Portsmouths Landstromsystem nimmt nach Testphase den Vollbetrieb auf
Wichtige Erkenntnisse
- •Das Landstromsystem des Internationalen Hafens von Portsmouth ist das erste im Vereinigten Königreich, das gleichzeitig mehrere Liegeplätze, mehrere Nutzer und sowohl 50-Hz- als auch 60-Hz-Stromfrequenzen bedienen kann.
- •Kompatible Fähren und Kreuzfahrtschiffe können an drei der fünf Liegeplätze des Hafens angeschlossen werden, wodurch sie ihre Hilfsdieselmotoren abschalten und die Emissionen während der Liegezeit reduzieren können.
- •Das Projekt erhielt rund 32 Millionen US-Dollar an kombinierter Förderung – etwa 26 Millionen US-Dollar vom britischen Verkehrsministerium und rund 6 Millionen US-Dollar vom Stadtrat von Portsmouth.
- •Brittany Ferries' St Malo und Guillaume de Normandie, AIDA Cruises' AIDAsol sowie Phoenix Reisen's Amera wurden während der Test- und Inbetriebnahmephase erfolgreich an das System angeschlossen.
- •EU-Verordnungen einschließlich FuelEU Maritime und der überarbeiteten Verordnung über die Infrastruktur für alternative Kraftstoffe werden ab 2030 Landstrom an wichtigen Häfen für bestimmte Schiffe vorschreiben.

Portsmouths Landstromsystem nimmt nach Testphase den Vollbetrieb auf
Hafennachrichten, 30.07.2026
Der Internationale Hafen von Portsmouth im Vereinigten Königreich hat bekannt gegeben, dass sein Landstromsystem nach erfolgreichem Abschluss der abschließenden Tests nun voll funktionsfähig ist.
Landstromfähige Fähren und Kreuzfahrtschiffe können sich nun an das System anschließen und an drei der fünf Liegeplätze des Hafens Strom beziehen. Dies ermöglicht es den Schiffen, ihre Hilfsdieselmotoren während der Liegezeit abzuschalten und lokale Luftschadstoff- sowie Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Nach Angaben der Hafenbehörde ist es das erste Landstromsystem im Vereinigten Königreich, das mehrere Liegeplätze, mehrere Nutzer und mehrere Stromfrequenzen bedienen kann – eine technische Notwendigkeit, da Schiffe aus unterschiedlichen Regionen nach verschiedenen Stromstandards arbeiten, üblicherweise 50 Hz oder 60 Hz.
Während der Testphase schlossen sich Brittany Ferries' St Malo und Guillaume de Normandie an das System an. Die AIDAsol von AIDA Cruises war das erste Kreuzfahrtschiff, das sich während der Inbetriebnahme an das System anschloss, gefolgt von der Amera von Phoenix Reisen.
Das System soll im Laufe dieses Jahres seine volle Betriebsfähigkeit erreichen und dann gleichzeitig drei Schiffe mit Landstrom versorgen können. Die Einführung von Landstrom an Häfen in Europa gewinnt angesichts des regulatorischen Drucks zur Reduzierung von Schiffsemissionen an Dynamik; die EU-Verordnung FuelEU Maritime und die überarbeitete Verordnung über die Infrastruktur für alternative Kraftstoffe schreiben ab 2030 Landstrom an wichtigen Häfen für bestimmte Schiffe vor.
Das Projekt erhielt 19,8 Millionen Pfund – rund 26 Millionen US-Dollar – an Fördermitteln vom britischen Verkehrsministerium (DfT) sowie 4,6 Millionen Pfund – etwa 6 Millionen US-Dollar – vom Stadtrat von Portsmouth.
Quelle: ENGINE,