Microsoft (MSFT) von Mizuho zum Top-Software-Pick für das Jahresende gekürt
Wichtige Erkenntnisse
- •Mizuho-Analyst Jordan Klein hat Microsoft zu seinem wichtigsten Software-Pick für das Jahresende erklärt und dabei auf ein potenzielles Azure-Wachstum von über 50 %, ausgeräumte FY27-Guidance-Bedenken und das Engagement für einen positiven Free Cash Flow trotz erhöhter KI-Kapitalausgaben verwiesen.
- •Microsofts jüngste Quartalszahlen übertrafen den Konsens mit einem EPS von 4,74 $ gegenüber Schätzungen von 4,24 $, während der Umsatz 90,01 Mrd. $ erreichte, was einem Jahreswachstum von 17,7 % entspricht.
- •Das Konsens-Preisziel der Wall Street liegt bei 559,16 $ über 42 Buy- und 5 Hold-Ratings, wobei einzelne Ziele von Argus bei 510 $ bis Bernstein bei 660 $ reichen.
- •Institutionelle Investoren halten gemeinsam rund 71,13 % der Microsoft-Aktien, wobei Norges Bank und Nuveen bedeutende neue Positionen aufbauten, während Hilltop Holdings seinen Anteil um 66,4 % reduzierte.
- •CEO Judson Althoff verkaufte am 5. August 10.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 487,89 $ und reduzierte damit seine direkten Bestände um rund 9 % bei einem Gesamterlös von knapp unter 4,88 Mio. $.

Microsoft (MSFT)-Aktien eröffneten am Dienstag bei 506,06 $ und notierten damit deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 553,72 $, aber über dem 52-Wochen-Tief von 349,20 $. Die bisherige Underperformance der Aktie im Jahresverlauf innerhalb der Magnificent 7 — der genau beobachteten Gruppe, zu der auch Apple, NVIDIA, Amazon, Alphabet, Meta und Tesla gehören — hat neue Analystenaufmerksamkeit auf sich gezogen.
Mizuho-TMT-Spezialist Jordan Klein hat Microsoft zu seinem wichtigsten Software-Pick für das Jahresende erklärt. Seine These stützt sich auf mehrere tragende Säulen: Azure, die weltweit zweitgrößte Cloud-Infrastrukturplattform hinter Amazon Web Services, könnte mit Inbetriebnahme neuer Kapazitäten ein Wachstum von über 50 % durchbrechen; die Bedenken hinsichtlich der FY27-Guidance haben sich zerstreut; und das Unternehmen bleibt dem Ziel verpflichtet, auch bei stark steigenden Kapitalausgaben für die KI-Rechenzentrumerweiterung einen positiven Free Cash Flow zu erwirtschaften.
Klein bezeichnete das Free-Cash-Flow-Engagement als „big deal". Zudem verwies er auf das Aufwärtspotenzial aus der Beziehung zwischen Microsoft und OpenAI und charakterisierte dies als Doppelt-Nutz-Szenario — wenn OpenAI erfolgreich ist, profitiert Microsoft; wenn Microsoft intern einen stärkeren KI-Pfad entwickelt, profitiert es noch mehr.
Allerdings fällt Kleins breiterer Ausblick für den Softwaresektor zurückhaltender aus. Er argumentiert, dass die jüngste sektorweite Rallye primär durch passives Rotation und quantitatives Kaufen anstatt durch aktives fundamentales Vertrauen angetrieben wird.
Quartalszahlen und Azure-Performance
Die jüngsten Quartalszahlen von Microsoft untermauerten die bullische These. Das Unternehmen wies ein Ergebnis je Aktie von 4,74 $ aus und übertraf damit die Konsensschätzung von 4,24 $ um 0,50 $. Der Umsatz erreichte 90,01 Mrd. $, übertraf die Schätzung von 87,62 Mrd. $ und entsprach einem Jahreswachstum von 17,7 %.
Das Unternehmen verzeichnete eine Nettomarge von 40,31 % und eine Eigenkapitalrendite von 31,98 %. Analysten gehen nun von einem Ganzjahres-EPS von 19,58 $ aus.
Microsoft erklärte zudem eine quartalsweise Dividende von 0,91 $ je Aktie, zahlbar am 10. September, mit einem Ex-Dividend-Stichtag am 20. August. Dies entspricht einer annualisierten Rendite von rund 0,7 %.
analystische Preisziele
Die Preisziele der Wall Street spannen eine breite Palette. Wolfe Research behält ein Outperform-Rating mit einem Ziel von 550 $ bei. Guggenheim bestätigte ein Buy-Rating mit einem Ziel von 586 $. Bernstein erhöhte sein Ziel auf 660 $, während Argus niedriger bei 510 $ liegt. Über 42 Buy-Ratings und 5 Hold-Ratings beläuft sich das Konsens-Durchschnittspreisziel auf 559,16 $, was einem „Moderate Buy"-Rating entspricht.
Institutionelle und Insider-Aktivität
Die institutionelle Positionierung zeigte im ersten Quartal gegenläufige Trends. Hilltop Holdings reduzierte seinen Anteil um 66,4 % und senkte die Position auf 42.330 Aktien im Wert von rund 15,7 Mio. $. Umgekehrt eröffnete Norges Bank eine neue Position im Wert von über 50 Mrd. $. Nuveen fügte einen neuen Anteil im Wert von rund 18,7 Mrd. $ hinzu, und UBS Asset Management steigerte ihre Bestände um 500 %. Institutionelle Investoren halten gemeinsam rund 71,13 % der Microsoft-Aktien.
Auf der Insider-Seite verkaufte CEO Judson Althoff am 5. August 10.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 487,89 $ je Aktie, was einem Gesamtwert von knapp unter 4,88 Mio. $ entsprach. Die Transaktion stellte eine Reduzierung seiner direkten Bestände um 9,05 % dar.
Klein stellte fest, dass stark belegte Softwarewerte wie CrowdStrike, Cloudflare und Datadog keine Anzeichen einer Anlegerkapitulation zeigen, was das potenzielle Aufwärtspotenzial bei diesen Aktien begrenzt. Microsofts relative Underperformance bietet im Gegensatz dazu mehr Spielraum für Bewegungen.
In seiner neuesten Forschungsnotiz argumentierte Bernstein, dass Microsoft keine Überkapazitäten beim Rechenzentrumsausbau schafft und dass die Infrastruktur auch für Azure wertvoll bliebe, falls die KI-Nachfrage zurückgehen sollte.