NachrichtenAktienUnterperformiert die Oracle-Aktie den S&P 500?

Unterperformiert die Oracle-Aktie den S&P 500?

Autor: Yahoo Finance·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Oracle-Aktie fiel in den vergangenen drei Monaten um 26 % und in den vergangenen 52 Wochen um 37,2 % und unterperformierte damit deutlich die Zuwächse des S&P 500 von 2 % bzw. 18,6 %.
  • Die Aktie notiert 56,4 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 345,72 USD vom 10. September 2025.
  • Oracle nahm im Geschäftsjahr 2026 Schulden über 43 Mrd. USD auf und erwartet im Geschäftsjahr 2027 rund 40 Mrd. USD zusätzlich, einschließlich einer geplanten Eigenkapitalausgabe über 20 Mrd. USD, zur Finanzierung des KI-Rechenzentrums-Ausbaus.
  • Der Konkurrent Palantir Technologies legte im vergangenen Jahr um 17,8 % zu und outperformierte Oracle in diesem Zeitraum.
  • Von 44 Analysten erhält Oracle einen Konsens von „Strong Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 251,50 USD, was 66,7 % Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau impliziert.
Unterperformiert die Oracle-Aktie den S&P 500?

Die Oracle Corporation (ORCL) mit Hauptsitz in Austin, Texas, ist ein globales Technologieunternehmen, das auf Unternehmenssoftware, Datenbanken und Cloud Computing spezialisiert ist. Mit einer Marktkapitalisierung von 434,5 Mrd. USD hat Oracle sein Geschäft lange auf seine weit verbreitete Datenbanktechnologie aufgebaut, während der Fokus zunehmend auf Cloud-Infrastruktur und KI-gestützte Unternehmensanwendungen verlagert wird.

Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 200 Mrd. USD oder mehr werden üblicherweise als „Mega-Caps“ bezeichnet. ORCL fällt klar in diese Kategorie, da die Marktkapitalisierung diese Schwelle übersteigt – ein Zeichen für die erhebliche Größe und den Einfluss des Unternehmens in der Software-Infrastrukturbranche.

Kursentwicklung im Vergleich zum S&P 500

Die Oracle-Aktie notiert derzeit 56,4 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 345,72 USD, das am 10. September 2025 erreicht wurde. In den vergangenen drei Monaten fiel ORCL um 26 % und unterperformierte damit deutlich den S&P 500 Index ($SPX), der im selben Zeitraum um 2 % zulegte.

Über längere Zeiträume betrachtet, gab die Aktie in den vergangenen 52 Wochen um 37,2 % und seit Jahresbeginn um 22,6 % nach, während der S&P 500 in diesen Zeiträumen jeweils um 18,6 % und 12,7 % stieg.

Aus technischer Sicht handelt ORCL seit Mitte Juni unter seinem 200-Tage-Durchschnitt und ist zuletzt wieder über seinen 50-Tage-Durchschnitt gestiegen.

Warum hinkt Oracle dem Markt hinterher?

Oracles Unterperformance im vergangenen Jahr ist größtenteils auf wachsende Anlegerbedenken zurückzuführen, dass die enormen Kosten des KI-Infrastruktur-Ausbaus die kurzfristigen Vorteile des starken Cloud-Wachstums überwiegen könnten. Um den Aufbau seiner KI-Rechenzentren zu finanzieren, nahm Oracle im Geschäftsjahr 2026 Schulden in Höhe von 43 Mrd. USD auf und erwartet im Geschäftsjahr 2027 rund 40 Mrd. USD zusätzlich, einschließlich einer geplanten Eigenkapitalausgabe über 20 Mrd. USD. Dies hat Bedenken hinsichtlich höherer Verschuldung, möglicher Verwässerung der Aktionäre und schwächerer freier Cashflows geweckt.

Oracle ist nicht das einzige Unternehmen, das seine Rechenzentrumsausgaben hochfährt: Auch große Cloud-Anbieter wie Microsoft, Amazon und Alphabet haben mehrmilliarden schwere KI-Infrastrukturinvestitionen zugesagt, sodass die Kapitalausgabendisziplin zu einem zentralen Thema für Anleger in der gesamten Branche geworden ist. Bei Oracle, dessen Cloud-Infrastrukturgeschäft kleiner ist als das seiner größeren Wettbewerber, hat insbesondere das Ausmaß der Kreditaufnahme im Verhältnis zur Bilanz Aufmerksamkeit erregt.

Zum Vergleich: Der Konkurrent Palantir Technologies Inc. (PLTR) hat im vergangenen Jahr um 17,8 % und 2026 um 4,8 % zugelegt und damit ORCL in beiden Zeiträumen outperformiert.

Für Anleger, die Oracle weiter beobachten, werden die anstehenden Quartalszahlen ein wichtiger Kontrollpunkt für die Wachstumstrajektorie der Cloud-Umsätze sowie für den Fortschritt der geplanten Finanzierung im Geschäftsjahr 2027 sein.

Was die Wall Street sagt

Analysten bewerten die Aktie weiterhin positiv. Von den 44 Analysten, die ORCL abdecken, lautet der Gesamtkonsens auf „Strong Buy“. Das durchschnittliche Kursziel von 251,50 USD impliziert ein Aufwärtspotenzial von 66,7 % gegenüber dem aktuellen Kursniveau.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hielt Kritika Sarmah weder direkt noch indirekt Positionen in den in diesem Artikel genannten Wertpapieren. Alle Informationen und Daten in diesem Artikel dienen ausschließlich Informationszwecken. Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Barchart.com veröffentlicht.