NZD/USD: Inflationsanstieg trifft auf stärkeren Druck durch den US-Dollar
Wichtige Erkenntnisse
- •Der Verbraucherpreisindex Neuseelands stieg im zweiten Quartal um 1,5%, wodurch die Jahresinflation auf 4,1% anstieg.
- •Die Jahresinflationsrate war damit die höchste seit mehr als zwei Jahren und lag leicht über der Konsensprognose von 4,0%.
- •Die Reserve Bank of New Zealand erhöhte den offiziellen Leitzins am 8. Juli auf 2,50% und untermauerte damit die Erwartungen einer weiteren geldpolitischen Straffung im September.
- •Die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und Iran stärkten den US-Dollar als sicheren Hafen und ließen den neuseeländischen Dollar einen Teil seiner jüngsten Gewinne wieder abgeben.
- •NZD/USD bewegt sich um wichtige technische Marken, darunter Unterstützung nahe 0.5765 und Widerstand im Bereich 0.5860-0.5870.

Am 21. Juli berichtete Stats NZ über eine Beschleunigung der Inflation. Der Verbraucherpreisindex stieg im zweiten Quartal um 1,5%, während die Jahresinflationsrate auf 4,1% kletterte, den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren und leicht über der Konsensprognose der Analysten von 4,0%. Der Anstieg wurde vor allem durch höhere Kraftstoffpreise vor dem Hintergrund der Spannungen im Nahen Osten verursacht.
Die Daten wurden veröffentlicht, nachdem die Reserve Bank of New Zealand den offiziellen Leitzins am 8. Juli auf 2,50% angehoben hatte, was die Erwartungen weiterer geldpolitischer Straffungen im September bekräftigte. Die Wirkung war jedoch nur von kurzer Dauer. Die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und Iran erhöhten die Nachfrage nach dem US-Dollar als sicheren Hafen, wodurch der neuseeländische Dollar in der zweiten Wochenhälfte einen Teil seiner jüngsten Gewinne wieder abgab.
Diese Kombination ist für NZD/USD wichtig, weil das Paar damit zwischen einem inländischen Inflationsumfeld, das eine straffere Geldpolitik stützen kann, und einem stärkeren Dollar-Umfeld steht, das diese Unterstützung rasch neutralisieren kann, insbesondere wenn sich die globale Risikostimmung verändert.
Technischer Ausblick
Im Vier-Stunden-Chart bildet NZD/USD seit dem 26. Juni einen kurzfristigen Aufwärtstrend, wobei sich eine Trendlinie ausbildete, als das Paar in Richtung 0.5870 stieg, wo Widerstand auftrat. Anschließend fiel das Paar unter diese Trendlinie, rutschte unter die untere Grenze des aktuellen Marktprofils und gab bis in den Bereich von 0.5765 nach, wo sich nun die grüne Unterstützungszone befindet. Nach einer Erholung aus dieser Zone testete das Paar die untere Grenze des Marktprofils bei 0.5810.
Sollte 0.5810 halten und der Kurs wieder nach unten drehen, könnte die grüne Unterstützung bei 0.5765 erneut Halt bieten. Sollte das Paar weiter steigen, könnte der Fokus wieder auf den POC-Bereich bei 0.5840 zurückkehren.
Die obere Grenze des Marktprofils bei 0.5860 liegt nahe der roten Widerstandszone bei 0.5870, was einen potenziell starken Widerstandsbereich bildet. Der RSI- + MAs-Indikator steht derzeit bei 46, 37 und 46. Zudem hat die langsamere gleitende Durchschnittslinie die neutrale Zone noch nicht verlassen, während der RSI kurzzeitig in den überverkauften Bereich fiel, bevor er zur Neutralität zurückkehrte, was Zweifel an der Stärke des aktuellen Ausbruchs aufkommen lässt.
Zusammenfassung
Die kurzfristige Richtung des Paares dürfte davon abhängen, ob Verkäufer die untere Grenze des Marktprofils verteidigen können. Aus fundamentaler Sicht wird das Interesse am Paar davon abhängen, ob sich die Unterstützung des US-Dollars infolge der Spannungen im Nahen Osten als nachhaltiger erweist als die positive Wirkung der überraschend starken Inflationsdaten aus Neuseeland.