NachrichtenMakroJapan 225 gibt nach, da die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Bank of Japan im September steigen

Japan 225 gibt nach, da die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Bank of Japan im September steigen

Autor: FXOpen Blog·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Märkte preisen zunehmend eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Bank of Japan im September ein.
  • Reuters zufolge könnten die Entscheidungsträger erwägen, die Geldpolitik schneller zu straffen als nach der aktuellen Leitlinie von etwa zwei Zinserhöhungen pro Jahr.
  • Die Renditen japanischer Staatsanleihen haben im Zuge von Erwartungen einer strafferen Geldpolitik sowie Sorgen über Inflation und fiskalische Risiken Mehrjahreshochs erreicht.
  • Im H4-Chart hat der Nikkei 225 seinen bisherigen Aufwärtstrend gebrochen und notiert nun in der Nähe des Point of Control bei 66,130.
  • Bei einer Fortsetzung des Rückgangs liegt die nächste Unterstützung bei 63,015, während eine Erholung zurück über das Profil den Fokus erneut auf 69,600 lenken würde.
Japan 225 gibt nach, da die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Bank of Japan im September steigen

Der Verkaufsdruck auf den Nikkei 225 (Japan 225 auf FXOpen) hat sich verstärkt, da die Märkte zunehmend eine mögliche Zinserhöhung der Bank of Japan im September erwarten; die Erwartungen zur Geldpolitik werden damit neben der Binnennachfrage zu einem wichtigen Treiber für japanische Aktien.

Laut Reuters erwägen die Entscheidungsträger Maßnahmen auf der Sitzung am 17.–18. September und wären möglicherweise bereit, die Geldpolitik schneller zu straffen als nach der aktuellen Leitlinie von etwa zwei Zinserhöhungen pro Jahr. Die Marktpreise deuten auf eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung im September hin.

Gleichzeitig sind die Renditen japanischer Staatsanleihen auf Mehrjahreshochs gestiegen, was die wachsenden Erwartungen einer strafferen Geldpolitik sowie die Sorgen über Inflation und fiskalische Risiken widerspiegelt. Diese Kombination richtet die Aufmerksamkeit darauf, wie höhere Renditen die Stimmung an den lokalen Anlagemärkten – einschließlich des Nikkei 225 – beeinflussen könnten.

Technische Analyse des Nikkei 225 (Japan 225 auf FXOpen)

Im H4-Chart zeigt der Nikkei 225 (Japan 225 auf FXOpen) einen Aufwärtstrend, der sich vor dem Hintergrund rückläufiger vertikaler Volumina entwickelte; der Index stieg dabei von einer Ende Juli entstandenen lokalen Basis bis zu einem Höchststand von 69,600.

Diese Trendlinie scheint inzwischen gebrochen zu sein, und die Bewegung ging mit einem stetigen Anstieg des Handelsvolumens einher – eine Kombination, die darauf hindeutet, dass der aktuelle Rückgang mehr Schwung entwickelt als der vorangegangene Anstieg.

Der Index notiert derzeit in der Nähe des Point of Control (POC) bei 66,130, innerhalb der Grenzen des aktuellen Marktprofils. Die obere Grenze liegt bei 67,470, während die untere Grenze bei 65,215 verläuft.

Wenn sich der Abwärtsbruch fortsetzt und der Kurs unter die untere Grenze des Profils fällt, wäre der nächste bedeutende Bereich die Unterstützungszone bei 63,015, wo sich die nächste Konzentration von Marktaktivität befindet. Umgekehrt würde das bisherige Hoch des Aufwärtstrends bei 69,600 zum nächsten wichtigen Widerstandsniveau, falls die Käufer wieder die Kontrolle übernehmen und den Index erfolgreich von unten zurück durch das Profil bewegen.

Der Indikator RSI + MAs zeigt derzeit Werte von 39, 39 und 49. Der RSI ist bereits in überverkauftes Terrain vorgedrungen, der schnelle gleitende Durchschnitt verbleibt unterhalb der neutralen Zone, und der langsame gleitende Durchschnitt befindet sich nahe seinem Mittelpunkt.

Kernpunkte

Das fundamentale Umfeld bleibt gemischt. Die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Bank of Japan belasten den Nikkei 225 (Japan 225 auf FXOpen), während die schwache Binnennachfrage eine weitere Unsicherheitsquelle darstellt.

Kurzfristig dürfte der Index empfindlich auf die Erwartungen zur nächsten geldpolitischen Entscheidung der BoJ, auf anstehende Inflationsdaten, auf Bewegungen des Yen sowie auf Veränderungen der Renditen japanischer Staatsanleihen reagieren. Diese Faktoren könnten mitbestimmen, ob sich die aktuelle technische Korrektur innerhalb des jüngsten Profils hält oder sich in Richtung tieferer Unterstützungsniveaus ausweitet.