Indien nicht am 21x-KGV des Nifty bewerten: Auf Aktienebene bestehen weiterhin Chancen, sagt Kashyap Javeri von Emkay
Wichtige Erkenntnisse
- •Kashyap Javeri argumentiert, dass das rechnerische KGV des Nifty von rund 21x durch die Indexkonzentration auf wenige große, nach Marktkapitalisierung gewichtete Bestandteile aufgebläht ist, statt das typische börsennotierte Unternehmen widerzuspiegeln.
- •Er empfiehlt, sich auf aktienspezifische Bewertungen bei Mid- und Small-Cap-Unternehmen zu konzentrieren, wo er attraktive Bewertungen im Verhältnis zum Wachstumspotenzial sieht.
- •Inländische SIP-Zuflüsse erreichten laut AMFI-Daten 2024–25 monatliche Rekordwerte und gelten weithin als strukturelle Stütze, die den Markt gegen ausländische Verkäufe abfedert.
- •Javeri warnt, dass steigende Rohölpreise, Währungsschwankungen und erhöhte US-Anleiherenditen die bullistische Markterzählung untergraben könnten.
- •Wichtige künftige Beobachtungsindikatoren sind die Gewinnbreite bei Mid- und Small-Caps, die Entwicklung der monatlichen SIP-Beiträge und die Frage, ob FPI-Zuflüsse über wenige Monate hinaus anhalten.

In einem ETMarkets-Smart-Talk-Gespräch argumentiert Kashyap Javeri von Emkay Investment Managers, dass Indiens rechnerische Bewertungsprämie aufgrund der Indexkonzentration irreführend sei. Der Punkt ist mechanischer Natur: Da der Nifty 50 ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Index ist, können wenige sehr große Bestandteile das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Indexebene deutlich nach oben ziehen, selbst wenn das typische börsennotierte Unternehmen weit unter diesem Niveau notiert – weshalb Javeri den Blick auf aktienspezifische Bewertungen statt auf die Indexzahl lenkt. Er verweist auf starkes Gewinnwachstum bei Mid- und Small-Cap-Unternehmen, verlässliche Zuflüsse aus systematischen Anlageplänen (SIP) und nachlassende Verkäufe ausländischer Portfolioanleger (FPIs), warnt zugleich aber vor Risiken wie steigenden Rohölpreisen und Währungsschwankungen.
Seine zentrale Botschaft: das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Nifty von etwa 21x ignorieren und sich stattdessen auf aktienspezifische Wachstumschancen bei Mid- und Small-Caps konzentrieren, wo die Bewertungen im Verhältnis zum potenziellen Wachstum weiterhin attraktiv sind. Diese Haltung steht im Rahmen einer länger laufenden Marktdiskussion: Indien handelt seit Jahren mit einer Prämie gegenüber den meisten Schwellenmarkt-Peers, und die Beständigkeit der inländischen SIP-Ströme – die laut AMFI-Daten 2024–25 monatliche Rekordwerte überschritten – wird vielfach als strukturelle Stütze genannt, die den Markt abfedert, wenn ausländische Anleger verkaufen.
Die von Economic Times Markets veröffentlichte Diskussion wurde um folgende zentrale Fragen zum Zustand der indischen Aktienmärkte aufgebaut:
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Die meisten Experten sagen, dass Bewertungen und Gewinne einen vernünftigen Ausgangspunkt bieten, doch Indien notiert weiterhin mit einer Prämie gegenüber den meisten Schwellenmärkten. Was genau ist hier „vernünftig“ – und was würde dazu führen anzuerkennen, dass indische Aktien weiterhin teuer sind?
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Wenn sich die Gewinne tatsächlich verbessern, warum haben sich die Bewertungen nicht stärker korrigiert? Preisen Anleger die Erholung bereits ein?
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Alle bezeichnen die Q1-Zahlen als ermutigend. Doch wie breit gefächert ist dieses Wachstum tatsächlich, und wie viel davon wird von einer Handvoll Sektoren oder Unternehmen getragen?
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Inländische institutionelle Anleger (DIIs) haben unermüdlich gekauft. Doch spiegeln die inländischen Zuflüsse tatsächlich die Überzeugung der Anleger wider, oder erzeugen SIPs einfach automatisch Kaufdruck, unabhängig von den Bewertungen?
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Es gibt frühe Anzeichen für Käufe ausländischer institutioneller Anleger (FII). Doch kann man nach nur wenigen Monaten moderater Zuflüsse bereits von einer Trendwende sprechen?
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Wenn die US-Anleiherenditen hoch bleiben, der Rohölpreis steigt und die Rupie gleichzeitig abwertet – bricht dann die aktuelle bullische These zusammen?
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Large-, Mid- und Small-Caps haben sich alle gut entwickelt. Aber genau das macht Anleger nervös, oder? Wo sind die Bewertungen am stärksten von den Fundamentaldaten entkoppelt?
Das Gespräch behandelt die Debatte darüber, ob Indiens Prämie gegenüber anderen Schwellenmärkten durch die Gewinnentwicklung gerechtfertigt ist, wie nachhaltig die inländischen Geldströme sind und welche makroökonomischen Risiken – darunter US-Anleiherenditen, Rohölpreise und die Schwäche der Rupie – die bullistische Markterzählung belasten könnten. Für Leser, die diese Debatte verfolgen, sind die wichtigen Indikatoren künftig die Breite der Quartalsgewinne bei Mid- und Small-Caps, der Verlauf der monatlichen SIP-Beiträge und die Frage, ob die FPI-Ströme über wenige Monate hinaus anhalten – dieselben Datenpunkte, an denen Javeri seine aktienbezogene Einschätzung ausrichtet.
Quelle: Economic Times Markets