NachrichtenMakroNigerianische Polizei nimmt Frau wegen gefälschter Mitteilung zur angeblichen OPay-Schließung fest

Nigerianische Polizei nimmt Frau wegen gefälschter Mitteilung zur angeblichen OPay-Schließung fest

Autor: TechNext24·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Cybercrime-Polizei Nigerias nahm Hafsat Abubakar am 4. September fest, nachdem eine digitale forensische Analyse sie mit der Erstellung und Verbreitung einer gefälschten OPay-Schließungsmitteilung in Verbindung gebracht hatte.
  • Das gefälschte Dokument imitierte OPays offiziellen Markenauftritt und die Unterschrift des Managements, forderte Kunden auf, ihr Geld sofort abzuheben, und erzielte auf X innerhalb kurzer Zeit mehr als 572.000 Aufrufe.
  • OPay reichte am 31. August eine formelle Beschwerde ein und verschickte rechtliche Abmahnungen an drei Social-Media-Nutzer, mit denen die Löschung der falschen Behauptungen und öffentliche Entschuldigungen gefordert wurden.
  • Abubakar löschte ihren Beitrag und entschuldigte sich für die Verbreitung falscher Informationen. Die polizeilichen Ermittlungen wurden jedoch fortgesetzt und führten zu ihrer Festnahme sowie zur Beschlagnahmung von drei Apple-Mobiltelefonen.
  • OPay-Führungskräfte versicherten bei einer Bürgerversammlung in Lagos, dass das Unternehmen weiter aktiv ist, und verwiesen auf mehr als 7.000 Beschäftigte und neue Kundendienstbüros. Die Polizei erklärte, dass die Ermittlungen zu weiteren Beteiligten fortgesetzt werden.
Nigerianische Polizei nimmt Frau wegen gefälschter Mitteilung zur angeblichen OPay-Schließung fest

Das National Cybercrime Centre der Nigeria Police Force (NPF-NCCC) hat Hafsat Abubakar wegen eines gefälschten Dokuments festgenommen, in dem fälschlich behauptet wurde, das nigerianische Fintech-Unternehmen OPay stelle seinen Betrieb ein. Ihre Festnahme am 4. September erfolgte nach einer digitalen forensischen Analyse, die sie laut Ermittlern mit der Erstellung und Verbreitung der gefälschten Mitteilung in Verbindung brachte.

Das gefälschte Dokument imitierte OPays offiziellen Markenauftritt und trug eine fingierte Unterschrift des Managements. Darin wurde suggeriert, dass das Unternehmen seine Dienstleistungen einstellen werde. OPay wies die Behauptung öffentlich als falsch zurück und betonte, dass sie Kunden irreführen und unbegründete Sorgen um die Sicherheit ihrer Gelder auslösen könne.

Der Fall begann, nachdem OPay am 31. August eine formelle Beschwerde eingereicht und die Strafverfolgungsbehörden zur Untersuchung der Angelegenheit aufgefordert hatte. Mithilfe moderner digitaler forensischer Instrumente verfolgte das NPF-NCCC das Dokument bis zu einem mit Abubakar verbundenen Konto zurück.

Nach Angaben der Polizei teilte Abubakar die Mitteilung auf ihrem X-Konto und veröffentlichte sie später erneut über ein anderes Konto, @CUTE_HAFSERH, wobei sie Social-Media-Influencer markierte. Die gefälschte Nachricht forderte die Leser auf: „REMOVE YOUR MONEY NOW.“ Abubakar erklärte den Ermittlern, sie habe die Mitteilung in einem WhatsApp-Status gefunden, bevor sie sie veröffentlichte. Der Beitrag verbreitete sich schnell und erzielte innerhalb weniger Minuten mehr als 572.000 Aufrufe. Im Rahmen der Ermittlungen wurden drei Apple-Mobiltelefone bei ihr beschlagnahmt.

Das NPF-NCCC untersucht weiterhin, wie die gefälschte Mitteilung erstellt und verbreitet wurde und ob weitere Personen beteiligt waren. Nach Abschluss der Ermittlungen müssen sich Abubakar und alle anderen, gegen die sich ein Tatverdacht erhärtet, vor Gericht verantworten.

CSP Ani Iniedu, der Sprecher der Nigeria Police Force, forderte die Nigerianer auf, alle Informationen zu Finanzinstituten sorgfältig zu überprüfen, bevor sie darauf reagieren oder sie weiterverbreiten. Dies geht aus einer Mitteilung hervor, die auf dem offiziellen X-Konto der Polizei veröffentlicht wurde. Die Polizei riet der Öffentlichkeit ausdrücklich, sich im Umgang mit Banken, Fintechs oder anderen Finanzdienstleistern auf offizielle Kanäle zu verlassen.

Die Festnahme ist der jüngste Schritt in OPays Reaktion auf falsche Behauptungen, das Unternehmen werde seinen Betrieb in Nigeria am 1. September einstellen. Das Unternehmen verschickte rechtliche Abmahnungen an drei Social-Media-Nutzer: Adamu B. Garba II auf X, das TikTok-Konto @viralgrabtvng und Hafsat Abubakar (@haifah_er_abba). Die auf den 31. August und 1. September datierten Schreiben forderten die Löschung der Beiträge und öffentliche Entschuldigungen. OPay bezeichnete das Gerücht über eine Schließung als irreführend und warnte, es könne unnötige Abhebungen von Kundengeldern auslösen.

Abubakar löschte ihren Beitrag und entschuldigte sich öffentlich. Dabei räumte sie ein, falsche Informationen geteilt zu haben, und bestätigte, dass OPay seinen Betrieb normal fortsetzte. Trotz ihrer Entschuldigung wurde die polizeiliche Untersuchung fortgesetzt und führte am 4. September zu ihrer Festnahme.

OPay äußerte sich außerdem bei einer Bürgerversammlung in Lagos zu den Gerüchten. Dort versicherte Chief Operating Officer Dotun Adekunle den Teilnehmern, dass das Unternehmen gut funktioniere. Er verwies dabei auf die mehr als 7.000 Beschäftigten und die neuen Kundendienstbüros des Unternehmens. Chief Legal Counsel Akinfolabi Moses Rokosu erklärte, OPay arbeite im Zusammenhang mit den Falschbehauptungen mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen.

Die Polizei erklärte, dass die Ermittlungen zur Quelle der gefälschten Dokumente und zu möglichen weiteren Beteiligten noch andauern.