NachrichtenAktienMetas Muse erreicht Platz 3 im US-App-Store – Analysten uneins über die Auswirkungen

Metas Muse erreicht Platz 3 im US-App-Store – Analysten uneins über die Auswirkungen

Autor: Coincentral·

Wichtige Erkenntnisse

  • Metas KI-Assistent Muse erreichte innerhalb von zwei Tagen nach seinem Start am Dienstag Platz 3 im US-App-Store.
  • J.P. Morgan stufte Meta von Neutral auf Overweight hoch und erhöhte das Kursziel auf $820, was einem Aufwärtspotenzial von rund 25% entspricht.
  • Oppenheimer bestätigte sein Perform-Rating und argumentierte, Muse werde wegen der Abonnementmüdigkeit, der Konkurrenz durch Gemini und ChatGPT sowie Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Passwortzugriff voraussichtlich kein Gamechanger sein.
  • Evercore ISI verwies auf Metas 3.6 Milliarden tägliche Nutzer und rund 15 Millionen kleine Unternehmen auf seinen Plattformen als Grundlage für die künftige Nutzung und Monetarisierung von KI-Assistenten.
  • Die Meta-Aktie stieg am Donnerstag nach einem Plus von 6,6% um 0,2% auf $654.82; die Kursziele der Wall Street reichen von $580 bis $1,000.
Metas Muse erreicht Platz 3 im US-App-Store – Analysten uneins über die Auswirkungen

Der KI-Assistent Muse für Verbraucher von Meta Platforms erreichte am zweiten Tag seiner Verfügbarkeit Platz 3 im US-App-Store. Das lenkte die Aufmerksamkeit der Wall Street auf das Produkt, während Analysten hinsichtlich seiner möglichen finanziellen Auswirkungen uneins blieben.

Meta brachte Muse am Dienstag auf den Markt. Der persönliche KI-Assistent kann online einkaufen, Reisen planen, Tickets kaufen, Termine vereinbaren, Kalender verwalten sowie E-Mails und Nachrichten versenden. Die frühe Platzierung im App-Store liefert Anlegern einen ersten Anhaltspunkt für das Interesse der Verbraucher. Die unterschiedlichen Einschätzungen der Analysten spiegeln jedoch die Unsicherheit wider, ob diese Aufmerksamkeit zu einer nachhaltigen Nutzung oder zu Umsätzen führen wird.

Die Meta-Aktie stieg am Donnerstag um 0,2% auf $654.82, nachdem sie am Vortag 6,6% zugelegt hatte. Die Aktie wird unter dem Ticker META gehandelt.

Der J.P.-Morgan-Analyst Doug Anmuth stufte Meta von Neutral auf Overweight hoch und erhöhte sein Kursziel von $640 auf $820. Das neue Kursziel signalisiert ein Aufwärtspotenzial von rund 25% gegenüber dem aktuellen Kursniveau.

Anmuth schrieb, Meta verfüge weiterhin über „meaningful upside potential“ und verwies auf die Einführung von Frontier-Modellen und Produkten der künstlichen Intelligenz jenseits der Werbung, die sich noch in einem frühen Stadium befinde. Frontier-Modelle bezeichnete er als „at the core of Meta’s product and monetization pipeline over a multi-year period“.

Obwohl die Monetarisierung bei Muse nicht unmittelbar im Fokus steht, könnte Meta laut Anmuth künftig über Provisionen und Abonnements Umsätze erzielen.

Analysten verweisen auf Metas Reichweite

Evercore ISI bestätigte sein Outperform-Rating und das Kursziel von $860. Die Investmentfirma schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass Meta KI-Assistenten erfolgreich für Verbraucher und kleine Unternehmen einführt, auf mehr als 50%.

Evercore hob Metas 3.6 Milliarden tägliche Nutzer hervor und erklärte, dass weltweit derzeit rund 15 Millionen kleine Unternehmen auf Facebook, Instagram und WhatsApp aktiv sind. Die Investmentfirma erwartet, dass Nutzung und Monetarisierung im Laufe der Zeit eine wesentliche Größenordnung erreichen werden.

KeyBanc bestätigte sein Overweight-Rating und das Kursziel von $780 und betonte dabei den Fokus von Muse auf Datenschutz und Sicherheit. Bernstein bestätigte ebenfalls ein Outperform-Rating und erklärte, Meta sei auf Kurs, in diesem Jahr die Werbeumsätze von Google Search zu übertreffen.

Oppenheimer bleibt skeptisch

Der Oppenheimer-Analyst Jason Helfstein bewertete die Aussichten weniger optimistisch. Die Investmentfirma bestätigte ihr Perform-Rating und erklärte, Muse werde für Meta voraussichtlich kein „game changer“ sein.

„We remain skeptical of the financial benefits“, schrieb Helfstein.

Seine Bedenken konzentrieren sich auf die Abonnementmüdigkeit der Verbraucher. Alphabet verfügt mit Gemini und OpenAI mit ChatGPT bereits über vergleichbare Angebote. Helfstein stellte daher infrage, ob langfristig genügend Nutzer für einen weiteren KI-Dienst zahlen werden.

Zudem verwies er auf anhaltende Bedenken hinsichtlich Datenschutz und der Weitergabe von Passwörtern. US-Verbraucher stehen Meta in diesen Fragen weiterhin skeptisch gegenüber. Helfstein merkte außerdem an, dass Muse für den Einsatz im E-Commerce vollständigen Zugriff auf Passwörter benötigt.

„New Siri via Gemini and next version of ChatGPT could support such activity“, fügte er hinzu. Damit deutete er an, dass auch Konkurrenzprodukte ähnliche Funktionen anbieten könnten.

Die Bruttogewinnmarge von Meta liegt bei 81.75%, während das Umsatzwachstum 27.65% beträgt. Die aktuellen Kursziele der Wall Street für die Aktie reichen von $580 bis $1,000.