NachrichtenRohstoffe & ForexÖl schließt die Woche höher nach erneuten US-Iran-Angriffen; US-Diesel erreicht Rekordhoch

Öl schließt die Woche höher nach erneuten US-Iran-Angriffen; US-Diesel erreicht Rekordhoch

Autor: Economic Times Markets·

Wichtige Erkenntnisse

  • Erneute militärische Spannungen zwischen den USA und Iran störten die Lieferketten im Nahen Osten und ließen die Ölfutures zum Wochenende höher schließen.
  • Die Straße von Hormuz transportiert etwa ein Fünftel des weltweiten Seetransportöls; eine Eskalation dort erhöht Fracht- und Versicherungskosten sowie physische Öllieferungen.
  • Die US-Dieselpreise im Einzelhandel erreichten Rekordhochs, was direkt in Transport- und Lieferkosten einfließt und die Inflationssorgen verschärft.
  • Positive US-Beschäftigungszahlen könnten kurzfristige Zinserhöhungen der Federal Reserve auslösen, was den Dollar stützen und Dollar-preisige Rohstoffe wie Rohöl unter Druck setzen könnte.
  • Der Tankerverkehr in der Region bleibt beeinträchtigt, während Reedereien und Versicherer die Routenrisiken im Golf beobachten.
Öl schließt die Woche höher nach erneuten US-Iran-Angriffen; US-Diesel erreicht Rekordhoch

Die Ölpreise sind diese Woche sharply gestiegen, nachdem die militärischen Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran erneut eskalierten, und die Ölfutures beendeten die Woche im Plus.

Die erneuten Angriffe haben die Lieferketten im gesamten Nahen Osten gestört und belasten die Ölfutures. Die Region beherbergt die Straße von Hormuz, den Engpass, durch den etwa ein Fünftel des weltweiten per Seeweg transportierten Öls fließt. Jede Eskalation zwischen Washington und Teheran wirkt sich daher in der Regel auf die globalen Fracht- und Versicherungskosten sowie auf physische Öllieferungen aus. Analysten warnten, dass die Preise weiter steigen könnten, wenn sich der Konflikt vertieft.

Über den geopolitischen Druck hinaus erreichten die US-Dieselpreise im Einzelhandel Rekordhochs, was die globalen Inflationssorgen zusätzlich anheizt. Diesel ist der wichtigste Treibstoff im Fracht- und Logistiksektor, sodass Rekordpreise an der Zapfsäule direkt in die Transport- und Warenlieferkosten einfließen und das Inflationssignal für die Politiker schwerer ignorierbar machen.

Auf makroökonomischer Seite könnten die diese Woche veröffentlichten positiven US-Beschäftigungszahlen die Argumente für eine kurzfristige Zinserhöhung der Federal Reserve stärken. Ein festerer Arbeitsmarkt und steigende Energiepreise erschweren gemeinsam die Inflationsbekämpfung der Fed, da höhere Zinsen in der Regel den Dollar stützen, was wiederum Dollar-preisige Rohstoffe wie Rohöl unter Druck setzen kann.

Derweil bleibt der Tankerverkehr in der Region beeinträchtigt, da sich die Sicherheitslage weiter entwickelt und Reedereien sowie Versicherer die Routenrisiken im Golf genau beobachten.

Quelle: Economic Times Markets