NachrichtenMakroNBCs Kornacki fasst es nicht: Mississippi-Demokrat Scott Colom 'könnte dieses Rennen tatsächlich gewinnen'

NBCs Kornacki fasst es nicht: Mississippi-Demokrat Scott Colom 'könnte dieses Rennen tatsächlich gewinnen'

Autor: Alternet·

Wichtige Erkenntnisse

  • •Der demokratische Staatsanwalt Scott Colom liegt mit einem knappen Vorsprung von rund 43 Stimmen vor der republikanischen Senatorin Cindy Hyde-Smith; etwa 44.000 Stimmzettel sind noch nicht ausgezählt.
  • •NBC-News-Analyst Steve Kornacki kam zu dem Schluss, dass Colom in einer günstigen Position liegt, und verwies auf die große Zahl verbleibender Stimmen im Hinds County, wo Colom mit etwa 60 Punkten führt.
  • •Hyde-Smith hatte zuvor Coloms Nominierung zur Bundesrichterin unter dem ehemaligen Präsidenten Joe Biden blockiert.
  • •Mississippi ist der einzige Staat ohne Recount-Gesetze, sodass es trotz des hauchdünnen Vorsprungs keinen automatischen Auslöser für eine Neuauszählung gibt.
  • •Ein endgültiges Ergebnis könnte noch Tage dauern, da vorläufige Stimmzettel noch geprüft werden und Mississippi Briefwahlstimmen noch fünf Tage nach dem Wahltag annimmt.
NBCs Kornacki fasst es nicht: Mississippi-Demokrat Scott Colom 'könnte dieses Rennen tatsächlich gewinnen'

Die republikanische Senatorin aus Mississippi, Cindy Hyde-Smith, könnte ihren Sitz im US-Senat an den demokratischen Staatsanwalt Scott Colom verlieren, sobald 100 Prozent der Stimmen ausgezählt sind – eine bemerkenswerte Wendung für eine Abgeordnete, die zuvor Coloms Nominierung zur Bundesrichterin unter dem ehemaligen Präsidenten Joe Biden blockiert hatte.

Das Rennen blieb am Mittwoch zu knapp für einen Aufruf, während Steve Kornacki von NBC News die noch offenen Daten durcharbeitete. In den frühen Morgenstunden des Mittwochs lag Colom mit rund 50 Stimmen vorn, der Abstand verkleinerte sich auf etwa 35 und betrug anschließend 43. Bei rund 44.000 noch nicht ausgezählten Stimmzetten kann ein Vorsprung von nur wenigen Dutzend Stimmen nahezu jedes verbleibende Stimmenpaket entscheidend prägen.

"Listen, there's like, Lowndes County, 1,200 votes left. Colom is winning that by about 16 points, so he'll net votes from there", sagte Kornacki. "Jackson County, we've got about 1,600 votes. Hyde-Smith – they probably cancel each other out. I'm seeing a lot of counties that will probably cancel each other out. And the big thing that's jumping out at this is that the most remaining vote is in Hinds County. And of all the counties where there's remaining vote, where there's significant remaining vote, it's the one where a candidate has the most lopsided advantage. You know, Colom leading that by 60 points."

Diese Rechnung veranlasste Kornacki zu dem Schluss, dass Colom in einer günstigen Position lag. "With a giant number that is left there. And then for the remaining vote there, elsewhere, to either be a wash or somewhat erode – yeah. You're looking at, really, a possibility here of Colom, the Democrat, winning this race", sagte er. "Wow. Wow. With what's left there, Colom could actually win this."

Justin Slaughter, ein ehemaliger Berater der Demokraten, der nun bei Paradigm arbeitet, wies darauf hin, dass Mississippi der einzige Staat ohne gesetzliche Nachzahlungsregeln (Recount-Gesetze) ist – das heißt, bei einem knappen Rennen gibt es keinen automatischen Auslöser für eine Neuauszählung der Stimmzettel, ein Detail, das in einem nur um wenige Dutzend Stimmen entschiedenen Wettbewerb besonders ins Gewicht fällt.

Mississippi hat seit 1982 keinen demokratischen Senator mehr gewählt – eine Serie, die sich über mehr als vier Jahrzehnte erstreckt –, und sein stark konservatives Elektorat verschaffte Hyde-Smith einen erheblichen strukturellen Vorteil. Colom führte jedoch einen unverwechselbaren Wahlkampf und reichte überall die Hand – auch den Anhängern von Präsident Donald Trump, die vor einer MAGA-Kundgebung Schlange standen.

Die Auszählung verlief langsam. Die Behörden hatten noch vorläufige Stimmzettel zu prüfen und zu zählen, und Mississippi nimmt Briefwahlstimmen noch fünf Tage nach dem Wahltag an, was zu einer erheblichen Verzögerung führte. Die Decision Desk erklärte, es seien voraussichtlich noch 44.000 Stimmen auszuzählen. Da vorläufige Stimmzettel noch geprüft werden und das fünftägige Briefwahlfenster des Staates offen ist, könnte ein endgültiges Ergebnis noch tagelang auf sich warten lassen – und die Aufmerksamkeit wird darauf gerichtet bleiben, ob die verbleibenden Stimmenpakete – angeführt vom Hinds County – Kornackis Rechnung bestätigen oder umwerfen.

Primäre Quellen: Alternet – Mississippi Senate race, Live-Berichterstattung auf YouTube, Beitrag auf X (@JBSDC)

Quelle: Alternet