Stimmen benötigen. Das bedeutet, dass die Republikaner mehrere demokratische Unterstützer zusätzlich zu jenen brauchen, die es bereits in der Ausschussberatung befürwortet haben.

Sens. Ruben Gallego und Angela Alsobrooks stimmten während der Prüfung im Senate Banking Committee für den Gesetzentwurf, sodass die Senatsführung weiter nach zusätzlichen demokratischen Stimmen sucht.

Überparteiliche Gespräche über die Ethikformulierung laufen auf mehreren Ebenen weiter. Sens. Bernie Moreno und Cynthia Lummis arbeiten mit dem Weißen Haus an einer Kompromissformulierung, während Sen. Thom Tillis separate überparteiliche Verhandlungen führt. Ein Entwurf wurde noch nicht veröffentlicht, Berichte deuten jedoch darauf hin, dass die Gespräche vorankommen. Der zentrale Streitpunkt bleibt, wie Ethikregeln auf Amtsträger und deren Familien angewendet werden sollten.

Fairshake, das führende Super-PAC der Kryptoindustrie, gehört ebenfalls zum breiteren politischen Hintergrund. Die Gruppe verfügt über rund $125 million an verfügbaren Mitteln, was die Bedeutung im Vorfeld der Zwischenwahlen 2026 erhöht. Diese Dynamik gibt beiden Parteien Anreize, eine Einigung zu erzielen, während progressive Organisationen weiterhin vor Ethikbestimmungen warnen, die sie als zu schwach ansehen.

GENIUS-Act-Debatte dient als aktueller Vergleich

Der aktuelle Streit ähnelt der Debatte des vergangenen Jahres über den GENIUS Act, als sich Demokraten im Senat über Kryptoregulierung und Trumps finanzielle Verbindungen zur Branche uneinig waren. Dieses Gesetz erhielt nach längeren Verhandlungen letztlich die Unterstützung von 18 Demokraten im Senat.

Der CLARITY Act steht nun vor ähnlichem innerparteilichem Druck bei den Demokraten, vertrauter Lobbyarbeit und einem erneut engen Gesetzgebungszeitplan. Gillibrand steht erneut im Zentrum der Verhandlungen, und ihre Fähigkeit, Demokraten hinter einem Ethikkompromiss zu vereinen, könnte beeinflussen, ob der Gesetzentwurf vorankommt.

Der Senat dürfte sich vor der Augustpause mit dem Gesetz befassen. Bis die Verhandlungsführer die endgültige Ethikformulierung veröffentlichen, bleibt der Konflikt stärker auf politische Positionierung als auf den Text eines abgeschlossenen Kompromisses ausgerichtet.