NachrichtenAktienMorgan Stanley stuft Robinhood auf Overweight hoch und sieht 43 Prozent Potenzial – ohne auf Krypto zu setzen

Morgan Stanley stuft Robinhood auf Overweight hoch und sieht 43 Prozent Potenzial – ohne auf Krypto zu setzen

Autor: CryptoBriefing·

Wichtige Erkenntnisse

  • Morgan Stanley hat Robinhood am 1. September auf Overweight hochgestuft und das Kursziel von 124 auf 150 US-Dollar angehoben – rund 43 Prozent Potenzial gegenüber dem Montagschlusskurs von 105 US-Dollar.
  • Robinhoods Erlöse aus Prädiktionsmärkten und Event-Kontrakten erreichten im zweiten Quartal 2026 156 Millionen US-Dollar, nach 10 Millionen US-Dollar im Vorjahr, mit weniger als 2 Millionen teilnehmenden Nutzern.
  • Morgan Stanley prognostiziert für Robinhood ein EPS-Wachstum von 12, 14 und 15 Prozent in den nächsten drei Jahren, trotz gesenkter Erwartungen an die Kryptohandelsvolumen.
  • Robinhoods rund 28 Millionen Nutzer haben Zugriff auf ein erweitertes Produktangebot, darunter Rentenkonten, Kreditkarten und eine Derivatehandelsplattform.
  • Wichtige künftige Prüfsteine sind die Adoption der Prädiktionsmärkte über die aktuelle Nutzerbasis hinaus, der Ausgleich schwächerer Kryptovolumen durch Erlöse auf Vermögensbasis und die regulatorische Behandlung von Event-Kontrakten.
Morgan Stanley stuft Robinhood auf Overweight hoch und sieht 43 Prozent Potenzial – ohne auf Krypto zu setzen

Morgan Stanley hat Robinhood eine der stärksten Wall-Street-Empfehlungen der vergangenen Monate ausgesprochen: Die Aktie wurde auf Overweight hochgestuft und mit einem Kursziel von 150 US-Dollar versehen – bemerkenswerterweise spielt das Kryptohandelsvolumen in der Begründung fast keine Rolle.

Die am 1. September veröffentlichte Hochstufung impliziert ein Kurspotenzial von 43 Prozent gegenüber dem Montagschlusskurs von 105 US-Dollar. Analyst Michael J. Cyprys verantwortete die Einschätzung und erhöhte das Kursziel von 124 auf 150 US-Dollar. Der Wechsel von Equal Weight zu Overweight markiert eine bemerkenswerte Kehrtwende bei einer Aktie, deren Kursanstieg im vergangenen Jahr stark mit der Euphorie um den Kryptohandel verbunden war; die These stützt sich nun stattdessen auf eine breitere Erlösbasis.

Die Wachstumsmaschine abseits von Krypto

Die Erlöse aus Prädiktionsmärkten und Event-Kontrakten erreichten im zweiten Quartal 2026 156 Millionen US-Dollar. Das Ausmaß dieses Wachstums wird beim Vergleich mit dem Vorjahr deutlich: Damals erwirtschaftete dieselbe Kategorie lediglich 10 Millionen US-Dollar – ein Anstieg um rund das 15-Fache, erreicht mit weniger als 2 Millionen teilnehmenden Nutzern. Prädiktionsmärkte, in denen Nutzer auf Ereignisausgänge etwa bei Wahlen oder Sportereignissen handeln, gehören zu den umkämpftesten neuen Kategorien im Retail-Brokerage; Robinhoods Fähigkeit, das Produkt über seine breitere Nutzerbasis zu skalieren, ist zentraler Bestandteil der Bullen-These.

Morgan Stanleys Gewinne-pro-Aktie-Prognosen erwarten ein EPS-Wachstum von 12, 14 und 15 Prozent in den nächsten drei Jahren. Robinhoods Nutzerbasis umfasst derzeit rund 28 Millionen, und das Unternehmen hat sein Produktangebot um Rentenkonten, Kreditkarten und eine Derivatehandelsplattform erweitert. Diese Diversifizierung ist strategisch bedeutsam: Erlöse, die an Vermögensbestände und wiederkehrende Produktnutzung gekoppelt sind, sind im Allgemeinen weniger volatil als transaktionsbasierte Handelserlöse, die mit den Marktzyklen schwanken.

Warum Krypto in den Hintergrund rückte

Morgan Stanley gab seine bullishE Einschätzung trotz gesenkter Erwartungen an die Kryptohandelsvolumen auf der Plattform ab. Erlöse auf Vermögensbasis, die Monetarisierung aktiver Trader und die rasche Expansion von Event-Kontrakten füllen die Lücke, die der Kryptohandel einst besetzte.

Prädiktionsmärkte als neue Wachstumsfront

Der herausragende Datenpunkt der Hochstufung ist die Erlösfigur der Prädiktionsmärkte. Der Anstieg von 10 auf 156 Millionen US-Dollar innerhalb eines Jahres – bei weniger als 2 Millionen Nutzern, die derzeit Event-Kontrakte nutzen – deutet auf erhebliches Wachstumspotenzial innerhalb von Robinhoods 28-Millionen-Nutzerbasis hin.

Worauf Anleger achten

Der Wechsel von Equal Weight zu Overweight signalisiert Morgan Stanleys Klienten die Erwartung, dass Robinhood in den nächsten 12 bis 18 Monaten besser abschneiden wird als die Branchenkollegen. Im Juli 2026 hatte Morgan Stanley sein Kursziel für Robinhood bereits von 95 auf 124 US-Dollar angehoben und damit den Schwung rund um das Prädiktionsmarktgeschäft des Unternehmens anerkannt. Künftige Prüfsteine umfassen die Frage, ob die Nutzung der Prädiktionsmärkte über die aktuelle Nutzerbasis von unter 2 Millionen hinaus wächst, ob Erlöse auf Vermögensbasis schwächere Kryptovolumen weiterhin ausgleichen und wie die Regulierungsbehörden mit dem rasch wachsenden Geschäft mit Event-Kontrakten umgehen.