„Dummer Zug, Coke“: MAGA-Senator schäumt, als Jesus-Formulierungen auf Coca-Cola-Dosen blockiert werden
Wichtige Erkenntnisse
- •Eine Untersuchung von Fox Business ergab, dass Coca-Colas Personalisierungstool christliche Formulierungen wie „Jesus is Lord“ und „Holy Trinity“ blockierte, während Ausdrücke wie „Defund the Police“ und „Proud Boys“ zugelassen wurden.
- •Coca-Cola bestätigte das technische Problem und deaktivierte vorübergehend die Vorschaufunktion, während neue personalisierte Produktbestellungen pausiert wurden.
- •Senator Mike Lee stellte in sozialen Medien öffentlich die Frage, warum technische Fehler von Unternehmen offenbar religiöse und konservative Nutzer überproportional treffen.
- •Die Personalisierungsplattform ist Teil von Coca-Colas langjähriger „Share a Coke“-Kampagne, die auf automatisierte Inhaltsmoderation zur Durchsetzung von Nutzungsrichtlinien setzt.
- •Coca-Cola war bereits zuvor Ziel kulturpolitischer Kritik konservativer Figuren, darunter eine Kontroverse aus dem Jahr 2021 über angebliche Materialien eines Diversity-Trainings.

Der US-Senator Mike Lee (R-UT) kritisierte Coca-Cola diese Woche öffentlich, nachdem ein Softwarefehler im Personalisierungstool des Unternehmens christliche Botschaften blockierte und damit unter konservativen Kommentatoren Empörung auslöste.
Der Republikaner aus Utah nutzte X, um zu hinterfragen, warum technische Fehler von Unternehmen religiöse und konservative Nutzer offenbar überproportional treffen.
„Dumb move, Coke,“ schrieb Lee auf X. „Jesus will win over Coca Cola / Every single time.“
In einem zweiten Beitrag fügte Lee hinzu: „Why is it that these 'technical issues' from corporate always seem to target religious people and conservatives?“
Der Auslöser der Kontroverse ist eine Untersuchung von Fox Business, die ergab, dass Coca-Colas Personalisierungstool seine Inhaltsfilter über politische und religiöse Kategorien hinweg uneinheitlich anwendete. Dem Bericht zufolge blockierte das Tool gängige christliche Formulierungen wie „Jesus is Lord“, „Holy Trinity“ und „Virgin Mary“ sowie den politischen Slogan „Make America Great“. Gleichzeitig wurden Ausdrücke wie „Defund the Police“, „Proud Boys“ und — Stand letzten Freitag — sogar „Pedophile Pride“ durch denselben Filter zugelassen.
Die Personalisierungsplattform von Coca-Cola, Teil der langjährigen „Share a Coke“-Kampagne, über die Kunden Dosen und Flaschen mit individuellen Namen und Botschaften bestellen können, nutzt automatisierte Inhaltsmoderation, um Nutzungsrichtlinien durchzusetzen. Solche Systeme werden in E-Commerce- und Konsumgüterplattformen häufig eingesetzt, wobei schlagwortbasierte Filter oft Schwierigkeiten haben, zuverlässig zwischen legitimen religiösen, politischen und gesellschaftlichen Bezügen und als unangemessen eingestuften Begriffen zu unterscheiden.
Coca-Cola räumte das Problem in einer Erklärung gegenüber Fox News Digital ein.
„…We are aware of a technical issue affecting the personalization preview tool and are working to address it,“ sagte ein Unternehmenssprecher. „While we review and take corrective action, we have disabled the preview feature and paused new personalized product orders.“
Die Reaktion des Unternehmens dämpfte die Gegenreaktionen in den sozialen Medien kaum, wo sich mehrere prominente konservative Stimmen der Kritik anschlossen.
„Once again Coca Cola shows you who they really are,“ schrieb die rechte Medienpersönlichkeit Lara Logan auf X.
Der InfoWars-Moderator Harrison H. Smith schrieb auf X: „Can you believe the MUSLIMS made Coca-Cola ban these ADL-designated antisemitic phrases? We all know that Muslims don't revere Jesus as a prophet or anything, this was definitely Muslims.“ Smith legte für die Behauptung keine Belege vor.
Laut Snopes ist dies nicht das erste Mal, dass rechte Akteure Coca-Cola wegen eines kulturpolitischen Streits ins Visier nehmen. Im Jahr 2021 verbreiteten sich Screenshots im Netz mit der Behauptung, Coca-Cola habe von Mitarbeitern verlangt, ein Diversity-Training zu absolvieren, in dem sie angewiesen wurden, „try to be less white“. Coca-Cola teilte Snopes damals mit, der Kurs sei „not part of the company's curriculum“.