Ehemalige NFL-Reporterin Michele Tafoya gewinnt republikanische Vorwahl für den US-Senat in Minnesota
Wichtige Erkenntnisse
- •Michele Tafoya gewann die republikanische Vorwahl für den US-Senat in Minnesota gegen Adam Schwarze, der die Unterstützung der Landespartei hatte, und Royce White.
- •Der Senatssitz wurde frei, nachdem die demokratische Senatorin Tina Smith Anfang 2025 angekündigt hatte, nicht erneut anzutreten.
- •Tafoya setzte auf Bekanntheit aus ihrer langen Fernsehkarriere und auf ihre Nähe zur Einwanderungspolitik der Trump-Regierung, erhielt jedoch keine ausdrückliche Unterstützung von Trump.
- •Tafoya trifft in der November-Hauptwahl auf den Sieger der demokratischen Vorwahl zwischen der Abgeordneten Angie Craig und Vizegouverneurin Peggy Flanagan.
- •Das Rennen hat bundesweite Bedeutung, weil es mitentscheiden könnte, welche Partei den US-Senat kontrolliert, in dem die Republikaner derzeit eine knappe Mehrheit halten.

Die frühere NBC-Sports-Reporterin an der Seitenlinie Michele Tafoya sicherte sich am Dienstagabend die republikanische Vorwahl für den US-Senat in Minnesota, nachdem sowohl NBC News als auch The New York Times das Rennen für sie ausgerufen hatten.
Tafoya, die weithin für ihre langjährige Rolle als Reporterin an der Seitenlinie bei NBCs Sunday Night Football bekannt ist, bevor sie zur politischen Kommentierung wechselte, besiegte den früheren Navy SEAL Adam Schwarze und den konservativen Aktivisten Royce White. Schwarze hatte auf dem Parteitag in diesem Jahr die Unterstützung der Minnesota Republican Party erhalten, während White sich als MAGA-naher Social-Media-Akteur eine Anhängerschaft aufgebaut hatte.
Der Sitz wurde frei, nachdem die demokratische Senatorin Tina Smith mitgeteilt hatte, dass sie Anfang 2025 keine Wiederwahl anstreben werde. Dadurch entstand in einem Staat, der seit Norm Coleman im Jahr 2002 keinen Republikaner mehr in die Kammer gewählt hat, eine selten umkämpfte Senatskonstellation. Tafoyas Bekanntheit aus einer zwei Jahrzehnte langen Laufbahn im Fernsehen machte sie sofort zu einer prominenten Kandidatin, auch ohne vorherige Erfahrung in einem gewählten Amt.
Obwohl Tafoya keine ausdrückliche Unterstützung von Präsident Donald Trump erhielt, stellte sie sich inhaltlich eng an die Agenda der Trump-Regierung, insbesondere bei der Durchsetzung von Einwanderungsregeln.
"She has embraced the Trump administration’s handling of immigration after its deadly crackdown in Minnesota in the winter, which polls suggested was unpopular," berichtete The New York Times.
Tafoyas Wahlkampfhompage unterstreicht diese Haltung mit den Worten: "The American people overwhelmingly agree with President Trump that our border should be secure, our laws should be enforced, and criminal illegal immigrants should be deported."
Tafoya wird nun in die allgemeine Wahl einziehen, wo sie auf den Sieger der demokratischen Vorwahl zwischen der Abgeordneten Angie Craig und der Vizegouverneurin Peggy Flanagan treffen wird. Die Wahl im November dürfte darüber mitentscheiden, welche Partei die Mehrheit im US-Senat kontrolliert, wo die Republikaner nur eine knappe Mehrheit halten und beide Parteien eine kleine Zahl offener und umkämpfter Sitze als entscheidende Schlachtfelder ins Visier nehmen.