PowerCell sichert sich Auftrag über 21 Mio. SEK für Brennstoff-zu-Strom-System vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt
Wichtige Erkenntnisse
- •PowerCell erhielt einen Auftrag über 21 Mio. SEK (2,2 Mio. USD) vom DLR für ein methanolbasiertes Brennstoff-zu-Strom-System für maritime Testanlagen in Kiel, Deutschland.
- •Das System nutzt die M2Power-Plattform von PowerCell, um Methanol in Wasserstoff zu reformieren und ermöglicht so emissionsfreie Stromerzeugung für marine Anwendungen.
- •Die Lieferung ist für das vierte Quartal 2026 geplant, mit einer Inbetriebnahme in der ersten Hälfte von 2027.
- •Das DLR plant, das System zur Simulation von Betriebsprofilen verschiedener Schiffstypen einzusetzen – vom stationären Betrieb bis zu dynamischen Lastzyklen.
- •Der Auftrag ist Teil des deutschen zero4cruise-Projekts, einer nationalen Initiative zur Entwicklung emissionsfreier Maritimtechnologien im Rahmen der breiteren EU-Dekarbonisierungsbemühungen.

Der schwedische Brennstoffzellen-Entwickler PowerCell hat einen Auftrag im Wert von 21 Mio. SEK (2,2 Mio. USD) vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) für ein integriertes Brennstoff-zu-Strom-System erhalten, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung am Dienstag mitteilte.
Das System wird in den maritimen Testanlagen des DLR in Kiel installiert.
Im Rahmen der Vereinbarung liefert PowerCell zwei Marine System 225 Brennstoffzellensysteme, zwei Methanol-Reformer, Wasserstoff-Pufferspeicher, Gaszumischeinrichtungen und eine integrierte Systemsteuerung. Die Lieferung ist für das vierte Quartal 2026 geplant, die Inbetriebnahme für die erste Hälfte 2027.
Die Lösung basiert auf der M2Power-Plattform von PowerCell, die zu Wasserstoff reformiertes Methanol als Einsatzstoff verwendet. Der Wasserstoff wird dann von den Brennstoffzellensystemen in Strom umgewandelt und ermöglicht so eine emissionsfreie Stromerzeugung für marine Anwendungen. Methanol hat als maritimer Brennstoffweg zunehmendes Interesse geweckt, da es an Bord von Schiffen leichter zu lagern und zu handhaben ist als komprimierter oder verflüssigter Wasserstoff. Die Umwandlung in Wasserstoff am Verwendungsort ermöglicht es Schiffen, die vorhandene Infrastruktur für flüssige Brennstoffe zu nutzen und dennoch keine Abgasemissionen zu erzeugen.
Das DLR beabsichtigt, das System zu nutzen, um Betriebsprofile für verschiedene Schiffstypen zu reproduzieren – vom stationären Betrieb bis hin zu dynamischen Lastzyklen.
Der Auftrag ist Teil des deutschen zero4cruise-Projekts, einer nationalen Initiative zur Förderung emissionsfreier Technologien für den maritimen Sektor. Das Projekt fügt sich in die breiteren europäischen Bemühungen zur Dekarbonisierung der Schifffahrt ein, die einen erheblichen Anteil an den globalen Verkehrsemissionen ausmacht und den Zielen der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen sowie zunehmend strengeren EU-Vorschriften – wie der Einbeziehung maritimer CO2-Emissionen in das Emissionshandelssystem – unterliegt.
PowerCell mit Hauptsitz in Göteborg, Schweden, entwickelt und fertigt wasserstoff-elektrische Brennstoffzellensysteme für die Sektoren Marine, Luftfahrt und stationäre Stromversorgung. Die Brennstoffzellentechnologie des Unternehmens wandelt Wasserstoff in Strom um, wobei lediglich Wasser und Wärme als Nebenprodukte entstehen.
Das DLR ist das nationale Zentrum Deutschlands für Luft- und Raumfahrt, Energie und Verkehrsforschung und verfügt über maritime Forschungseinrichtungen in Kiel, die die Entwicklung nachhaltiger Schiffstechnologien unterstützen.