13F-Einreichungen zeigen XRP-ETF-Bestände bei Morgan Stanley, Jane Street und Goldman Sachs
Wichtige Erkenntnisse
- •Morgan Stanleys aktuelle 13F-Einreichung bestätigt XRP-ETF-Bestände über Produkte von Franklin, REX-Osprey und Bitwise, wobei die Positionen im Verhältnis zum Gesamtvolumen des Portfolios klein sind.
- •Jane Street meldete 1,2 Millionen Anteile am Bitwise XRP-ETF im Wert von mehr als 14,20 Millionen US-Dollar sowie kleinere XRP-Positionen in Fonds von Franklin, Grayscale, Canary und 21Shares.
- •Goldman Sachs legte rund 25,8 Millionen US-Dollar an XRP-gebundenen Vermögenswerten off, die über Krypto-ETFs gehalten werden.
- •In den USA gelistete XRP-ETFs werden erst seit 2025 gehandelt, weshalb die vierteljährlichen 13F-Einreichungen eines der wenigen öffentlichen Fenster für den institutionellen XRP-Besitz über regulierte Vehikel darstellen.
- •13F-Einreichungen sind Momentaufnahmen zum Quartalsende, die keine späteren Positionsänderungen zeigen und Market-Making-Bestände nicht von gerichteten Positionen unterscheiden können.

Die jüngste Runde der 13F-Einreichungen hat einen seltenen Einblick gegeben, wie viel XRP-Exposition einige der größten Namen der Wall Street über börsengehandelte Fonds halten: Morgan Stanley, Goldman Sachs und Jane Street haben sämtlich Positionen in XRP-basierten ETF-Produkten offengelegt.
Formular 13F ist die vierteljährliche Offenlegung, die US-amerikanische institutionelle Vermögensverwalter mit mindestens 100 Millionen US-Dollar an meldepflichtigen Wertpapieren bei der Securities and Exchange Commission einreichen müssen. Da ETFs als meldepflichtige Wertpapiere gelten, erscheinen XRP-Fonds inzwischen in denselben Unterlagen wie gewöhnliche Aktien. Da in den USA gelistete XRP-ETFs erst seit 2025 gehandelt werden, ist jede vierteljährliche Runde zu einem der wenigen öffentlichen Fenster für den institutionellen Besitz des Tokens über regulierte Vehikel geworden – und die Formulare sind innerhalb von 45 Tagen nach Quartalsende fällig, weshalb diese Welle von Offenlegungen Mitte August veröffentlicht wurde.
Morgan Stanleys bestätigte, aber moderate Beteiligung
Morgan Stanley, eine 2-Billionen-US-Dollar-Bank, legte Bestände in einer Reihe XRP-basierter börsengehandelter Fonds offen, darunter Produkte von Franklin, REX-Osprey und Bitwise.
Die Einreichung wurde am 14. August 2026 auf X (früher Twitter) aufgegriffen:
MORGAN STANLEY JUST FILED A 13F SHOWING XRP ETF HOLDINGS! 🤯🤯 🇺🇸 Positions confirmed across FRANKLIN XRP ETF, REX-OSPREY XRP ETF, and BITWISE XRP ETF straight from Wall Street's own paperwork. Big money doesn't disclose exposure it doesn't want. pic.twitter.com/jtEcjxZe1f
— Xaif Crypto (@Xaif_Crypto), August 14, 2026 (source)
Während die Positionen in den eigenen regulatorischen Unterlagen der Wall Street bestätigt sind, fallen Morgan Stanleys XRP-gebundene Bestände im Vergleich zum Gesamtvolumen des Portfolios und zu den Offenlegungen einiger kleinerer Unternehmen recht klein aus. Es ist nicht die erste Krypto-Exposition der Bank, die auf diesem Weg ans Licht kam: Morgan Stanley erschien bereits nach dem Start von Spot-Bitcoin-ETFs im Januar 2024 in entsprechenden 13F-Runden, und XRP-Fonds sind die neuesten Produkte, die in denselben vierteljährlichen Unterlagen auftauchen.
Zwei Giganten der Wall Street sichern sich den Löwenanteil
Jane Street hat mit der Veröffentlichung des eigenen 13F-Long-Aktienportfolios beträchtliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Das Handelshaus meldete 1,2 Millionen Anteile am XRP-basierten Bitwise-ETF, die zum aktuellen Marktwert von XRP kumuliert mehr als 14,20 Millionen US-Dollar wert sind. Der Vermögensverwalter hält zudem kleinere XRP-Positionen, verteilt über verschiedene ETF-Produkte, darunter Fonds von Franklin, Grayscale, Canary und 21Shares.
Jane Street ist für außergewöhnlich hohe Handelserlöse bekannt. Das Unternehmen erzielte 2025 einen Handelserlös von 39,6 Milliarden US-Dollar – ein Wall-Street-Rekord, der die großen Banken übertraf – und hat seit Jahresbeginn bis Mitte 2026 die Marke von 40 Milliarden US-Dollar überschritten, und zwar selbst nach einem gemeldeten Verlust von rund 15 Milliarden US-Dollar im Juli 2026. Das Unternehmen zählt außerdem zu den größten Market-Makern für in den USA gelistete ETFs – eine Rolle, die regelmäßig Fondsanteile in seinen Büchern erscheinen lässt.
Über Jane Street hinaus ist Goldman Sachs ein weiterer Wall-Street-Riese mit offengelegter XRP-Exposition. Das multinationale Schwergewicht im Bereich der Vermögensverwahrung offenbarte zuletzt rund 25,8 Millionen US-Dollar an XRP-gebundenen Vermögenswerten in Form von Krypto-ETFs.
Momentaufnahmen, nicht das vollständige Bild
In der Gesamtschau zeigen die Einreichungen, dass Morgan Stanleys Beteiligung real, aber gemessen am Gesamtvolumen des Portfolios und den größeren gemeldeten Beständen moderat ist, während kleinere Unternehmen wie Jane Street weiterhin intensive Handelsaktivität und erhebliche Erlöse verzeichnen.
Ein Vorbehalt muss betont werden: 13F-Einreichungen sind Momentaufnahmen zum Quartalsende. Sie zeigen weder spätere Positionsänderungen noch bilden sie das vollständige Bild der Market-Making-Aktivität ab – und bei Unternehmen, die ETFs in Jane Streets Umfang handeln, können Anteile in den Büchern ebenso gut Market-Making-Bestände wie gerichtete Positionen widerspiegeln, eine Unterscheidung, die das Formular selbst nicht auflöst. Die nächste vierteljährliche Runde der Einreichungen wird zeigen, wie sich diese Positionen in der Zwischenzeit entwickelt haben.