US-NAHB-Hausmarktindex für August steigt auf 35 und übertrifft die Erwartungen von 33
Wichtige Erkenntnisse
- •Der NAHB-Hausmarktindex stieg im August auf 35 und lag damit über der Konsensprognose von 33 sowie über dem Juliwert von 34.
- •Alle drei Indexkomponenten blieben unter der Marke von 50; aktuelle Einfamilienhausverkäufe lagen bei 39, die Verkaufserwartungen für sechs Monate bei 43 und der potenzielle Käuferverkehr bei 23.
- •Der potenzielle Käuferverkehr, die nachfrageseitige Komponente, blieb mit großem Abstand der schwächste Wert.
- •Die Datenveröffentlichung fiel mit einem neuen Zyklushoch der Renditen 30-jähriger US-Staatsanleihen zusammen, was dem Wohnungsmarkt laut Bericht nicht helfen dürfte.
- •Der Bericht bezeichnete das allgemeine Niveau der Werte als tief in einer Rezession und verwies auf Baubeginne und Neubauverkäufe als nächste wichtige Datenpunkte.

Der Hausmarktindex der National Association of Home Builders (NAHB) für August lag bei 35 und damit über den von Ökonomen erwarteten 33 sowie über dem Juliwert von 34.
Der Index, auch als NAHB/Wells Fargo Housing Market Index bekannt, wird monatlich veröffentlicht und basiert auf einer Umfrage unter US-Hausbauunternehmen. Diese werden gebeten, die aktuellen Verkäufe von Einfamilienhäusern, ihre Erwartungen für die Verkäufe in den nächsten sechs Monaten und den potenziellen Käuferverkehr zu bewerten. Werte über 50 zeigen an, dass mehr Bauunternehmen die Lage als gut denn als schlecht einschätzen. Der Index gehört zu den frühesten monatlichen Indikatoren für den US-Wohnungssektor, noch vor Regierungsdaten wie Baubeginnen und Neubauverkäufen, und gilt weithin als Frühindikator für die Einfamilienhausbauaktivität, die in die Wohninvestitionen einfließt, einen Bestandteil des US-BIP.
Die Teilwerte für August:
- Aktuelle Verkäufe von Einfamilienhäusern: 39, nach 37 im Juli
- Erwartete Hausverkäufe in den nächsten sechs Monaten: 43, unverändert gegenüber 43 im Juli
- Potenzielle Käuferfrequenz: 23, unverändert gegenüber 23 im Juli
Alle drei Komponenten liegen unter der Marke von 50, was bedeutet, dass noch immer mehr Bauunternehmen jeden Teilbereich des Marktes als schlecht denn als gut bewerten. Der Nachfrageindikator, der potenzielle Käuferverkehr, bleibt dabei mit großem Abstand der schwächste Wert.
Die Veröffentlichung fiel mit einem neuen Zyklushoch bei den Renditen 30-jähriger US-Staatsanleihen zusammen, ein Umfeld, das dem Wohnungsmarkt laut Bericht nicht helfen dürfte. Langfristige Renditen von Staatsanleihen sind ein wichtiger Referenzwert für die Preisbildung von US-Hypotheken, weshalb solche Bewegungen wegen ihrer Folgen für die Erschwinglichkeit von Wohnraum genau beobachtet werden. Der Bericht merkte zudem an, dass sich die Gesamtwirtschaft weiter behauptet, was darauf hindeute, dass sich Verbraucher womöglich irgendwann an Hypothekenzinsen von über 6% gewöhnen könnten, die voraussichtlich nicht so bald verschwinden werden.
Trotz der Verbesserung in diesem Monat beschrieb der Bericht das allgemeine Niveau dieser Werte als tief in einer Rezession befindlich und bezeichnete den Wohnungssektor als einen Teil der Wirtschaft, der in sehr schlechtem Zustand sei. Als nächste wichtige Datenpunkte gelten die staatlichen Veröffentlichungen zu Baubeginnen und Neubauverkäufen, die zeigen werden, ob sich der moderate Anstieg der Bauträgerstimmung in Bau- und Verkaufsaktivität fortsetzt.
Quelle: ForexLive