Peso könnte wegen Ölpreisanstieg neue Tiefstände testen
Wichtige Erkenntnisse
- •Der Peso schloss am Freitag mit P61.847 je Dollar auf einem neuen Rekordtief und erreichte im Tagesverlauf P61.85.
- •Die Währung hat seit ihrem Schlusskurs von P58.79 am 29. Dez. 2025 um P3.057 bzw. 4.94% abgewertet.
- •Analysten führten den Rückgang des Peso auf höhere Ölpreise, Spannungen im Nahen Osten, stärkere Dollarnachfrage und erneute Inflationssorgen zurück.
- •Der Status der Philippinen als Nettoimporteur von Öl macht Treibstoffpreise und Wechselkursbewegungen zu zentralen Risiken für die inländische Inflation.
- •Marktprognosen sehen die kurzfristige Handelsspanne des Peso bei etwa P61.50 bis P62 je Dollar.

Der philippinische Peso könnte in dieser Woche weiter Rekordtiefs gegenüber dem US-Dollar testen, da Inflationsrisiken vor dem Hintergrund stark steigender globaler Ölpreise im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten wieder zunehmen.
Am Freitag schwächte sich der Peso um 9.7 Centavos auf ein neues Allzeittief von P61.847 gegenüber dem Greenback ab, verglichen mit seinem Schlusskurs von P61.75 am Donnerstag, der zuvor das Rekordtief gewesen war.
Die Währung fiel zudem im Tagesverlauf auf P61.85 und damit auf den schwächsten Stand, den der Peso jemals erreicht hat.
Seit Jahresbeginn hat der Peso gegenüber seinem Schlusskurs von P58.79 am 29. Dez. 2025 um P3.057 bzw. 4.94% abgewertet. Im Wochenvergleich gab die Landeswährung gegenüber ihrem Schlussstand von P61.587 am 17. Juli um 26 Centavos nach.
Ein Händler sagte telefonisch, der starke Anstieg der Ölpreise habe den Peso am Freitag auf ein neues historisches Tief gedrückt.
Michael L. Ricafort, Chefökonom der Rizal Commercial Banking Corp., sagte in einer Viber-Nachricht, weitere Störungen der globalen Ölversorgungskette und verschärfte Spannungen zwischen den USA und Iran hätten die Ölpreise auf über $100 je Barrel steigen lassen und die Nachfrage nach dem US-Dollar erhöht.
„The US dollar/Philippine peso closed weaker after the greenback strengthened on rising crude oil prices as US and Iranian attacks escalated and new tariffs, renewing inflation concerns,” sagte Jonathan L. Ravelas, Senior Adviser bei Reyes Tacandong & Co., in einer Viber-Nachricht.
Die Philippinen sind ein Nettoimporteur von Öl, wodurch globale Rohölpreise und der Wechselkurs wichtige Kanäle für die inländische Inflation sind. Ein schwächerer Peso erhöht die Kosten von in Dollar bepreisten Importen wie Treibstoff in lokaler Währung, was sich auf Transport- und andere Verbraucherpreise auswirken kann.
Der Händler sagte, zunehmende Inflationssorgen im Zusammenhang mit der Eskalation des Iran-Kriegs und deren Auswirkungen auf die globalen Energiekosten könnten dazu führen, dass der Peso in dieser Woche die Marke von P62 je Dollar testet.
Zugleich fügte der Händler hinzu, dass positive Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Konflikt sowie Signale aus der Rede zur Lage der Nation von Präsident Ferdinand R. Marcos, Jr. am Montag die Währung stützen könnten.
Die Bangko Sentral ng Pilipinas könnte dem Händler zufolge zudem weiter am Devisenmarkt intervenieren, um die Marktvolatilität zu glätten und potenziell inflationäre Währungsschwankungen zu verhindern, die den Preisdruck durch den Anstieg der Rohölpreise verstärken könnten. Die Zentralbank hatte zuvor erklärt, sie beteilige sich am Devisenmarkt, um starke Bewegungen abzumildern, nicht aber, um ein bestimmtes Peso-Niveau zu verteidigen.
Mr. Ricafort sagte, auch die geldpolitische Sitzung der US Federal Reserve am 28.-29. Juli könnte Hinweise für den Handel in dieser Woche liefern, da US-Zinssignale den Dollar und Kapitalflüsse in Schwellenländerwährungen beeinflussen können.
Der Händler erwartet, dass sich der Peso in dieser Woche zwischen P61.50 und P62 je Dollar bewegt, während Mr. Ricafort eine Spanne von P61.50 bis P61.95 sieht. Mr. Ravelas sagte, der Peso könnte kurzfristig etwa zwischen P61.70 und P62 gehandelt werden. — Aaron Michael C. Sy