NSE-IPO erhält Sebi-Zulassung: Kernpunkte, während Indiens größte Börse auf den Börsengang zusteuert
Wichtige Erkenntnisse
- •Die Sebi hat das Anlagebotsdokument der National Stock Exchange genehmigt und damit einen IPO vorangetrieben, der unter anderem aufgrund regulatorischer Hürden im Zusammenhang mit dem Co-Location-Fall seit Jahren aussteht.
- •Der IPO wird voraussichtlich ein Offer-for-Sale über rund 30.000 Crore Rupien umfassen, das nahezu 6 % der Börse abdeckt, wobei die NSE selbst keine neuen Mittel aufnimmt.
- •Die Aktien dürften bei etwa 1.800 Rupien je Stück angesetzt und an der rivalisierenden Börse BSE gelistet werden – analog zur Listung der BSE im Jahr 2017 an der NSE.
- •Sieben Staatsunternehmen verkaufen Teile ihrer Beteiligungen, während die LIC und einige andere Aktionäre ihre halten.
- •Die NSE ist die weltweit größte Derivatebörse nach Volumen; das Angebot zähle bei der berichteten Größe zu den größten IPOs Indiens.

Der lange erwartete Börsengang der National Stock Exchange ist einen wichtigen Schritt näher an den Start gerückt, nachdem Indiens Marktaufsicht, die Securities and Exchange Board of India (Sebi), das Anlagebotsdokument genehmigt hat. Die Zulassung ist ein Meilenstein in einem IPO-Prozess, der seit Jahren aussteht und in dem die Börse unter anderem mit regulatorischen Hürden im Zusammenhang mit dem Co-Location-Fall konfrontiert war.
Hier die wichtigsten Fakten zum Angebot:
Umfang und Struktur des IPO. Das vorgesehene Angebot ist ein reines Offer-for-Sale (OFS) im Wert von rund 30.000 Crore Rupien. Das OFS könnte nahezu 6 % der Anteile an der Börse umfassen, wobei mehrere bestehende Aktionäre Teile ihrer Beteiligungen verkaufen. Da bei einem OFS lediglich bestehende Aktien den Besitzer wechseln, nimmt die Börse selbst keine frischen Mittel auf.
Indikative Preisgestaltung. Die National Stock Exchange wird ihren IPO voraussichtlich bei etwa 1.800 Rupien je Aktie oder leicht darüber ansetzen, wie aus dem Bericht der Economic Times hervorgeht.
Listungsort. Die Aktien werden voraussichtlich an der rivalisierenden Börse BSE gelistet – eine bemerkenswerte Konstellation, da die NSE selbst Indiens größte Aktienhandelsplattform ist. Das Vorgehen ähnelt der eigenen Listung der BSE im Jahr 2017, die an der NSE erfolgte, und entspricht der in Indien üblichen Praxis, dass eine Börse an einer konkurrierenden Plattform gelistet wird, um Interessenkonflikte bei der Selbstlistung zu vermeiden.
Verkaufende Aktionäre. Zu den Aktionären, die im Rahmen des OFS Anteile verkaufen, gehören sieben Staatsunternehmen (PSUs), während die Life Insurance Corporation of India (LIC) und andere ihre Beteiligungen halten.
Warum das Angebot aufmerksam beobachtet wird. Die Economic Times nennt solide Finanzdaten, einen dominierenden Anteil am Derivatemarkt und eine Prämie-Bewertung im unnotierten Markt als Faktoren, die den IPO der NSE zu einem der meist erwarteten Börsendebüts machen. Bei der berichteten Größe würde er zudem zu den größten IPOs Indiens zählen.
Weiterer Kontext im Bericht. Der Artikel verweist zudem auf den Status der NSE als weltweit größte Derivatebörse nach Volumen, die Geschichte des lange ausstehenden IPO-Prozesses, den aktuellen Preis der NSE-Aktien im unnotierten Markt sowie die Dividendenhistorie der Börse als Anhaltspunkte für Anleger.
Der Bericht der Economic Times enthielt nicht die vollständigen Details zu jedem der zehn aufgeführten Punkte, die IPO-Details, den Listungsort, die Bewertung, die PSU-Anteilsverkäufe, das Behalten von Beteiligungen durch Aktionäre, die Finanzdaten, die Stellung im Derivatemarkt, die IPO-Geschichte, die Preisbildung im unnotierten Markt und die Dividendenhistorie abdeckten. Mit der Sebi-Zulassung bestehen die nächsten Schritte üblicherweise in der Bekanntgabe des Preisbandes, der Einreichung des Red-Herring-Prospekts sowie der Festlegung von Angebots- und Listungsterminen.
Quelle: Economic Times Markets