NachrichtenAktienMicrosoft strebt September-Enthüllung für Maia 300 AI-Beschleuniger an inmitten von TSMC-Kapazitätsverhandlungen

Microsoft strebt September-Enthüllung für Maia 300 AI-Beschleuniger an inmitten von TSMC-Kapazitätsverhandlungen

Autor: Cryptopolitan·

Wichtige Erkenntnisse

  • Microsoft verhandelt mit TSMC über die Herstellung von mehr als 300.000 Maia 300 AI-Beschleunigereinheiten für die Auslieferung im Jahr 2027, mit einem langfristigen Ziel von über einer Million Einheiten.
  • Der Vorgänger Maia 200 erlebte Verzögerungen aufgrund unzureichender Leistung in frühen Tests und wurde nur in einer begrenzten Anzahl von Rechenzentren eingesetzt.
  • CEO Satya Nadella erklärte, dass die Verringerung von Microsofts Abhängigkeit von Nvidia ein strategisches Ziel sei, da Nvidias Premiumpreise für GPUs die Kapitalausgaben in der gesamten Hyperscaler-Branche in die Höhe getrieben haben.
  • Es wird erwartet, dass TSMCs N3-Knoten und fortschrittliche CoWoS-Verpackung bis 2027 unter Lieferengpässen leiden werden, was das tatsächliche Volumen der von Microsoft erhaltenen Maia 300-Chips einschränken könnte.
  • Microsoft meldete für das vierte Geschäftsquartal 2026 einen Umsatz von 90,0 Milliarden US-Dollar, ein Jahreswachstum von 18 %, wobei Azure und andere Clouddienste um 43 % wuchsen.
Microsoft strebt September-Enthüllung für Maia 300 AI-Beschleuniger an inmitten von TSMC-Kapazitätsverhandlungen

Microsoft bereitet sich darauf vor, seinen Maia 300 AI-Beschleuniger bereits im September öffentlich vorzustellen, wie ein Bericht von The Information entnommen werden kann. Das Unternehmen befindet sich gleichzeitig in Gesprächen mit Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC), um im kommenden Jahr mehr als 300.000 Einheiten zu sichern, was eine erhebliche Eskalation seiner Ambitionen im Bereich kundenspezifischer Siliziumchips signalisiert.

TSMC-Kapazität für Auslieferung 2027 reserviert

Microsoft hat TSMC kontaktiert, um Produktionskapazitäten für die Maia 300-Chips zu reservieren, deren Auslieferung für 2027 geplant ist. Die Bestellung würde die bislang produzierten Maia 200-Einheiten, die in die Zehntausende gehen, bei Weitem übertreffen. Microsofts langfristiges Ziel ist es, eine Million Einheiten zu überschreiten, obwohl Verhandlungen über die Verpackung und Einschränkungen bei der Komponentenversorgung das tatsächlich gelieferte Volumen begrenzen könnten.

Der Vorgänger Maia 200 erlebte Verzögerungen, nachdem frühe Tests die internen Leistungsziele nicht erreichten. Der Chip wurde seither nur in einer begrenzten Anzahl von Rechenzentren eingesetzt.

Microsoft-CEO Satya Nadella informierte Investoren während des telefonischen Ergebnisberichts zum vierten Geschäftsquartal 2026 am 29. Juli, dass der Chip eine um 30 % bessere Leistung pro Dollar als vorhandene Hardware bietet. Er fügte hinzu, dass er hochskaliert werde, um sowohl OpenAI-Workloads als auch Microsofts eigene MAI-Modelle zu unterstützen.

Als Cryptopolitan über den Start des Maia 200 berichtete im Januar 2026, beschrieb Microsoft ihn als Inference-Chip der zweiten Generation, der auf TSMCs 3-Nanometer-Prozess basiert. Scott Guthrie, Executive Vice President für Cloud und AI bei Microsoft, bezeichnete ihn als „das effizienteste Inference-System, das Microsoft je gebaut hat“.

Strategischer Vorstoß zur Verringerung der Nvidia-Abhängigkeit

Nadella hat öffentlich erklärt, dass die Verringerung von Microsofts Abhängigkeit von Nvidia ein strategisches Ziel sei. Nvidia dominiert derzeit den Markt für AI-Beschleuniger, und seine GPUs erzielen Premiumpreise, die die Kapitalausgaben in der gesamten Hyperscaler-Branche in die Höhe getrieben haben. Das Unternehmen erklärt, dass seine kundenspezifischen Chips interne und OpenAI-Workloads zu niedrigeren Kosten ausführen können, und es erweitert die interne Nutzung über Azure AI Foundry und Copilot. Microsoft vermarktet die Hardware auch an große externe Cloud-Kunden.

Microsofts Bemühungen folgen ähnlichen Initiativen anderer großer Cloud-Anbieter. Google setzt seit 2015 seine Tensor Processing Units (TPUs) für interne und Cloud-Workloads ein, während Amazon Web Services seine Trainium- und Inferentia-Chips EC2-Kunden anbietet. Meta hat ebenfalls seine MTIA-Inference-Beschleuniger entwickelt.

Anfang dieses Monats bestätigte Anthropic, dass es ein eigenes Halbleiterteam aufbaut, um kundenspezifische Chips für seine Claude-Modelle zu entwickeln. Dies positioniert das Unternehmen sowohl als potenziellen Käufer des Maia 300 als auch als zukünftigen Wettbewerber im Bereich kundenspezifischer Siliziumchips.

Branchenprognosen aus dem vergangenen Jahr schätzten, dass hauseigene Chips von Google, Amazon, Meta und OpenAI bis 2028 45 % des AI-Chip-Marktes ausmachen würden, verglichen mit 37 % im Jahr 2024.

Microsoft meldete für das vierte Geschäftsquartal 2026 einen Umsatz von 90,0 Milliarden US-Dollar, was einem Jahreswachstum von 18 % entspricht, wobei Azure und andere Clouddienste um 43 % wuchsen.

Es wird erwartet, dass TSMCs N3-Knoten und fortschrittliche CoWoS-Verpackung bis 2027 unter Lieferengpässen leiden werden – derselbe Zeitraum, in dem Microsoft die Maia 300-Produktion hochfahren möchte. Dieser Zeitplan bedeutet, dass Maia 300-Chips erst lange nach Beginn der aktuellen Welle des AI-Infrastrukturausbaus eintreffen würden, was ihren kurzfristigen Einfluss auf Microsofts Nvidia-Beschaffung möglicherweise einschränkt.