NachrichtenMakroMSC Silvana VIII sinkt vor Zhoushan weiter ab, nachdem Wiederfreimachungsversuche gescheitert sind

MSC Silvana VIII sinkt vor Zhoushan weiter ab, nachdem Wiederfreimachungsversuche gescheitert sind

Autor: Splash247·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die MSC Silvana VIII, ein 8.401-TEU-Containerschiff mit einer Länge von 332 Metern, lief während des Taifuns Bavi in Zhoushan auf Grund, nachdem sie am 22. Juni aus Gwangyang, Südkorea, eingetroffen war.
  • Mehrere Bergungsversuche sind gescheitert, wodurch das Heck, der Maschinenraum und mehrere Laderäume des Schiffes überflutet wurden.
  • Etwa 3.000 Tonnen Treibstoff wurden vom Schiff entfernt, um einen schwerwiegenden Meeresverschmutzungsvorfall in den stark befahrenen Gewässern um Zhoushan zu verhindern.
  • Ein herannahender Taifun erschwert die ohnehin schon anspruchsvolle Bergungsoperation in der chinesischen Provinz Zhejiang zusätzlich.
  • Die schwere Überflutung von Maschinenraum und Laderäumen lässt erhebliche Ungewissheit darüber bestehen, ob das 20 Jahre alte Schiff geborgen werden kann oder als wirtschaftlicher Totalschaden deklariert wird.
MSC Silvana VIII sinkt vor Zhoushan weiter ab, nachdem Wiederfreimachungsversuche gescheitert sind

Das 8.401-TEU-Containerschiff MSC Silvana VIII ist vor der Küste von Zhoushan, China, weiter ins Wasser gesunken, nachdem mehrere Versuche, das auf Grund gelaufene Schiff wieder freizubekommen, gescheitert sind. Aufnahmen lokaler Medien zeigen, dass ein erheblicher Teil des Schiffes nun unter Wasser liegt.

Das 20 Jahre alte, 332 Meter lange Schiff traf am 22. Juni im Schiffreparaturbereich von Zhoushan ein, nachdem es aus Gwangyang, Südkorea, gekommen war. Berichten zufolge geriet das Schiff in Schwierigkeiten und lief auf Grund, als Taifun Bavi in der Mitte des vergangenen Monats die chinesische Provinz Zhejiang traf.

Nachfolgende Bergungsversuche, die MSC Silvana VIII wieder freizubekommen, blieben erfolglos. Das Heck des Schiffes versank, mehrere Laderäume und der Maschinenraum Berichten zufolge wurden überflutet. Etwa 3.000 Tonnen Treibstoff wurden als Teil der laufenden Bergungsoperation vom Schiff entfernt – ein Standard-, aber kritischer Schritt zur Verhinderung eines schwerwiegenden Meeresverschmutzungsvorfalls in den stark befahrenen Gewässern um Zhoushan.

Das Bergungsteam sieht sich nun einer zusätzlichen Wetterbedrohung gegenüber, da sich ein weiterer Taifun der Region nähert. Die Taifunsaison im westlichen Pazifik, die normalerweise von Mai bis November dauert, hat in diesem Jahr Bergungs- und Wiederherstellungsoperationen entlang der ostasiatischen Schifffahrtsrouten wiederholt erschwert.

MSC (Mediterranean Shipping Company), einer der weltweit größten Betreiber von Containerschiffen, hat bislang keine öffentliche Erklärung zu dem Vorfall abgegeben. Die Ursache der Grundlaufung, das volle Ausmaß der strukturellen Schäden am Schiff und die nächste Phase der Bergungsoperation bleiben unklar. Bei einem Schiff dieser Größe und dieses Alters wirft die schwere Überflutung des Maschinenraums und mehrerer Laderäume erhebliche Fragen auf, ob das Schiff überhaupt geborgen werden kann oder ob es letztendlich als wirtschaftlicher Totalschaden deklariert wird.

Zhoushan, gelegen in der Provinz Zhejiang an der chinesischen Ostküste, ist einer der verkehrsreichsten maritimen Knotenpunkte des Landes und ein wichtiges Zentrum für Schiffsreparatur und -wartung. Der Vorfall ereignet sich vor dem Hintergrund einer zunehmenden Überprüfung der Sicherheits- und Umweltbilanz älterer Schiffe in der globalen Containerflotte, insbesondere da große Betreiber wie MSC ihre Schiffe weiterhin durch neuere, größere und treibstoffeffizientere Einheiten ersetzen.