Schmaler Wirtschafts kalender, während die Märkte auf den US-Verbraucherpreisindex am Freitag warten
Wichtige Erkenntnisse
- •Der US-Verbraucherpreisindex (CPI) vom Freitag ist das wichtigste Ereignis der Woche und wird wahrscheinlich entscheiden, ob die Fed auf ihrer kommenden Sitzung die Zinsen erhöht oder unverändert lässt.
- •Der heutige Datenkalender ist dünn, mit nur untergeordneten Veröffentlichungen wie der französischen Handelsbilanz, dem NFIB-Optimismusindex kleiner Unternehmen, den ADP-Beschäftigungsdaten und der Inflationserwartungsumfrage der New Yorker Fed.
- •Die Umfrage der New Yorker Fed zu den Inflationserwartungen der Verbraucher könnte mehr Aufmerksamkeit als gewöhnlich erregen, wenn sie eine ungewöhnlich große Überraschung zeigt, da sie unmittelbar die Preiserwartungen der Verbraucher betrifft.
- •Zentralbank-Redner, darunter RBAs Hauser, der MPC der BoE vor dem Treasury Committee und ECBs Elderson, sind heute die wichtigste potenzielle Quelle für Schlagzeilen.
- •Ein stärker als erwarteter CPI-Wert würde die Fed unter Druck setzen, restriktiv zu bleiben, während ein schwächerer Wert den Fall für ein Beibehalten der Zinsen stärken würde.

Marktüberblick
Der Handelskalender ist heute dünn, da die Märkte weiterhin auf den US-Verbraucherpreisindex (CPI) warten, der das wichtigste Ereignis der Woche ist – von einem überraschenden Durchbruch in den Beziehungen zwischen den USA und dem Iran einmal abgesehen. Schmale Kalender wie der heutige sind vor wichtigen US-Inflationsdaten üblich, da Händler in der Regel große Positionen vor einem Ereignis meiden, das die Zinserwartungen über alle Anlageklassen hinweg neu ausrichten kann.
Europäische Sitzung
Die europäische Sitzung bietet wenig Beachtenswertes, mit nur einigen Veröffentlichungen von geringer Bedeutung im Kalender: die französische Handelsbilanz und der US-NFIB-Index für das Optimismusniveau kleiner Unternehmen. Keine der beiden Veröffentlichungen dürfte etwas für die jeweiligen Zentralbanken ändern, sodass die Marktreaktion wahrscheinlich gedämpft ausfallen wird. Die NFIB-Umfrage ist zwar ein nützlicher Indikator für die Stimmung kleiner Unternehmen in der größten Volkswirtschaft der Welt, bewegt aber selten allein die Märkte, wenn Inflationsdaten ausstehen.
Amerikanische Sitzung
Die amerikanische Sitzung umfasst lediglich die wöchentlichen ADP-Beschäftigungsdaten und die Umfrage der New Yorker Fed zu den Inflationserwartungen der Verbraucher. Wie bei den europäischen Daten wird nicht erwartet, dass diese Veröffentlichungen die Haltung der Federal Reserve verändern, sodass die Marktreaktion ebenfalls gedämpft sein dürfte. Allerdings berührt die Inflationserwartungsmessung der New Yorker Fed unmittelbar das Thema, das der Fed am wichtigsten ist – wie die Verbraucher selbst die Preisentwicklung einschätzen –, sodass eine ungewöhnlich große Überraschung dort zwei Tage vor dem CPI-Bericht etwas mehr Aufmerksamkeit als gewöhnlich erregen könnte.
Zur Erinnerung: Die Fed konzentriert sich derzeit ausschließlich auf die Inflation, und der US-Verbraucherpreisindex vom Freitag wird darüber entscheiden, ob die Zentralbank auf ihrer kommenden Sitzung die Zinsen erhöht oder sie für mindestens einen weiteren Monat unverändert lässt. Die Tragweite ist eindeutig: Ein stärker als erwartet ausgefallener Wert würde die Fed unter Druck setzen, restriktiv zu bleiben, während ein schwächerer Wert den Fall für ein Beibehalten der Zinsen stärken würde – weshalb sich Positionierungen tendenziell verdichten und die Volatilität sich um die Veröffentlichung herum ballen kann.
Zentralbank-Redner
- 09:30 GMT / 05:30 ET — RBAs Hauser (hawksch, stimmberechtigt)
- 13:15 GMT / 09:15 ET — MPC der BoE spricht vor dem Treasury Committee
- 15:00 GMT / 11:00 ET — ECBs Elderson (neutral, stimmberechtigt)
Da kaum harte Daten anstehen, werden Kommentare von Zentralbankvertretern zur wichtigsten potenziellen Quelle für Schlagzeilen im Laufe des Tages, insbesondere das Auftreten der BoE vor dem Treasury Committee, bei dem Abgeordnete die Geldpolitiker routinemäßig zum Inflationsausblick befragen.
Quelle: investingLive.com