OKX-ICE: Tokengegner zählen 50 Firmen – Tokenisierte Aktienplattform gerät unter Druck
Wichtige Erkenntnisse
- •Zum 30. Oktober hatten laut öffentlicher Bekanntmachung 50 US-Unternehmen formell gegen die tokenisierte Aktienplattform OKXICE widersprochen, gegenüber 38 am 28. Oktober; die Zahl war von neun am 15. Oktober und 22 am 23. Oktober stetig gestiegen.
- •Zu den jüngsten Widersprechenden zählen Nvidia, Nike, Costco, Micron und Reddit, die sich früheren Absagen von Unternehmen wie Microsoft, Alphabet, Goldman Sachs, JPMorgan Chase, Intel, Walmart und Eli Lilly aus Technologie, Banken, Handel, Konsumgütermarken und Pharma anschließen.
- •Nach der Innovations-Ausnahme der SEC haben Emittenten 30 Tage Zeit, um der unbefugten Tokenisierung durch Dritte zu widersprechen; jedes widersprechende Unternehmen kann den Handel seiner Aktie an der vorgeschlagenen Handelsstelle allein verhindern.
- •43 der ursprünglich 62 vorgeschlagenen Emittenten haben widersprochen, was die anfängliche Liste von OKXICE unsicher macht; die übrigen 19 hatten zum 30. Oktober keinen Widerspruch eingereicht.
- •Die öffentlichen Bekanntmachungen nennen keine konkreten Gründe für die Entscheidungen der einzelnen Unternehmen, und die Widersprüche bedeuten nicht zwingend eine Ablehnung der Blockchain-Technologie oder tokenisierter Wertpapiere im Allgemeinen.

Die von der Krypto-Börse OKX und der Intercontinental Exchange (ICE) vorgeschlagene Handelsplattform für tokenisierte Aktien stößt bei großen US-Konzernen auf zunehmenden Widerstand: Nvidia, Nike, Costco, Micron und Reddit reihen sich in die neueste Welle von Unternehmen ein, die dem Vorhaben förmlich widersprechen.
Eine aktualisierte öffentliche Bekanntmachung vom 30. Oktober beziffert die Gesamtzahl der widersprechenden Unternehmen auf 50. Davon gehören allerdings nur 43 zur ursprünglichen Liste des Ventures mit 62 vorgeschlagenen Emittenten – ein Unterschied, der beim Lesen der Zahlen ins Gewicht fällt.
Unternehmenswiderstand beschleunigt sich im Oktober
Die jüngste Bekanntmachung fügte der Widerspruchsliste 12 Unternehmen hinzu, nachdem es am 28. Oktober 38 gewesen waren. Neben Nvidia und Nike zählen dazu CrowdStrike, Corning, IREN, USA Rare Earth, Bloom Energy, Palo Alto Networks und Hewlett Packard Enterprise.
Sie schließen sich frühen Absagen einiger der größten Namen im amerikanischen Geschäftsleben an, darunter Microsoft, Alphabet, Goldman Sachs, JPMorgan Chase, Intel, Walmart und Eli Lilly. Die namentlich genannten Widersprecher stammen aus Technologie, Konsumgütermarken, Banken, Handel und Pharma – der Widerstand überschreitet also Branchengrenzen, statt sich in einem einzelnen Sektor zu konzentrieren.
Die Zahl ist im Laufe des Monats steil gestiegen, ein Trend, den frühere CoinDesk-Berichte zur wachsenden Widerspruchsliste verfolgt haben: Neun Unternehmen hatten zum 15. Oktober widersprochen, zum 23. Oktober waren es 22 und zum 28. Oktober 38, bevor die aktuellen 50 erreicht wurden. Sieben der widersprechenden Unternehmen gehörten nicht zur ursprünglich vorgeschlagenen Handelsliste. Die öffentlichen Bekanntmachungen nennen keine konkreten Gründe für die Entscheidungen der einzelnen Unternehmen.
SEC-Rahmenwerk gibt Emittenten ein Vettrecht
OKX und ICE wollen über ihr Joint Venture OKXICE den Blockchain-basierten Handel tokenisierter US-Aktien auf den Markt bringen. Die Plattform soll Anlegern rund um die Uhr den Handel mit digitalen Abbildern traditioneller Aktien ermöglichen, wobei Transaktionen in Stablecoins abgewickelt werden – potenziell mit schnellerer Abwicklung und größerer Handelsflexibilität als an herkömmlichen Aktienmärkten.
Nach der Innovations-Ausnahme der US-Wertpapieraufsicht (Securities and Exchange Commission) haben Unternehmen jedoch 30 Tage Zeit, um der unbefugten Tokenisierung ihrer Aktien durch Dritte zu widersprechen. Jeder Emittent, der einen Widerspruch einreicht, kann verhindern, dass seine Aktie an der vorgeschlagenen Handelsstelle gehandelt wird – jedes Unternehmen hat also allein das Sagen, ob seine Aktien auf einer solchen Plattform erscheinen dürfen. Wichtig: Diese Widersprüche bedeuten nicht zwingend eine Ablehnung der Blockchain-Technologie oder tokenisierter Wertpapiere im Allgemeinen.
Ein schwieriger Auftakt für tokenisierte Aktien
Die wachsende Zahl der Widersprüche stellt eine erhebliche Herausforderung für OKXICE dar, während das Venture sich auf den Eintritt in den aufkommenden Markt für tokenisierte Aktien vorbereitet. Befürworter argumentieren, Blockchain-basierte Wertpapiere könnten Marktzugang, Abwicklungseffizienz und Handelsverfügbarkeit verbessern; dennoch bleibt die Teilnahme der Unternehmen entscheidend für die Skalierung des Modells.
Mit 43 der ursprünglich 62 vorgeschlagenen Emittenten im Widerspruch sieht sich OKXICE wachsender Unsicherheit über seine anfängliche Handelsliste gegenüber – ein Umstand, der zeigt, wie schwierig es ist, traditionelle Finanzanlagen ohne breite Unterstützung der Emittenten auf Blockchain-Netzwerke zu bringen. Die übrigen 19 vorgeschlagenen Emittenten hatten zum Zeitpunkt der Bekanntmachung vom 30. Oktober keinen Widerspruch eingereicht; die endgültige Form der Eröffnungsliste der Handelsstelle steht also noch nicht fest.