Meta startet Muse Code in der Beta mit kostenpflichtigen Plänen und SDK
Wichtige Erkenntnisse
- •Muse Code ist ein terminalbasierter KI-Coding-Agent von Meta, basierend auf dem Muse-Spark-1.2-Modell, jetzt in der Beta für macOS und Linux verfügbar.
- •Der Standard-Tarif kostet 1,25 USD pro Million Eingabe-Tokens und 4,25 USD pro Million Ausgabe-Tokens; ein Contributor-Tarif ist 10- bis 20-mal günstiger, im Gegenzug darf Meta Nutzungsdaten zur Modellverbesserung verwenden.
- •Auf Terminal-Bench 2.1 erreichte Muse Code 82,9 % und belegte Platz zwei hinter Claude Opus 5 und Claude Code mit 86,7 %; auf DeepSWE 1.1 erreichte es mit 59,3 % Platz drei.
- •Das Tool unterstützt Multi-Agent-Orchestrierung mit dauerhaften Hintergrund-Sub-Agenten, isolierten Git-Worktrees und Absturzwiederherstellung über ein nur-anhängendes Ereignisprotokoll.
- •Die Entwicklung leitet Alexandr Wang bei Meta Superintelligence Labs; die API ist mit OpenAI- und Anthropic-SDKs kompatibel, um den Wechsel zu erleichtern.

Meta hat den Wettbewerb um KI-Coding-Agenten eröffnet. Das Unternehmen hat Muse Code offiziell in der Beta gestartet und stellt das Tool damit in direkte Konkurrenz zu Anthropics Claude Code und OpenAIs Codex. Terminalbasierte Coding-Agenten sind zu einem der am schnellsten wachsenden Segmente im Bereich KI-Tools geworden, da Entwickler von Autovervollständigungs-Helfern zu Agenten wechseln, die mehrstufige Engineering-Aufgaben mit begrenzter Aufsicht ausführen können.
Muse Code basiert auf dem Muse-Spark-1.2-Modell und ist ein terminalbasierter KI-Coding-Agent für komplexe Software-Engineering-Aufgaben. Er übernimmt Planung, Codeänderungen, Tests und Multi-Agent-Koordination über dauerhafte Hintergrund-Sub-Agenten – alles über die Kommandozeile.
Preise, die die Konkurrenz unterbieten sollen
Der Standard-Tarif kostet 1,25 USD pro Million Eingabe-Tokens und 4,25 USD pro Million Ausgabe-Tokens über die Meta Model API. Ein „Contributor"-Tarif ist rund 10- bis 20-mal günstiger als die Standard-Option; im Gegenzug räumen Nutzer Meta die Erlaubnis ein, ihre Nutzungsdaten zur Modellverbesserung zu verwenden. Die API ist so konzipiert, dass sie mit bestehenden SDKs von OpenAI und Anthropic kompatibel ist, was den Wechsel für Teams senkt, die bereits auf Konkurrenz-Tools setzen. Die Installation ist für macOS- und Linux-Nutzer über die Kommandozeile verfügbar.
Benchmarks zeichnen ein wettbewerbsfähiges Bild
Auf Terminal-Bench 2.1 erreichte Muse Code 82,9 % und belegte damit den zweiten Platz hinter Claude Opus 5 und Claude Code mit 86,7 %. Beim DeepSWE-1.1-Benchmark landete es insgesamt auf dem dritten Platz mit einem Wert von 59,3 %. Wie bei herstellerveröffentlichten Zahlen üblich, kann eine unabhängige Überprüfung dieser Ergebnisse Zeit in Anspruch nehmen, bis externe Bewerter das Tool testen.
Muse Code unterstützt Multi-Agent-Orchestrierung, indem es dauerhafte Sub-Agenten startet, die im Hintergrund gleichzeitig an verschiedenen Teilen eines Problems arbeiten. Für parallele Arbeit nutzt es isolierte Git-Worktrees, sodass mehrere Agenten Code ändern können, ohne sich gegenseitig zu stören. Für Zuverlässigkeit sorgt eine Absturzwiederherstellung über ein nur-anhängendes lokales Ereignisprotokoll. Meta verwies auf eine interne Studie, in der Muse Code über einen zusammenhängenden Zeitraum von 24 Stunden mehr als 1.000 Tool-Aufrufe verarbeitete.
Das Wettrüsten bei KI-Coding-Agenten nimmt Fahrt auf
Die Entwicklung wird von Alexandr Wang bei Meta Superintelligence Labs geleitet. Die Modellfamilie Muse Spark erschien erstmals im April 2026, Muse Spark 1.1 folgte im Juli 2026. Muse Code basiert auf Muse Spark 1.2. Der Beta-Start markiert Metas bisher direktestes Vordringen in einen Markt, in dem Anthropic und OpenAI bei der Entwickler-Adoption führten. Weitere Releases der Muse-Spark-Reihe werden zeigen, wie schnell Meta zu iterieren gedenkt.