Nigeria gewinnt im 2. Quartal 2026 78.000 Glasfaser-Nutzer hinzu, während die FTTX-Nutzung wächst
Wichtige Erkenntnisse
- •Die Zahl der FTTX-Teilnehmer in Nigeria stieg im 2. Quartal 2026 auf 319.735 nach 241.750 im 1. Quartal, ein Plus von 29% gegenüber dem Vorquartal.
- •Die Nigerian Communications Commission hat erstmals spezifische FTTX-Daten veröffentlicht.
- •Internetnutzer in Nigeria verbrauchten im Juni 2026 1,53 Terabytes Daten, der höchste bisher im Land verzeichnete Wert.
- •MTN FiberX hatte 176.468 Teilnehmer und expandierte weiter in Nigerias wichtigsten Städten.
- •FTTX machte 76% der 420.989 aktiven ISP-Teilnehmer Nigerias aus, blieb jedoch nur ein kleiner Teil der gesamten Internetbasis des Landes.

Die neuesten Branchendaten zeigen, dass Fibre-to-the-X (FTTX) in der ersten Hälfte von 2026 einen deutlichen quartalsweisen Anstieg bei der Festnetz-Breitbandnutzung in Nigeria verzeichnete. Die Teilnehmerbasis lag im 2. Quartal bei 319.735 und damit 29% über den 241.750 im 1. Quartal 2026.
Dies ist das erste Mal, dass die Nigerian Communications Commission (NCC) spezifische Daten zu FTTX hervorhebt. Das spiegelt wider, wie Internet Service Providers (ISPs) und Festnetzanbieter ihre Glasfaser-Infrastruktur bis zur „letzten Meile“ zu Haushalten, Büros und gewerblichen Zentren ausbauen.
Die Zahlen stehen vor dem Hintergrund eines steigenden Datenverbrauchs in Nigeria, wo die Nutzung von Mobilfunknetzen wie 4G und 5G zu Kapazitätsengpässen geführt hat. Im Juni 2026 verbrauchten nigerianische Internetnutzer 1,53 Terabytes an Daten, der bislang höchste Wert in der Geschichte des Landes.
Der Ausbau der FTTX-Infrastruktur verlagert bandbreitenintensiven privaten Datenverkehr, darunter Streaming, große Datei-Downloads und -Uploads, 4K-Videos, Cloud Computing und umfangreiche Remote-Arbeit, auf dedizierte feste Glasfasernetze. Dadurch wird Frequenzspektrum in Mobilfunknetzen frei, die für viele Haushalte und kleinere Nutzer weiterhin die Standardoption bleiben.
MTN FiberX war im vergangenen Jahr ein wesentlicher Treiber des FTTX-Trends. Die neuesten Daten zeigen, dass der Dienst nun 176.468 Teilnehmer hat und sich in Nigerias größten Städten weiter ausdehnt.
Das Wachstum der Glasfasernetze steht auch im Einklang mit Brancheninitiativen wie Project BRIDGE, das darauf abzielt, starke Nutzer von überlasteten Mobilfunknetzen auf feste Glasfaserleitungen zu verlagern. Die Bundesregierung hat mitgeteilt, dass der 90.000km umfassende Glasfaserausbau bis Oktober in die Umsetzung gehen soll.
Trotz des Überschreitens von 319.000 Teilnehmern bleibt FTTX nur ein kleiner Teil der insgesamt 156 Millionen Internetabonnements in Nigeria. Diese große Lücke zeigt, dass die Glasfaser-Nutzung zwar schnell wächst, der Markt aber weiterhin weitgehend unerschlossen und wirtschaftlich gespalten ist.
Viele Nigerianer sind für ihre tägliche Internetnutzung weiterhin auf Mobilfunknetze angewiesen, da der Zugang zu Glasfaser im Verhältnis zu ihren Internetanforderungen teuer bleibt. Das steht im Gegensatz zu Unternehmen, datenintensiven Nutzern und Betrieben, die im täglichen Geschäft stark vom Internet abhängen und die höheren Kosten einer dedizierten Festnetzverbindung eher rechtfertigen können.
Obwohl Fibre-to-the-X nur einen kleinen Anteil der gesamten Internetnutzer ausmacht, stellt es einen großen Teil der ISP-Kundenbasis in Nigeria dar. FTTX bezeichnet feste Glasfaseranschlüsse zu Standorten wie Häusern, Büros und Gebäuden, während die ISP-Teilnehmerzahlen Kunden lizenzierter Internetanbieter über verschiedene Technologien hinweg erfassen, darunter Satellit und feste drahtlose Dienste.
Am Dienstag veröffentlichte Branchendaten der NCC zeigen, dass Nigerias aktive ISP-Teilnehmerbasis im Juni 2026 bei 420.989 lag. Spectranet blieb mit 111.384 aktiven Teilnehmern der führende ISP des Landes, vor Starlink mit 98.642 und FiberOne mit 56.486.
Mit 319.735 Teilnehmern macht FTTX 76% der ISP-Kundenbasis Nigerias aus. Die Lücke von rund 100.000 Teilnehmern entfällt auf Kunden, die nicht über Mobilfunk, sondern über Satellitendienste wie Starlink oder über feste drahtlose Systeme Breitband erhalten, statt über eine direkte Glasfaserleitung bis zum Anschlussort.
Die Daten unterstreichen die Rolle der Glasfaser als Rückgrat des Breitbandausbauplans Nigerias und deuten darauf hin, dass Project BRIDGE diesen Ausbau erheblich beschleunigen könnte, falls es wie geplant umgesetzt wird. Die Breitbanddurchdringung lag im 2. Quartal 2026 bei 56,79%.