Metalle lösen sich aus Abwärtstrends
Wichtige Erkenntnisse
- •Präsident Trump warnte Iran davor, Schiffe in der Straße von Hormus zu beschießen, durch die täglich etwa ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung transportiert wird.
- •Energiepreisschocks infolge geopolitischer Störungen können Metallmärkte beeinflussen, indem sie Inflationserwartungen, Produktionskosten und die breitere Risikostimmung bei Rohstoffen verändern.
- •Epstein deutet an, dass bis zum Jahresende Nuklearverhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran entstehen könnten, möglicherweise angetrieben durch die von beiden Seiten getragenen wirtschaftlichen Kosten.
- •Metallpreise scheinen aus länger anhaltenden Abwärtstrends auszubrechen, eine technische Bewegung, die mit dem breiteren makroökonomischen und geopolitischen Umfeld verbunden ist.
- •Anstehende US-Konjunkturdaten, darunter die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und der Chicago Fed National Activity Index für Juni, könnten die Preisbildung bei Metallen über ihre Wirkung auf Zins- und Dollererwartungen beeinflussen.

Metalle lösen sich aus Abwärtstrends
Ira Epstein
In seinem jüngsten Marktkommentar geht Ira Epstein auf die zunehmenden geopolitischen Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran ein, mit besonderem Fokus auf Präsident Donald Trumps Warnung an Iran, keine Schiffe in der Straße von Hormus zu beschießen. Die Straße von Hormus ist ein enger Engpass an der Mündung des Persischen Golfs, durch den rund ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung transportiert wird, was sie zu einem der strategisch wichtigsten Seewege der Welt macht.
Epstein erörtert das Potenzial für eine weitere militärische Eskalation zwischen den beiden Staaten und die daraus folgenden wirtschaftlichen Auswirkungen, einschließlich des Aufwärtsdrucks auf die Ölpreise, der bereits auf die globalen Märkte ausstrahlt. Historisch gesehen haben Störungen oder Bedrohungen der Schifffahrt in der Straße von Hormus starke Schwankungen der Rohölpreise ausgelöst, angesichts des Volumens an Energieexporten, das täglich durch diese Wasserstraße fließt. Für Metallhändler können Energiepreisschocks relevant sein, weil sie in Inflationserwartungen, Produktionskosten und die breitere Risikostimmung an den Rohstoffmärkten einfließen.
Über die unmittelbaren militärischen und wirtschaftlichen Sorgen hinaus geht Epstein auf das breitere geopolitische Umfeld ein, einschließlich der Aussicht, dass bis zum Jahresende Verhandlungen über Nuklearfragen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran entstehen könnten. Er deutet an, dass eine solche diplomatische Öffnung durch beiderseitigen wirtschaftlichen Schmerz angetrieben werden könnte — also dadurch, dass die von beiden Seiten getragenen wirtschaftlichen Kosten einen Anreiz schaffen, eine Verhandlungslösung zu suchen.
Epstein weist außerdem auf bevorstehende Veröffentlichungen von US-Konjunkturdaten hin, die Marktteilnehmer beobachten werden, darunter den Bericht zu den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und den Chicago Fed National Activity Index für Juni. Diese Indikatoren geben jeweils Aufschluss über die Lage am Arbeitsmarkt und die breitere wirtschaftliche Aktivität und werden von Händlern und Analysten genau verfolgt, um Signale über die Entwicklung der US-Wirtschaft zu erhalten. Ihre Bedeutung für Metalle liegt darin, dass Wachstums- und Arbeitsmarktdaten die Erwartungen für Zinssätze, den US-Dollar und die industrielle Nachfrage beeinflussen können.
Der Titel des Kommentars, „Metalle lösen sich aus Abwärtstrends“, bezieht sich auf die beobachtete technische Bewegung an den Metallmärkten, bei der die Preise aus länger anhaltenden Abwärtstrends auszubrechen scheinen — eine Entwicklung, die Epstein mit dem von ihm skizzierten breiteren makroökonomischen und geopolitischen Umfeld verbindet. Der zentrale Punkt für Leser ist, dass die Bewegung bei Metallen nicht isoliert betrachtet wird, sondern vor dem Hintergrund geopolitischer Risiken, der Sensitivität der Energiemärkte und anstehender US-Konjunkturdaten.