Morgan Stanley sieht KI-Wert von SpaceX nach Kursrückgang unterschätzt
Wichtige Erkenntnisse
- •SpaceX nahm bei seinem IPO $86 billion ein, und die Aktie stieg zunächst um fast 50%, bevor sie wieder nachgab.
- •Morgan-Stanley-Analyst Adam Jonas bestätigte seine Kaufempfehlung für SpaceX mit einem Kursziel von $300.
- •Jonas sagte, eine Bewegung in Richtung $100 je Aktie würde wenig oder einen negativen Wert für die KI-Aktivitäten von SpaceX implizieren.
- •Anleger sorgen sich über Kosten für KI-Infrastruktur, unsichere Erlöse und eine mögliche Ablenkung von den Luft- und Raumfahrt- sowie Satellitengeschäften von SpaceX.
- •Goldman Sachs, Bank of America, Citi und JPMorgan haben SpaceX nach dem IPO ebenfalls Kaufempfehlungen gegeben.

Morgan Stanley zufolge hat der jüngste Rückgang der SpaceX-Aktie eine attraktive Kaufgelegenheit geschaffen, da Anleger den Aktivitäten des Unternehmens im Bereich künstliche Intelligenz wenig oder gar keinen Wert beimessen.
Die Einschätzung folgt auf einen anhaltenden Rückgang des SpaceX-Aktienkurses nach dem Börsendebüt des Unternehmens Mitte Juni. SpaceX nahm durch seinen Börsengang $86 billion ein, und die Aktien stiegen in den ersten drei Handelssitzungen um fast 50%, bevor sie die Richtung änderten.
Später fiel die Aktie auf ein Tief von etwa $110.85 und lag damit rund 18% unter ihrem IPO-Preis. Trotz des Rückgangs sagte Morgan-Stanley-Analyst Adam Jonas, die zugrunde liegenden Fundamentaldaten des Unternehmens hätten sich nicht wesentlich verschlechtert.
Morgan Stanley bestätigt Kaufempfehlung für SpaceX
Jonas bestätigte seine „buy“-Einstufung für SpaceX und setzte ein Kursziel von $300 für die Aktie. Berichten zufolge ist mehr als die Hälfte dieser Bewertung an das KI-Geschäft von SpaceX gekoppelt.
Dem Analysten zufolge bewertet der Markt KI-bezogene Vermögenswerte des Unternehmens, darunter Grok und Cursor, mit einem deutlichen Abschlag. Anleger haben Bedenken hinsichtlich der hohen Kosten für den Aufbau von KI-Infrastruktur, unsicherer Erlösmodelle und des Risikos geäußert, dass Projekte im Bereich künstliche Intelligenz das Management von den Luft- und Raumfahrt- sowie Satellitenkommunikationsgeschäften von SpaceX ablenken könnten.
Diese Bedenken spiegeln eine breitere Debatte über stark auf KI ausgerichtete Unternehmen wider, bei der Anleger die langfristige Nachfrage nach KI-Tools gegen den kurzfristig erforderlichen Kapitaleinsatz für Chips, Rechenzentren, Strom und Fachkräfte abwägen. Bei SpaceX wird die Bewertungsdebatte zusätzlich durch den Geschäftsmix des Unternehmens erschwert, der Startdienstleistungen, Satellitenkommunikation und KI-bezogene Vermögenswerte umfasst.
Jonas sagte, diese Sorgen seien übertrieben geworden. Er argumentierte, dass ein Rückgang in Richtung $100 je Aktie faktisch bedeuten würde, dass Anleger den KI-Aktivitäten von SpaceX keinen Wert oder sogar einen negativen Wert beimessen.
Einige Anleger rechnen zudem mit zusätzlichem Verkaufsdruck, wenn Lock-up-Vereinbarungen früher Aktionäre auszulaufen beginnen. Diese Abläufe könnten es Mitarbeitern, Insidern und anderen frühen Investoren ermöglichen, Aktien zu verkaufen, wodurch sich potenziell die am Markt verfügbare Aktienmenge erhöht. Lock-up-Abläufe werden nach IPOs genau beobachtet, weil sie das Verhältnis von Angebot und Nachfrage vorübergehend verändern können, selbst wenn sich die operative Perspektive eines Unternehmens nicht geändert hat.
Breiterer Druck auf KI-Aktien verstärkt den Rückgang
Die Schwäche des SpaceX-Aktienkurses fiel mit einem breiteren Rückzug bei Technologieunternehmen zusammen, die umfangreich in KI-Infrastruktur investieren. Anleger konzentrierten sich auf die Hunderte Milliarden Dollar, die für den Aufbau von Rechenzentren, Computersystemen und Energieinfrastruktur für künstliche Intelligenz benötigt werden. Steigende Ölpreise, Inflationssorgen und geopolitische Spannungen haben den Druck auf risikosensitive Anlagen zusätzlich erhöht.
Dennoch bleiben Wall-Street-Analysten SpaceX Berichten zufolge weitgehend positiv gegenüber eingestellt. Goldman Sachs, Bank of America, Citi und JPMorgan haben dem Unternehmen nach seinem IPO jeweils eine „buy“-Einstufung gegeben.
Jonas zählt weiterhin zu den optimistischsten Analysten, die die Aktie beobachten. Er sagte, SpaceX verfüge über mehrere Wettbewerbsvorteile in den Bereichen Raketenstarts, Satellitenkommunikation und künstliche Intelligenz.
Quelle: https://coinpaper.com/33488/morgan-stanley-says-spacex-ai-valuation-is-being-overlooked