Erdgas-Futures geben nach, da der Oktoberkontrakt die Prompt-Position übernimmt
Wichtige Erkenntnisse
- •Erdgas-Futures fielen am Freitag, da kühlere Wetterprognosen für den frühen September die erwartete Kühlungsnachfrage senkten und die Rallye vom Donnerstag knapp unter 3 Dollar stoppten.
- •Der Oktoberkontrakt übernahm die Promptmonatsrolle vom September und debütierte vorsichtig, während Händler Sommerhitze, LNG-Feedgas, Speicherstände und Produktion abwogen.
- •Aktualisierte Prognosen strichen fast 7 Bcf/d aus der erwarteten Erdgasnachfrage für den frühen September.
- •Die LNG-Feedgas-Nachfrage überstieg 19 Bcf/d, unter anderem gestützt durch wieder aufgenommene Aktivitäten bei Freeport LNG.
- •Moderate Speichereinspeicherungen in Kombination mit starkem Verbrauch haben den Speicherüberschuss gegenüber dem Vorjahr und dem Fünfjahresdurchschnitt abgebaut.

Erdgas-Futures gaben am Freitag nach, da kühlere Wettertrends für den frühen September die Nachfrageerwartungen schwächten und die Rallye vom Donnerstag knapp unter der Marke von 3 Dollar zum Stehen kam.
Der Rückgang erfolgte trotz stützender Fundamentaldaten, darunter anhaltende Spätsommerhitze und die bislang geringsten Speicherauffüllungen dieses Sommers. Die Kombination aus moderaten Einspeicherungen und anhaltend starkem Verbrauch hat den Überschuss in den Untertagespeichern gegenüber dem Vorjahr und dem Fünfjahresdurchschnitt allmählich abgebaut – eine Entwicklung, die Händler auf dem Weg in die Heizsaison, in der die Nachfrage normalerweise ihren Höhepunkt erreicht, aufmerksam verfolgt haben.
Auf einen Blick
- Ausbruchsversuch des Oktoberkontrakts kommt zum Stehen
- Prognosen streichen fast 7 Bcf/d an Nachfrage
- LNG-Feedgas erneut über 19 Bcf/d
Der Oktoberkontrakt rückte zu Beginn des Freitaghändels an die Spitze der Futures-Kurve und übernahm damit die Rolle des Promptmonats vom September. Sein Debüt verlief vorsichtig, da Händler die anhaltende Sommerhitze, steigende LNG-Feedgas-Volumina, einen schrumpfenden, aber weiterhin deutlichen Speicherüberschuss und eine saisonal starke Produktion gegeneinander abwogen. Der Wechsel auf den Oktober richtet den Blick der Marktteilnehmer zudem neu auf die herbstlichen Fundamentaldaten, wenn die Kühlungsnachfrage nachlässt und der Markt auf die ersten anhaltenden Kälteeinbrüche wartet, die den winterlichen Heizbedarf treiben.
Der Kursrückgang spiegelte aktualisierte Wetterprognosen wider, die für wichtige Verbrauchsregionen kühlere Bedingungen im frühen September erwarten und somit die Kühlungsnachfrage senken würden. Analysten strichen fast 7 Bcf/d aus der prognostizierten Nachfrage. Wetterbedingte Schwankungen dieser Größenordnung sind im Gashandel üblich, da Temperaturprognosen für wichtige Verbrauchsregionen zu den am genauesten beobachteten Variablen gehören, die die kurzfristigen Preiserwartungen prägen.
Die LNG-Feedgas-Nachfrage blieb ein Lichtblick: Die Volumina lagen erneut über 19 Bcf/d, unter anderem gestützt durch die wieder anlaufende Aktivität bei Freeport LNG. Exportanlagen sind zu einer wesentlichen Quelle struktureller Nachfrage nach US-Gas geworden, und die Feedgas-Ströme sind neben Wetter- und Speicherdaten ein zentraler Indikator, den Händler verfolgen.
Quelle: Natural Gas Intelligence