Trump-Verbündete fordern den Präsidenten auf, seine Unterstützung für Rep. Max Miller wegen Missbrauchsvorwürfen zurückzuziehen
Wichtige Erkenntnisse
- •Rep. Max Miller (R-OH) sieht sich Missbrauchsvorwürfen zweier früherer romantischer Partnerinnen gegenüber – seiner Ehefrau Emily Moreno und der früheren Pressesprecherin des Weißen Hauses, Stephanie Grisham – sowie Vorwürfen im Zusammenhang mit seinem kleinen Kind.
- •Sen. Bernie Moreno (R-OH), Millers Schwiegervater, hat Miller zum Rücktritt aufgefordert und ernsthafte Sorge um die Sicherheit seiner Enkelin geäußert, solange sie in Millers Obhut ist.
- •Präsident Trump hat Miller öffentlich verteidigt, gegenüber Verbündeten aber privat gesagt, dass der Abgeordnete keine Chance auf eine Wiederwahl habe.
- •Frühere Mitarbeiter der Trump-Regierung, darunter Alyssa Farah Griffin, betonten, dass die früheren Missbrauchsvorwürfe von Stephanie Grisham gegen Miller ein Verhaltensmuster erkennen lassen, das ernsthafter hätte beachtet werden sollen.
- •Der Fall wird mit der Entscheidung der Demokraten verglichen, ihre Unterstützung für den Senatskandidaten in Maine, Graham Platner, zurückzuziehen, was den Druck auf die Republikaner erhöht, bei Missbrauchsvorwürfen konsistente Maßstäbe anzuwenden.

Republikanische Verbündete von Präsident Donald Trump drängen ihn dazu, seine Unterstützung für Rep. Max Miller (R-OH) zurückzuziehen, der beschuldigt wird, zwei frühere romantische Partnerinnen und sein kleines Kind körperlich misshandelt zu haben. Miller, ein ehemaliger Mitarbeiter des Weißen Hauses, der seinen Sitz im Repräsentantenhaus mit Trumps Rückhalt gewonnen hat, sieht sich nun einer ungewissen politischen Zukunft gegenüber, da sich Mitglieder seiner eigenen Partei von dem eskalierenden Streit distanzieren. Die Lage wurde mit der jüngsten Entscheidung der Demokraten verglichen, ihre Unterstützung für ihren Senatskandidaten in Maine, den Austernfarmer Graham Platner, nach Vorwürfen häuslicher Gewalt und sexuellen Fehlverhaltens zurückzuziehen — ein Gegensatz, der die Republikaner unter Druck gesetzt hat, bei der Reaktion auf solche Vorwürfe einen einheitlichen Maßstab zu zeigen. Trump soll jedoch Schwierigkeiten haben, bei Miller ähnlich vorzugehen.
Während einer Pressekonferenz im Oval Office am Montag äußerte sich Trump zu dem Thema: "It's a very sad thing; I know Max. He's a good person. I mean, I always thought he was a very good person. And I'm going to let the families figure that out. You know, those families, I know they're working on it. It's a very sad thing, but it's accusations, and I'm going to let them figure that out."
Miller hat alle Vorwürfe zurückgewiesen und fälschlich behauptet, nur seine Ehefrau habe Anschuldigungen erhoben. Tatsächlich hat ihn auch Trumps frühere Sprecherin des Weißen Hauses, Stephanie Grisham, der häuslichen Gewalt beschuldigt. Miller argumentierte außerdem, dass Emily Moreno, seine damalige Ehefrau, ihm nach einem mutmaßlichen Angriff nicht später das Abendessen gekocht oder einen Nachmittag mit ihrer Tochter auf einem Spielplatz verbracht hätte. Fachleute für häusliche Gewalt weisen jedoch darauf hin, dass Überlebende aus unterschiedlichen Gründen häufig gezwungen sind, den Kontakt zu ihren Misshandlern aufrechtzuerhalten, und dass ein solcher Kontakt niemals eine Entschuldigung oder Entlastung für Missbrauch darstellt.
In einem Auftritt bei CNN las der frühere Abgeordnete Peter Meijer (R-MI) aus einem Brief von Morenos Vater, Sen. Bernie Moreno (R-OH), vor, der Miller zum Rücktritt aufforderte. Der Senator schrieb: "it's been horrific to watch this play out in full public view, all while knowing an innocent two-year-old girl is caught in the middle" und "I hold my breath every minute he has custody of my granddaughter."
"That's hard to skip past," sagte Meijer gegenüber CNNs Kasie Hunt. "I mean, I totally believe that Sen. Moreno, again, did not want to bring additional attention to this. This is a private family matter. It's taking place over a custody dispute over his daughter's daughter — not something you want to get litigated in the public eye."
Anschließend erklärte Meijer die politischen Dynamiken, die Republikaner von Miller wegtreiben: "I mean, both on the personal family side of the house and on the political side of the house — Congress is not in session right now, but I can tell you, if you're a member of Congress and you are the reason why all of your colleagues are getting a microphone shoved in their face and being asked, ‘Hey, what do you think about this terrible thing your colleague is alleged to have done?’ — that is not a way to build alliances within a caucus. It's a great way to have folks start to throw you under the bus."
Hunt merkte an, dass es Berichte gebe, wonach Trump Verbündeten privat gesagt habe, Miller könne nicht gewinnen, obwohl er den Abgeordneten öffentlich weiter unterstütze. Diese Kluft zwischen Trumps privater Einschätzung und seiner öffentlichen Haltung unterstreicht die politische Belastung, die die Vorwürfe für die Partei mit Blick auf den nächsten Wahlzyklus darstellen, da amtierende Republikaner möglicherweise für einen Kollegen Stellung beziehen müssen, dessen anhaltende Präsenz auf dem Stimmzettel in umkämpften Wahlkreisen zur Kampflast werden könnte.
"This is such a hard story," sagte Alyssa Farah Griffin, frühere Kommunikationsdirektorin im Weißen Haus unter Trump, Hunt früher im selben Interview am Montag. "Listen, I personally really liked Max Miller. We served together in the first Trump administration. He's someone you'd want to be seated next to on Air Force One. He's a charming, gregarious person. But oftentimes, abusers are that way. And listen, he's obviously denied all allegations, but I would remind folks that before these allegations from Emily Moreno were leveled against him, former White House Press Secretary Stephanie Grisham also accused him of domestic abuse when they were dating."
Sie fügte hinzu: "The allegations were in her book, and they were very similar, and they show a pattern of behavior. And I wish that more people had believed her at the time. And perhaps he never would have been in office in the first place. But it's a tough moment for the Republican Party, because many of us were saying recently that Graham Platner needed to get out of the Maine Senate race because of the allegations against him."
Gegenüber AlterNet beschrieb Dr. Harriet Fraad — eine psychische Gesundheitsberaterin, Hypnotherapeutin und Frau mit 55 Jahren Erfahrung, die dies eingehend studiert hat — Millers Reaktion auf die Missbrauchsvorwürfe als "self-pitying" und typisch für Misshandler, die Verantwortung vermeiden wollen.
"This is the usual self-pitying deluge of a person who feels that the real crime is being exposed," schrieb Fraad. Sie fügte hinzu: "He broke her collarbone in child abuse. And this is not only his wife, but it's also a girlfriend who reported violence. And so I don't believe him. I think that he's a violent man who's now a frightened man and is covering it up."
Fraad schloss: "Because the idea is — which you can really get from Trump, who's also a rapist [he was found liable for sexually abusing writer E. Jean Carroll] — that they are not an abuser, but rather a victim. Because they feel that the person who told on them is victimizing them. That the victimization is in reporting their behavior, which they want to disavow. That's a betrayal: ‘Keep my secrets. Shut up.’"