NachrichtenAktienNasdaq 100 Analyse: Entspannung rund um den Iran und stabile Fed-Zinsen beleben Technologieaktien

Nasdaq 100 Analyse: Entspannung rund um den Iran und stabile Fed-Zinsen beleben Technologieaktien

Autor: FXOpen Blog·

Wichtige Erkenntnisse

  • Präsident Trump sagte einen geplanten Militärschlag gegen den Iran ab und signalisierte Verhandlungsbereitschaft, was die Ölpreise stark sinken ließ.
  • Die Federal Reserve hielt ihren Leitzins am 29. Juli bei 3,5–3,75 %, jedoch war die Entscheidung nicht einstimmig und verdeutlichte anhaltende Uneinigkeit innerhalb des Ausschusses.
  • Der Nasdaq 100 drehte aus der Unterstützungszone bei 27.100, durchbrach eine seit Mitte Juli abwärtsgerichtete Trendlinie und stieg über die Marktprofil-Grenze bei 28.600.
  • Wichtige technische Unterstützungsniveaus liegen beim Point of Control von 28.400, der unteren Profilgrenze von 27.750 und der grünen Unterstützungszone nahe 27.250.
  • Die RSI- und Moving-Average-Werte liegen derzeit bei 64, 58 und 49, wobei der langsamere Moving Average im neutralen Bereich verbleibt und das bullische Signal unbestätigt lässt.
Nasdaq 100 Analyse: Entspannung rund um den Iran und stabile Fed-Zinsen beleben Technologieaktien

Der August begann mit einer Welle des Optimismus im gesamten US-Technologiesektor. Präsident Donald Trump kündigte die Absage eines geplanten Militärschlags gegen den Iran an und signalisierte seine Absicht, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, was einen starken Rückgang der Ölpreise auslöste. Die Marktteilnehmer deuteten die Entspannung der geopolitischen Spannungen als Hinweis darauf, dass auch der Inflationsdruck allmählich nachlassen könnte, da sich die Energiekosten direkt auf Verbraucherpreise und Transportaufwendungen auswirken.

Zusätzliche Unterstützung kam von der Entscheidung der Federal Reserve vom 29. Juli, den Leitzins bei 3,5–3,75 % beizubehalten – ein Schritt, der nicht einstimmig beschlossen wurde. Der Dissens unterstreicht, dass der Ausschuss weiterhin uneinig darüber ist, ob die aktuelle Geldpolitik ausreichend restriktiv ist – eine Debatte, die Anleger aufmerksam verfolgen werden, um Hinweise aus kommenden Fed-Stellungnahmen und Konjunkturdaten abzuleiten. In ihrer Gesamtheit halfen diese Entwicklungen, die Risikobereitschaft der Anleger wiederzubeleben, wobei die Nachfrage spürbar in Large-Cap-Technologieaktien rotierte – Werte, deren langfristige Ertragsprofile besonders empfindlich auf den Zinsausblick reagieren.

Technische Analyse des Nasdaq 100

Seit Mitte Juli befand sich der Nasdaq 100-Index (NDXm auf FXOpen) in einem kurzfristigen Abwärtstrend, der durch eine absteigende Trendlinie definiert war. Der Index fiel schließlich in Richtung des Bereichs um 27.100, der auf dem Chart als grüne Unterstützungszone gekennzeichnet ist. Von diesem Niveau aus drehte der Preis, durchbrach die absteigende Trendlinie und erholte aproximadamente die Hälfte des vorangegangenen Rückgangs.

Nach einer kurzen Konsolidierungsphase nahm das aktuelle Marktprofil Gestalt an, wobei der Index nun über der oberen Grenze des Profils bei 28.600 notiert. Das nächste bedeutende übergeordnete Niveau ist die Basis des vorherigen Trends bei 29.200, auf dem Chart als rote Widerstandszone markiert.

Falls sich die aktuelle Richtung umkehren sollte, kämen mehrere wichtige technische Niveaus ins Spiel. Der Point of Control (POC) bei 28.400 stellt die nächstgelegene Zone mit der höchsten Handelsaktivität im analysierten Zeitraum dar. Darunter befinden sich die untere Grenze des Marktprofils bei 27.750 und das grüne Unterstützungsniveau bei 27.250, das nahe dem Tiefpunkt des Trends liegt.

Der RSI + MAs-Indikator zeigt derzeit Werte von 64, 58 und 49. Während der Oszillator darauf hindeutet, dass die aktuelle Bewegung noch Raum für eine Fortsetzung haben könnte, verbleibt der langsamere Moving Average im neutralen Bereich, sodass das bullische Signal unbestätigt bleibt.

Zusammenfassung

Die kurzfristige Entwicklung des Nasdaq 100 wird voraussichtlich maßgeblich davon abhängen, wie sich die Situation um die Verhandlungen mit dem Iran entfaltet. Jede erneute Eskalation der geopolitischen Spannungen könnte frischen Verkaufsdruck auf den Index auslösen, wohingegen weitere diplomatische Fortschritte den Weg zu höheren Preisniveaus ebnen könnten.