Europäische Märkte im Rückblick: Dollar hält stabil, Gold gibt nach Veröffentlichung des unauffälligen US-CPI-Berichts nach
Wichtige Erkenntnisse
- •Der US-Inflationsbericht für Juli entsprach den Erwartungen und lieferte keinen neuen Antrieb für eine Veränderung des Zeitplans möglicher Zinsentscheidungen der Federal Reserve.
- •Die Devisenmärkte wiesen eine geringe Volatilität auf, wobei der US-Dollar flach handelte, während Anleger auf mögliche politische Signale vom Jackson-Hole-Symposium warten.
- •Das britische Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal wuchs Quartal um Quartal um 0,4 %, gestützt durch eine unerwartete Ausweitung des Dienstleistungssektors im Juni.
- •Die Energie- und Edelmetallmärkte gaben nach, wobei der Preis für West-Texas-Intermediate-Rohöl um zwei Prozent fiel und Gold von den jüngsten Höchstständen zurückwich.
- •Die spanischen Verbraucherpreise stiegen im Juli an, was darauf hindeutet, dass die Inflationsdrucke in bestimmten Bereichen der Eurozone trotz breiter Desinflationstrends weiterhin bestehen bleiben.

Wichtigste Schlagzeilen:
- Märkte blicken auf Jackson Hole voraus
- Dollar bleibt verhalten angesichts fehlender Post-CPI-Dynamik
- Gold tut sich schwer, nach US-Inflationsdaten weitere Gewinne zu erzielen
- Vorläufiges UK-BIP für das zweite Quartal bei +0,4 % q/q, entsprechend den Erwartungen
- Britische Wirtschaft verzeichnet unerwartetes Wachstum im Juni, angetrieben durch einen stärkeren Dienstleistungssektor
- Inflation in Spanien steigt im Juli leicht an, da sowohl Gesamt- als auch Kernpreise zulegen
Marktübersicht:
- WTI-Rohöl: minus 2 % auf 81,58 $
- CHF führt an, NZD hinkt am Tag hinterher
- Europäische Aktien höher; S&P-500-Futures plus 0,2 %
- Gold: minus 0,4 % auf 4.388 $
- US-Renditen für 10-jährige Anleihen: minus 1,7 BPS auf 4,675 %
- Bitcoin: minus 0,2 % auf 63.387 $
Der US-CPI-Bericht für Juli erwies sich als weitgehend ereignislos und ließ den Marktteilnehmern wenig neuen Antrieb, während die zweite Wochenhälfte beginnt. Da die Inflationsdaten weitgehend mit den Erwartungen übereinstimmten, konnte der Bericht die vorherrschende Debatte über den Zeitpunkt möglicher Zinsanpassungen der Federal Reserve kaum verschieben und bestärkte den Eindruck, dass die Notenbankbanker weitere Daten benötigen, bevor sie einen klareren Kurs einschlagen.
Der Dollar erholte sich spät in der vorherigen Sitzung von den nächtlichen Tiefs, bevor er sich während des europäischen Vormittagshandels in eine Seitwärtsbewegung einpendelte. EUR/USD handelt in einem engen Bereich und liegt lediglich 0,1 % höher bei 1,1535. USD/JPY bleibt weitgehend unverändert und notiert um die Zone 159,20–30. Das Fehlen gerichteter Dynamik spiegelt die breite Marktstruktur wider, in der die Teilnehmer vorsichtlich vor dem Jackson-Hole-Symposium der nächsten Woche positionieren, wo die Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell in der Vergangenheit stets ein wichtiger Rahmen für Signale zum politischen Ausblick waren.
An der geopolitischen Front zeigt der Konflikt zwischen den USA und dem Iran weiterhin kaum nennenswerte Fortschritte. Die allgemeine Marktstimmung bleibt abwartend, selbst als die Ölpreise nachgaben. WTI-Rohöl ist derzeit 2 % tiefer bei 81,58 $. Auch die Anleiherenditen sind von den jüngsten Höchstständen zurückgegangen, wobei die Renditen für 10-jährige US-Staatsanleihen um 1,7 BPS auf 4,675 % fallen.
Die europäischen Wirtschaftsdaten boten ein gemischtes Bild. Das vorläufige UK-BIP für das zweite Quartal lag bei +0,4 % q/q und entsprach damit den Erwartungen, wobei die Wirtschaft im Juni ein unerwartetes Wachstum verzeichnete, das durch einen stärkeren Dienstleistungssektor angetrieben wurde. Unterdessen verzeichnete Spanien im Juli sowohl bei der Gesamt- als auch bei der Kerninflation leicht steigende Werte, was darauf hindeutet, dass die Preisdrucke in Teilen der Eurozone weiterhin hartnäckig sind, selbst wenn die breiteren Desinflationstrends anhalten.
Insgesamt deutet die Preisaktion auf wenig mehr als eine kurze Pause hin, während die Märkte auf weitere Schlagzeilen und Katalysatoren warten.
Die Aktienmärkte bleiben stabil, mit bescheidenen Gewinnen bei europäischen Aktien und leicht höheren US-Futures. Die Wall Street konnte nach den Inflationsdaten vom Mittwoch leichte Gewinne halten und ist auch heute wieder minimal höher positioniert.
Gold ist von seinen Höchstständen aus der asiatischen Sitzung zurückgefallen und um 0,4 % auf 4.388 $ gesunken. Käufer versuchen weiterhin, diese Woche eine entscheidende Bewegung über die Marke von 4.400 $ zu erzwingen, doch das Fehlen eines starken gerichteten Auslösers hat bislang einen Ausbruch verhindert.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die anstehenden wöchentlichen US-Arbeitslosenanträge und die PPI-Daten, die weitere Erkenntnisse zum Inflations- und Arbeitsmarktbild liefern werden, bevor das Jackson-Hole-Symposium in der nächsten Woche das Rampenlicht übernimmt.