NachrichtenMakroWarten auf die Troika-Prognose der Mid-Session-Review

Warten auf die Troika-Prognose der Mid-Session-Review

Autor: Econbrowser·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die im Congressional Budget Act von 1974 vorgeschriebene Mid-Session-Review ist am 15. Juli fällig, die Frist wird jedoch häufig verpasst.
  • Die Überprüfung aktualisiert die Haushaltsschätzungen der Regierung und ihren offiziellen wirtschaftlichen Ausblick zur Jahresmitte.
  • NEC-Chef Hassett prognostizierte im Mai ein Wirtschaftswachstum von 5 % im Jahr 2027 – aufbauend auf der bereits rasanten Wachstumsprognose der Regierung für 2026.
  • Das vom Bureau of Economic Analysis gemeldete BIP bewegt sich bislang im Einklang mit der Durchschnittsprognose der Aprilumfrage des Wall Street Journal.
  • Die Wachstumsannahmen der Troika bilden die Grundlage der Einnahmen- und Defizitprojektionen des Haushalts, weshalb der Abstand zwischen dem gemeldeten BIP und dem Ausblick der Regierung die zentrale zu beobachtende Lücke ist, sobald die Überprüfung veröffentlicht wird.
Warten auf die Troika-Prognose der Mid-Session-Review

Die Frist für die Mid-Session-Review endet am 15. Juli, sie wird jedoch häufig verpasst. Die im Congressional Budget Act von 1974 vorgeschriebene Überprüfung aktualisiert die Haushaltsschätzungen der Regierung und ihren offiziellen wirtschaftlichen Ausblick zur Jahresmitte.

Blickt man auf den Mai zurück, sagte NEC-Chef Hassett 5 % Wachstum für 2027 voraus – obendrauf kam das von der Regierung prognostizierte rasante Wachstum in 2026. Wie stellt sich die Lage nach zwei weiteren Quartalen gemeldeten Wachstums dar?

Abbildung 1: Gemeldetes BIP (kräftige schwarze Linie); Haushaltsprognose der Regierung für das Fiskaljahr 2027, auch bekannt als die OMB-Treasury-CEA-„Troika“ (rote Quadrate); Durchschnitt der WSJ-Aprilumfrage (blau); Medianprognose des SPF (rosa); 5 % Wachstum im Jahr 2027 laut Hassett (petrolfarbenes Dreieck). Quelle: BEA, WSJ-Aprilumfrage, Philadelphia Fed und Berechnungen des Autors.

Die Grafik setzt den Ausblick des Weißen Hauses zu zwei privatwirtschaftlichen Ankerpunkten ins Verhältnis – der Ökonomenumfrage des Wall Street Journal und der von der Federal Reserve Bank of Philadelphia herausgegebenen Survey of Professional Forecasters –, wobei das gemeldete BIP vom Bureau of Economic Analysis stammt. Bislang verläuft das gemeldete BIP entlang der Durchschnittsprognose der WSJ-Aprilumfrage.

Der Vergleich reicht über die reine Prognose hinaus: Die Wachstumsannahmen der Troika fließen in die Einnahmen- und Defizitprojektionen des Haushalts ein. Der Abstand zwischen dem gemeldeten BIP und dem Ausblick der Regierung ist daher die entscheidende Lücke, die es zu beobachten gilt, sobald die Mid-Session-Review vorliegt.

Quelle: Econbrowser