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NIP Group kauft weitere Bitcoin-Miner mit Blick auf KI-Computing

Autor: Decrypt·

Wichtige Erkenntnisse

  • •NIP Group bezahlte seine dritte Tranche von Bitcoin-Minern mit mehr als 247 Millionen Class-A-Stammaktien und erhöhte seine gesamte Mining-Kapazität damit auf rund 13,85 EH/s.
  • •Das Unternehmen projiziert einen monatlichen Output von etwa 195 Bitcoin, wert rund 2,8 Millionen US-Dollar zu aktuellen Preisen, und erhöht sein früheres Ziel von 160 Bitcoin monatlich um 35.
  • •CEO Hicham Chahine sagte, das Unternehmen expandiere, während der Bitcoin-Mining-Markt abkühlt – ein Schritt, der NIP Group seiner Beschreibung nach unter die größten börsennotierten Miner bringe.
  • •NIPG-Aktien fielen um 40,7 %, von 6,74 US-Dollar auf 4 US-Dollar, und erreichten in der Woche nach der Ankündigung ein Allzeittief, während Bitcoin im selben Zeitraum um 2 % auf 79.820 US-Dollar sank.
  • •Die Mining-Anlagen könnten schließlich KI- und Hochleistungsrechen-Workloads beherbergen, doch ein Wechsel hängt von anhaltender Kundennachfrage und Renditen ab, die das Mining durchgehend übertreffen.
NIP Group kauft weitere Bitcoin-Miner mit Blick auf KI-Computing

NIP Group, das digitale Unterhaltungsunternehmen hinter der E-Sport-Organisation Ninjas in Pyjamas, hat eine dritte Tranche von Bitcoin-Minern im Tausch gegen mehr als 247 Millionen Class-A-Stammaktien erworben.

Mit der Akquisition steigt die Mining-Kapazität des Unternehmens auf rund 13,85 EH/s – Exahashes pro Sekunde, die Standardeinheit für die Rechenleistung beim Bitcoin-Mining, wobei ein Exahash einer Quintillion Hash-Berechnungen pro Sekunde entspricht. NIP Group schätzt, dass diese Kapazität etwa 195 Bitcoin pro Monat erzeugen könnte, was ungefähr 2,8 Millionen US-Dollar zu aktuellen Preisen entspricht. Das Unternehmen hatte zuvor eine monatliche Produktion von 160 Bitcoin angestrebt; die neueste Akquisition erhöht dieses Ziel somit um 35 Bitcoin.

Hicham Chahine, Gründer und CEO von NIP Group, sagte gegenüber Decrypt, das Unternehmen baue sein Bitcoin-Mining-Geschäft aus, während der Markt „abkühlt“, statt auf eine Phase mit stärkerer Konkurrenz zu warten.

„Now that this tranche is closed, we're at roughly 13.85 EH/s. That puts us among the largest publicly listed miners in the world, roughly 195 Bitcoin a month“, sagte Chahine. „That's real revenue, and it supports everything else we're building. This year we reviewed every single piece of NIP Group, not just mining. We made decisions with one goal: better margins and a clear path to profitability. Mining had to earn its place in that review, and it did.“

Chahine sagte, NIP Group sei „optimistic about where this is heading“, und die neu erworbenen Miner würden „minimal ramp time“ benötigen. Das Unternehmen hatte sein Bitcoin-Geschäft im vergangenen Jahr ausgebaut, während es das frühere Produktionsziel von 160 Bitcoin monatlich verfolgte.

NIP Group ist für seine E-Sport- und Gaming-Geschäfte bekannt. Ninjas in Pyjamas stellt professionelle Teams in Counter-Strike 2, Valorant, League of Legends und Rocket League. Die Mining-Operation verschafft dem Unternehmen nun eine zweite, auf Recheninfrastruktur basierende Geschäftslinie neben seinen E-Sport- und Gaming-Marken.

Die Aktie des Unternehmens, unter dem Ticker NIPG gehandelt, fiel nach der Bitcoin-Ankündigung in der Vorwoche um 40,7 % von 6,74 US-Dollar auf 4 US-Dollar, wie Yahoo Finance data zeigt. Der Rückgang markierte ein Allzeittief für die Aktie. Bitcoin fiel im selben Zeitraum um 2 % auf 79.820 US-Dollar, laut Decrypt data.

Mögliche Nutzung für KI und Hochleistungsrechnen

Chahine sagte, die für das Bitcoin-Mining erworbenen Anlagen könnten langfristig Infrastruktur für künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen unterstützen, wenn Nachfrage und Wirtschaftlichkeit einen Wechsel rechtfertigen.

„We look at what AI and [high-performance computing] customers will actually pay, how long they'll commit and whether that demand is sustained or temporary“, sagte Chahine gegenüber Decrypt. „When those workloads clearly beat mining on returns, consistently and not just for a week or two, that's when we may move capacity. If the numbers say shift, we shift.“

Ein Übergang würde erheblichen Aufwand erfordern, da Bitcoin-Mining-Hardware nicht einfach in KI-Rechenzentren umgewandelt werden kann. Diese Einschränkung gilt branchenweit: Da Mining-Rigs spezialgebaut sind, konzentriert sich ein solcher Pivot typischerweise auf die Wiedernutzung von Standorten, Stromkapazität und Betriebs-Know-how statt auf die Hardware selbst. Die Infrastruktur rund um die Mining-Anlagen biete jedoch eine Grundlage für KI- und Hochleistungsrechen-Betrieb, so Chahine.

„When we talk about AI, we mean using that footprint and that know-how for compute-heavy work when the economics make sense“, sagte er. „We're a gaming and entertainment company at heart, and our fans already live on compute, bringing infrastructure and entertainment under one roof makes sense.“

Für den bleibt eine Verlagerung von Kapazitäten hin zu KI-Workloads bedingt, wobei das Unternehmen die Entscheidung von anhaltender Kundennachfrage und Renditen abhängig macht, die das Mining durchgehend übertreffen.